Ich habe mich heute aufgerafft und bin zum Verein gelaufen. Hab mit meiner Kleinen trainiert und Lob vom Trainer bekommen. Kommt nicht oft vor. Es macht mich stolz. Nein, eigentlich nicht. Aber es lässt den Selbsthass ein bisschen schrumpfen.
Meine Ex-Schwiegermutter hat gesagt ich solle essen, es gäbe Kartoffelgulasch, es sei genug da. Ob ich mich dafür angemeldet hätte? Ich sagte nein, ich hatte mein Handy 2 Tage aus und habs nicht gelesen aber hätte keinen Hunger.
Und schon ging's los: "Dir geht's nicht gut. Ich hab doch gesagt du sollst kommen wenn's dir nicht gut geht.
"Ja ich geh wieder zu meiner Ärztin. Doch, doch...die hilft mir sehr. Ja mach ich. Ja danke hol ich mir gern! Es geht schon. Ich komm schon klar. Alles gut. Danke"
Fünf Mal wird mir gesagt ich solle mir was zu Essen holen es sei genug da. Von verschiedenen Leuten. Ich antworte immer wieder: Danke, sehr nett, aber ich hab wirklich keinen Hunger.
Meine Ex-Schwiegermutter drückt mir einen Teller in die Hand und sagt: "Iss!" Ich wehre mich dagegen, blocke ab, sie gibt nicht auf. Ich gebe nach. "Guck mal wie du aussiehst!"
Tag 6 als Nichtraucher. Wie schwer es manchmal sein kann, und wie sehr ich es hasse nicht zu rauchen. Aber ich werde die Wette nicht verlieren.
Achtung eklig: Mein Darm findet es "Scheiße" als Nichtraucher-Darm zu leben. Er meint, er behalte seinen Inhalt solange kein Nikotin kommt. Gut, soll er doch. Gibt nichts was ich mehr hasse als meinen Körper. Schlimmer kanns also kaum werden und irgendwann wird sich auch mein Verdauungstrakt daran gewöhnt haben.
Als ich vorhin nachhause gebracht wurde habe ich Geschirr gespült und angefangen etwas aufzuräumen. Das ist gut. Nein es ist nicht "ordentlich" oder "sauber", aber die Wohnungstür geht wieder 90° auf, der Laptop hat am Küchentisch Platz und im Mülleimer im Badezimmer befindet sich nun wieder ein Müllsack in dem sich auch schon ein Teil des Mülls befindet der davor im Badezimmer verteilt war. Es ist immer noch furchtbar eklig und ich würde keinen Menschen herein lassen, aber es ist ein kleiner Fortschritt für mich.
Nun bin ich wieder überfordert. Deshalb entsteht auch dieser Post hier. Übersprungshandlung.
Ich darf nicht nichts tun, wenn ich schon mal angefangen habe etwas zu tun. Höre ich auf und hocke mich gemütlich auf mein Bett bin ich wieder gefangen im Nichtstun. Davor habe ich Angst.
Aber alles andere ist mir zuviel. Ich würde gerne weiter am Haushalt arbeiten, aber ich bin überfordert damit, wo ich weitermachen soll. Den 2 Aufgaben meiner Therapeutin fühle ich mich auch nicht gewachsen. Wenn ich nun anfange meine Gedankenchaos-Zettel zu ordnen falle ich. Mit dem Uni-Kram ordnen und Termin mit dem Professor ausmachen verbinde ich direkt mich von der Brücke zu stürzen und sehe es schon vor mir. Auch nicht besonders gut.
Also was soll ich machen?
Wie überstehe ich die nächsten Stunden ohne zu fallen?
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