Mittwoch, 30. August 2017

Was mich zur Zeit zum nachdenken bringt

Ihr Lieben,

also ich habe gestern die Klausur geschrieben. Dabei hat meine Hand teilweise so gezittert, dass ich aufhören musste zu schreiben und mich erstmal etwas beruhigen.
Ich hab eine ganze Stunde lang dagesessen, nachgedacht und geschrieben, ich glaube da war meine längste Uni-Klausur ever!
Normalerweise bin ich ziemlich schnell fertig, denn entweder ich weiß es, oder eben nicht. Und sobald ich fertig bin gebe ich ab. Schon alleine deswegen, weil es mir zu hart und zulangweilig ist, dazusitzen und nachzudenken.
Gestern habe ich aber wirklich alles gegeben. Ich wusste mehr als beim letzten Antritt, aber ob es diesesmal tatsächlich reichen wird, weiß ich nicht.
Jetzt beginnt wieder dieses elende Warten auf das Ergebnis.

Nun gut, da ich am Samstag eingeladen bin zu einer Geburtstagsparty bin ich gerade dabei das Geschenkspapier zu gestalten. Zur Erklärung, ich hab grundsätzlich kein Geschenkspapier zuhause, weil ich es nicht einsehe für etwas Geld auszugeben, dass absolut unnötig ist. Denn innerhalb kürzester Zeit wird es sowieso zerrissen und landet im Müll.
Ich bin kein Öko-Freak oder ähnliches (das mein ich auch ganz ohne Wertung!), aber Geschenkspapier ist wohl die sinnloseste Müllproduktion die es gibt.
Aber ganz uneingepackt gebe ich meine Geschenke natürlich auch nicht ab.
Ich verwende Zeitungspapier als Geschenkspapier. Im einfachstne Fall, eventuell noch ein Bändchen drum herum und fertig. Im spezielleren Fall, gestalte ich das Zeitungspapier einfach selbt einwenig. Das letzte Mal hatte ich schwarze und bunte Einhörner gebastelt und draufgeklebt.
Dieses Mal soll eine Kohlezeichnung von dem Hund des Geburtstagskindes drauf.
Die Beistift-Skizze steht, aber ich hab grad echt keinen Bock mehr weiterzumachen :D
2 Tage hab ich ja noch.
(Hab leider kein Foto mehr von den Einhörnern, vll kommt ja eines von dem Hund, wenn es gelingt)
Wie macht ihr das?
Seit ihr eher der "schnell & einfach" -Einpack-Typ, oder der "aufwendig & wunderschön"-Einpack-Typ.
Bei einer Freundin von mir, ist das eingepackte Geschenk immer schon ein absoluter Hingucker! Die hat sowas richtig drauf.

So und nun wieder zu etwas ernsteren Themen, die mich zur Zeit beschäftigen.
Gestern beim Besorgen des Geschenks ist mir im Kaufhaus ein junges Mädchen mit vermutlich ihrer Mutter begegnet. Das Mädchen war sehr dünn, ein Bein war verbunden und ihre Arme waren über und über voll mit noch relativ "frischen" Narben.
Mein erster Gedanke war, wie mutig sie ist, sich so zu zeigen. Ich fand es wundervoll, dass sie sich nicht versteckte. Mein zweiter Gedanke war, ich würde am liebsten auf sie zulaufen, sie in den Arm nehmen, loszuheulen und ihr zu sagen wie stolz sie auf sich sein kann, und dass sie wunderschön aussieht. Ich fand sie wirklich hübsch.
Es tat plötzlich unglaublich weh, ein so junges Mädchen so zu sehen. Ein Mädchen, das ich nicht kenne. Es fühlte sich aber an, als wüsste ich ganz genau was sie denkt und fühlt. Als würde ich SIE sehen. Sie selbst und nicht ihr äußeres.
Dieses Mädchen geht mir seit gestern einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sie eine wundervolle, glückliche Zukunft haben wird.
Was ich mich danach aber auch gefragt habe war, wie sehen andere Menschen mich? Und vor allem auch, wie sehen Menschen das, die keine Ahnung haben was in so jemandem vorgeht?

Eine etwas andere Geschichte nun über meine Tante.
Ich war vor 2 Wochen nach langem wieder einmal mit bei einem Verwandtschaftsgrillen, bei meinem Onkel und meiner Tante.
Grundsätzlich komme ich mit den Verwandten von Papas Seite nicht gut klar, aber die beiden mochte ich schon als Kind sehr gerne und hab mich dort immer wohl gefühlt. Meine Tante war immer schon schwer Übergewichtig (wie fast alle auf dieser Verwandschaftsseite), aber sie war immer schön angezogen, hergerichtet, fröhlich, lebensfroh.
Vor einiger Zeit hat sich das geändert. Zumindest empfand ich das so. Sie hat kaum mehr mit mir geredet, war generell ruhiger. Ich hab mir dabei nicht viel gedacht, habe es auf mich geschoben. Ich dachte bloß, sie möge mic hnun auch nicht mehr, wie eben der Rest auch. Ich war sicher es liegt an mir.
Doch bei diesem Grillen war ich schockiert. Meine Tante hatte nur einen Jogging-Anzug an, war nicht oder nur kaum geschminkt. Ihre Haare sind mittlerweile grau. Das Gewicht wirkte eingefallen und leer, obwohl sie wohl noch mehr zugenommen hat. Sie kann kaum laufen. Was vermutlich an der Knie-OP letztes Jahr liegt, aber das Gewicht trägt dazu sicher auch viel bei.
Was mir aber noch viel größere Sorgen macht ist, dass sie den ganzen Abend nicht ein einziges Mal gelacht hat. Ich liebte ihr lachen. Es war so ehrlich und von ganzem Herzen. Dieses Mal nichts. Ja sie grinste immer mal wieder, aber nicht mal das reichte bis zu ihren Augen. Die waren leer.
Als hätte ihr irgendetwas das Leben ausgesaugt.
Ich bin eigentlich gar nicht gut darin zu sehen wie es anderen Menschen geht. Im Gegenteil. Deshalb hoffe ich, dass ich mich täusche. Aber das Bild geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich wünschte ich könnte irgendetwas machen um ihr das Leben zurückzugeben.


Somit erstmal noch allen einen schönen Nachmittag und Abend.
Ich werde heute en Müll nicht mehr wegbringen, dafür fühle ich mich irgendwie nicht in der Lage. Später geht es noch zum Training und ich sollte noch ein paar Erledigungen in der Stadt machen. Bis dahin werde ich noch etwas lesen, zeichnen oder rasten. Mal sehen.

Alles Liebe

Dienstag, 29. August 2017

Eine leere Hülle

Sorry, aber ich bin's schon wieder.

Hätte ich Alkohol da würde ich mich betrinken.
Auch die Tabletten sind verlockend.
Aber ich muss gestehen die Assichtsplattform von der man sich grandios in den Abgrund stürzen könnte geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Wäre es nicht eine wundervolle Nacht um diese Welt zu verlassen?
29.08.2017
Im 24. Lebensjahr.
Durch einen tragischen "Unfall" von uns gegangen.
Diese Worte klingen wie Musik in meinen Ohren.

Ich bin so tief unten, und weiß nicht wie ich wieder aufstehen soll.

Ich kann nicht tief genug und nicht oft genug schneiden, damit es besser wird.
Auch die Verbrennungen der Zigarette spüre ich nicht.
Die Musik dringt kaum in mich ein.
Es ist, als würde ich in meinen Gedanken feststecken.

Ich überlege, morgen nicht zur Prüfung zu gehen.
Die Folge wäre, dass ich für den nächsten Termin gesperrt wäre.
Ich weiß nicht, was besser ist. Gesperrt zu sein und Monate zu warten, bis ich wieder antreten darf. Um das ganze dann ein viertes Mal durchzustehen. Oder hinzugehen und meine letzte Chance verspielen. Denn gelernt habe ich heute gar nicht. Noch nicht mal eine Seite aufgeschlagen. Ich kann nicht.
ICH KANN NICHT!
Es geht einfach nicht. Ich kann diese Zettel nicht einmal anfassen.
Tränen steigen mir gerade in die Augen, aber weinen würde nichts bringen, also schlucke ich sie runter.
Ich bin verzweifelt.

Mir ist schlecht. Könnte von den zuvielen Zigaretten heute sein.
Wenn ich meinen Hund ansehe, kommen noch mehr Tränen hoch. Ich will doch stark sein für sie. Ich will doch für sie kämpfen. Ich will doch für sie leben.
Aber es geht nicht.
Ich liebe sie so sehr, und immer wieder wenn es schwierig wird sehe ich sie an und weiß wofür ich das alles mache.
Aber heute reicht auch sie nicht. Ich kann mich kaum bewegen. Bin wie eine leere Hülle.
Als hätte mich etwas ausgesaugt. Ein Monster, dass ich selbst erschaffen habe.

Ich wünschte dieses Leben würde endlich enden.

Montag, 28. August 2017

Was ich an mir schön finde

Die Verzweiflungs-Lähmung ist wohl früher eingetreten als gedacht.
Nämlich bereits noch gestern Abend.

Jedes Fünkchen Hoffnung die Klausur morgen zu bestehen hat sich in Luft aufgelöst. Somit sehe ich absolut keinen Sinn mehr darin noch zu lernen.
Was mache ich daher?
Richtig. Nichts.
Sitzen, Löcher in die Luft starren und warten, dass die Zeit vergeht.

Im Grunde genommen empfinde ich Leere. Mit einem leichten Hauch von Traurigkeit und Enttäuschung.

Da ich nun während der paar Zeilen schon wieder mehr als eine halbe Stunde herumsitze, werde ich nun erstmal nachgeben und mich ins Bett legen und versuchen zu lesen. Vielleicht finde ich in dem Buch etwas Hoffnung. Die Hauptcharakterin hat immerhin genug Kampfgeist in sich um mir davon etwas abzugeben.
Wenn das auch nichts bringt bleibt nur noch eine Möglichkeit. Aber die möchte ich heute wirklich vermeiden, denn ich will nicht mit frischen Wunden zum Training gehen.



Und nun zu dem, was ich heute eigentlich schreiben wollte.
Nämlich was ich an mir schön finde.
Da gibt es eigentlich gar nicht viel. Aber ich mag meine Handgelenke, die finde ich schön. Die gefallen mir an mir.
Und wenn ich ehrlich bin gefallen mir auch meine Unterarme, sowohl der auf dem man keine Narbe sieht, wenn man nicht wirklich ganz genau danach sucht, aber auch der, der von Narben übersäht ist.
Ja ich schäme mich manchmal dafür, und würde auch vor meiner Familie nicht kurzärmlig rumlaufen, trotzdem finde ich es schön. Es gehört zu mir und es gefällt mir.
Nicht das ich stolz darauf wäre. Nein. Und manchmal wünsche ich mir auch, dass da keine Narben wären, aber dennoch finde ich sie schön.
Ganz im Gegensatz zu den Narben an meinem restlichen Körper. Die gefallen mir nämlich gar nicht.


Sonntag, 27. August 2017

Einfach funktionieren

Ihr Lieben,

vielen Dank für die netten Kommentare unter meinem letzten Post.
Ich werde sie natürlich noch beantworten.
Bitte entschuldigt, aber ich finde dazu gerade keine Zeit und Ruhe.
Ich hätte auch viel zu schreiben aber werde mich kurz halten.

1. Der neue Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Heißt, ich habe mit dem Chef geredet. Somit arbeite ich ab 1. Oktober 25h pro Woche.

2. Daraus folgt, dass mich mein Trainer nächste Woche zum Essen einlädt. Genaueres besprechen wir morgen beim Training. Ich freu mich drauf, aber hab auch etwas Bammel davor.

3. Ich habe wieder zugenommen. Sogar relativ viel. Aber kann ich erstmal nicht ändern.

4. Am Dienstag schreibe ich (zum dritten Mal) Biochemie-Klausur. Wofür ich (zum dritten Mal) viel zu spät zu lernen begonnen habe, und somit (zum dritten Mal) im Moment beinahe verzweifle. Gleichzeitig, kommt es mir aber (zum dritten Mal) so vor als wäre ich relativ gut vorbereitet und würde das schon schaffen. Wahrscheinlich werde ich aber (zum dritten Mal) durchfallen. Weils einfach immer so ist. Jedenfalls, hab ich keinen Bock mehr zu lernen, obwohl ich den Stoff gar nicht so uninteressant finde, aber langsam reicht es einfach. Da es aber mein letzter ofizieller, normaler Antritt ist, darf einfach nichts schief gehen, und ich werde jede verdammte freie Minute die mir bis dahin noch bleibt mit Lernen verbringen. (Vorausgesetz mich überkommt nicht wieder diese lähmende Hilflosigkeit in der ich einfach aufgebe und mich ins Bett lege und nichts mehr machen kann).

5. Ich hab mein August-Buch noch bei weitem nicht fertig

6. Ich bin nächsten Samstag auf einer Geburtstagsparty eingeladen, und hab auch noch kein Geschenk. Stressfaktor: von 10 möglichen Punkten......13! Vor allem weil ich dort keinen kenne ausser das Geburtstagskind und ihren Mann.

7. Bis Mitte der Woche muss ich meine Gruppeneinteilung für meinen Hundekurs, der in 2 Wochen startet fertig haben und mich mit den anderen Trainern wegen der Zeiteinteilung treffen.

8. Ich komm grad gar nicht klar.
Aber da ich keine Zeit zum verzweifeln habe, wegen Punkt 1-7 ist das egal.
Die Devise lautet: Einfach losrennen und nicht mehr stehen bleiben bis alles vorbei ist.
Hat beim letzten Mal super funktioniert, vielleicht funktioniert es ja auch dieses Mal.
Ich hoffe es

Bis die Tage,
alles Liebe
eure St.


(Ps. so viel zu: Ich werde mich kurz halten :'D )


Freitag, 25. August 2017

Jahrestag

Nachtrag zum 23.08.
Es sollte ein eigener Post folgen, aber ich war die letzten Tage nicht fähig auch nur ansatzweise etwas zu schreiben somit kommt nun etwas Verspätet das Thema vom 23.8.2017

Genau vor einem Jahr habe ich meine Katze gefunden. Zu jung um von der Mutter getrennt zu sein, krank, schmutzig, ausgetrocknet, hungrig und schreiend, saß sie ausgesetzt mitten auf einer Baustelle am Marktplatz der Stadt. Neben ihr wurde gebaggert, gebohrt, gebaut. Den Bauarbeitern war die Kleine egal. Den Passanten vermutlich auch.
Genaugenommen, hab auch gar nicht ich sie gefunden, sondern Kunden von dem Laden in dem ich an diesem Tag noch gearbeitet hatte. Sie kamen um Katzenfutter zu kaufen und ihr das hinzustellen. Als ich die ganze Geschichte erfahren habe, bin ich mit denen rüber und hab das Kätzchen geholt. Da ich in einem Zoofachladen arbeitete kaufte ich direkt eine Transportbox, Futterschüssel, Decke, Futter und stellte sie in unser Lager. Gab ihr zu trinken und zu essen und fuhr direkt nach Feierabend zum Nottierarzt. Der versorgte sie vorerst, und verrechnete mir nur das nötigste. Auf den Wochenendzuschlag verzichtete er, denn er meinte, er will nicht auch noch die Menschen bestrafen die helfen. Sehr freundlich.
Arbeitskollegen, Freunde etc, erfuhren natrülich davon und fragten ob ich sie behalten werde. Ich verneinte und meinte sie können sie haben sobald sie fit ist.
Das Thema war für mich erledigt, ich päppel das kleine Ding auf und dann bekommt sie jemand von denen die gefragt haben. Da kann ich miterleben wie sie aufwächst.
Als Malia fit genug war und ich bereit war sie abzugeben, wollte sie keiner mehr. Immer wieder das selbe Phänomen.
Oh süß, ein Baby-Tierchen, das will ich haben! Die Glücksgefühle beim betrachten der Tiere überwiegen, bis den Leuten plötzlich bewusst wird, dass das ja doch in Arbeit ausarten könnte. Die rosarote Brille verschwand und keiner war mehr bereit das immer noch sehr kleine Würmchen aufzunhemen.
Ja, ihr wisst vermutlich was geschehen ist. Malia schläft gerade, also ein Jahr später, eingerollt in eine Decke neben mir und meinem Hund. Sie ist geblieben.
Wie auch schon so viele andere Tiere vor ihr. Und wahrscheinlich auch noch einige nach ihr.
Ich habe Zeit in sie investiert. Ich habe viel Geld für sie ausgegeben, dass ich so dringend gebraucht hätte. Ich habe Dreck von ihr weggeputzt ohne Ende. Egal ob Durchfall von meinem Bett, die Überreste eines erbeuteten, toten Vogel den sie in der Wohnung verspeiste, etc. Ich habe ihr beigebracht auf die Menschentoilette zu gehen. Ich habe mich viel mit ihr beschäftigt. Ich war/bin wütend, weil mein Bett, dass kaum älter ist als sie, aussieht als käme es vom Sperrmüll, weil die Holzfensterrahmen der Wohnung komplett zerkratzt sind, weil ich mit dem Nachbar streiten muss weil sie immer und immer wieder in sein Gemüsebeet kackt.

Und ganz ehrlich? Ich bin es leid.
ICH BIN ES LEID!
Ich bin es leid, ständig die Fehler anderer Menschen auszubaden. Ich bin es leid, Tiere bei mir aufzunehmen, weil Menschen nicht fähig sind Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen zu übernehmen. Ich bin es leid Tierbabys bei mir aufzunehmen, weil Menschen glauben sie müssten ihre Tiere nicht kastrieren, sie müssten sich keine Gedanken darüber machen was mit den Jungen geschieht. Ich bin es leid alte oder kranke Tiere bei mir aufzunhemen, weil Menschen sich nicht darüber bewusst sind, was es heißt sich mehrere Jahre um ein Tier zu kümmern.
Ich bin es leid Tiere bei mir aufzunehmen, weil sich deren Besitzer nicht genügend über Haltung, Geschlecht, Verhalten informiert haben und nicht mehr mit ihren "Lieblingen" klar kommen.
JA VERDAMMT ICH BIN ES LEID!

Trotz allem, bin ich um jede Seele froh die ich aufgenommen habe. Denn so viel Liebe, Dankbarkeit und Zuneigung wie mir jedes einzelne von diesen Tieren gegebn hat, bzw gibt, konnte mir bisher noch kein Mensch geben.
Ich bin wirklich wütend auf diese Menschen, aber ich bin dankbar für jedes einzelne Lebewesen dem ich ein Zuhause geben darf.
Ich kenne das Gefühl nicht erwünscht zu sein, dieses Gefühl, wenn man denkt, keiner mag einen, keiner will einen bei sich haben.
Und aus diesem Grund ist bei mir jedes nichtmenschliche (vermutlich auch jedes menschliche) Lebewesen zu jederzeit herzlichst willkommen. Ich werde keines wegschicken und schon gar nicht töten. Ich werde auch keines wie einen alten Teddy ins Tierheim abschieben.
Solange ich auch nur irgendwie die Möglichkeit habe, dem Tier eine möglichst artgerechte (artgerecht....tzzz...dass ich nicht lache, aber dazu vielleicht ein andermal) und angenehme Lebenszeit bei mir zu schenken ist es willkommen. Und wenn ich dem Tier das nicht bieten kann, werde ich eine Lösung finden.
Nun sind wir eben seit einem Jahr zu Sechst.
Meine 3 Rennmäuse, meine Keewah, meine Malia und ich. Wir alle mussten Abstriche machen, als Malia bei uns einzog. Somit gibt es eben nicht mehr die teuerste Einstreu für die Mäuse, sondern ein Gemisch aus billigeren. Es gibt eben nicht mehr so oft das teuerste Hundefutter und das teuerste Fleisch vom Metzger, sondern eben etwas durchschnittlicheres. Malia hat halt keine Katzentoilette mit der teuren, nach Babypuder riechenden Einstreu, sondern muss aufs Menschenklo gehen, wenn sie nicht draußen will. Und im Notfall gibt es eben nicht so gut duftendes Katzenstreu, wenn ich mal 2 Tage nicht dabin.
Und ich spare eben an allen Ecken und Enden für meine Kleinen.
Wir arrangieren uns. Wir leben nicht im Luxus, aber wir leben in Harmonie.Und das ist doch viel wichtiger.

Vor einem Jahr musste ich wieder den Fehler von verantwortungslosen Menschen ausbaden, und deswegen bin ich immer noch stinksauer. Aber es war einer der besten Fehler der mir passieren konnte.

Malia am Fundtag 23.08.2016


Malia jetzt, als ausgewachsene, wunderschöne Katze

Ich liebe meine Katze. Ja, wirklich. Ich liebe sie von ganzem Herzen. Sie gehört einfach zu uns. Keewah war anfangs nicht begeistert und sehr eifersüchtig, mittlerweile spielen die beiden miteinander, schlafen nebeneinander, begrüßen sich wie zwei beste Freunde, wenn sie sich länger nicht gesehen haben. Natürlich zicken sie sich auch mal an. Wie zwei Schwestern eben.
Ich hoffe wir haben noch viele gemeinsame Jahre.
Aber ich hoffe auch, dass in den nächsten Jahren erstmal kein Findlkind mehr bei uns auftaucht, denn irgendwann ist auch bei uns kein Platz mehr und kein Geld mehr da um noch zu teilen.

Post ENDE



So und jetzt zum Rest.
Morgen heißt es wieder arbeiten. Und nicht nur das, ich muss morgen auch unbedingt nochmal meinen Chef wegen der Änderung des Arbeitsvertrags anreden. Und ich habe wahnsinnige Angst davor. Also wirklich unermesslich große Panik.
Da mein Trainer ja davon weiß, und vor allem auch weiß wie wichtig es für mich ist, und auch wie schwierig hat er mich mehr oder weniger dazu gezwungen.
Wenn ich morgen nicht mit dem Chef rede, redet mein Trainer kein einziges Wort mehr mit mir, bis auf die Kommandos beim Training. Wenn ich allerdings das Gespräch führe, dann lädt er mich nächste Woche zum Essen ein.
Natürlich ist das nicht die ideale Lösung, aber es ist der einzige Weg mich überhaupt dazu zu bringen das zu tun, also bin ich ihm sehr dankbar dafür.
Auch wenn mir das mit dem Essen gehen natürlich nicht besonders gefällt (aber vom Thema Essen weiß er nichts).
Die letzten Tage waren sehr, sehr schwer für mich. Und die nächsten Tage werden wahrscheinlich nicht viel besser.
Morgen arbeiten. Sonntag Kurs abhalten und danach noch am Juxturnier mit Keewah teilnehmen. Dienstag hab ich dann noch ein drittes Mal meine letzte Uniprüfung.
Demnach hab ich auch noch sehr viel zu lernen, aber kaum Zeit.

Ja, mehr möchte und kann ich auch gerade nicht sagen. Sollte sowieso endlich wieder lernen.

In diesem Sinne, alles Liebe an euch

Dienstag, 22. August 2017

Vertrauenspersonen und Eifersucht

Ich habe das Telefon abgehoben, die Tür geöffnet, einen fremden Mann in meine Wohnung gelassen der meine neue Herdplatte eingebaut hat und lebe immer noch.
Kaum zu glauben, aber war.
Nein, nicht weil ich dachte er wäre ein Mörder, sondern weil ich dachte ich würde für Panik einen Herzinfarkt erleiden. Aber nö, alles gut :)

So und nun endlich zu dem Thema, das mich schon seit Tagen beschäftigt.

Immer wieder tauchen in meinem Leben Menschen auf, denen ich blind vertraue. Menschen, die mir das Gefühl geben als könnte alles gut werden, als würden sie immer für mich dasein und mich nie mehr alleine lassen.
Ich habe mich immer wieder darauf eingelassen, mich auch in gewissem Maß einfach fallen lassen, weil ich wusste da ist jemand der mich auffängt, jemand der mich hält.
Und genau da fing das Problem an. Denn ich habe dabei immer und immer wieder vergessen, dass diese Menschen auch ein eigenes Leben, eine eigene Familie, Freunde etc haben.
Ich war eifersüchtig. Furchtbar eifersüchtig, dass dieser Mensch nicht allein für mich da war. Und das am besten 24/7.
Versteht mich nicht falsch. Mir war und ist sehr wohl bewusst, was all diese Menschen alles für mich getan haben und dafür war und bin ich unendlich dankbar. Aber tief im inneren hat mir das nie gereicht. Ich wollte diese Menschen für mich haben, am besten für mich allein, für immer.
Dabei ging es nicht um Liebe oder ähnliches, nein. Ganz egal ob es A. war die für mich wie eine große Schwester war, die dann spurlos verschwand. M. die für mich wie eine Mutter war, die sich aber auch um ihre eigene Tochter, die für mich wie meine kleine Schwester ist kümmern musste. S. und G., die ich am liebsten als meine Adoptiveltern gehabt hätte. M. die für mich wie eine Seelenverwandte war und auch spurlos verschwunden ist (ich weiß nicht mal ob sie noch lebt).
Ja und nun ist da wieder jemand.
Jemand zu dem ich ehrlich war. Dem ich mich ein Stück weit geöffnet habe. Dem ich mal wieder mehr oder weniger blind vertraue, obwohl ich das nicht will! Ich ermahne mich immer wieder, dass das nur schief gehen kann. Da ist auch wieder jemand auf den ich furchtbar eifersüchtig bin, weil ich IHN lieber für mich allein hätte, was natürlich ABSOLUTER BLÖDSINN ist.
Ich WEISS, dass das wirklich völiger Schwachsinn ist, aber trotzdem fühle ich es.
Ich versuche mich zurückzuhalten und auf Abstand zu bleiben. Es ist schwierig, aber funktioniert bisher ganz gut.
Trotzdem kann das auf Dauer nicht gut gehen, und ich habe Angst ihn wieder zu verlieren, wie alle anderen auch. Ich muss unbedingt aufhören zu klammern, aber weiß nicht wie.
Ich weiß nicht wie ich diese Gefühle von Eifersucht und dieses blinde Vertrauen und vor allem dieses Klammern loswerden kann.
Wenn jemand eine Idee hat, bitte immer her damit.

Übrigens gab es ähnliche Gründe warum ich meine letzte Therapie abgebrochen habe. Da ich auch da das Gefühl hatte, als hätte die Therapeutin keine Zeit mehr für mich, als wären die anderen wichtiger.

Mir sind diese Worte sehr unangenehm und peinlich, weil ich diese Gefühle wirklich gar nicht haben möchte, und auch sonst nicht egoistisch bin. Im Gegenteil. Aber trotzdem musste ich sie mal los werden, weil sie weh tun. Sehr weh tun.

Sonntag, 20. August 2017

Autsch

Ganze 4€ hab ich heute ausgegeben :D
Also Limit ganz klar eingehalten.
Den Baumkuchenstand gab es heuer nicht (was eigentlich gar nicht geschadet hat, weil mich die Waage mal wieder böse überrascht hat), Halsband fanden wir kein schönes, und der Rest, naja, war auch nicht berauschend. Und die paar Leckerchen waren es mir nicht wert meine Angst davor einen Verkäufer anzusprechen zu überwinden.
Somit mussten wir nur den Eintritt bezahlen, und da gab es auch noch Studentenrabatt.
Fazit: Geld-technisch hervorragend, Ausbeute-technisch mies, ingesamt ganz gut

Was allerdings nicht ganz gut war, waren das mich eigentlich alle stehen gelassen haben. Also nicht so richtig, denn es war mit niemandem etwas fixes abgesprochen, aber eine Freundin meinte sie komme wahrscheinlich und würde sich dann melden wenn sie da sei, meine Arbeitskollegin wollte auch kommen und sich mit mir treffen, und auf die Züchterin von Keewah haben wir auch vergeblich gewartet.
Dafür habe ich natürlich, wie könnte es auch anders sein, meinen Exfreund getroffen. Und paar andere von seiner Familie, bzw. sind die ja eben auch alle im selben Hundeverein wie ich.
Tja, Wunden wurden aufgerissen und darin herum gebohrt. Mehr gibt es nicht zu sagen.
Dazu hatte ich heute meinen neuen Rock und das neue Oberteil dazu angezogen...und die neuen Ballerina. Der Rock ging nur noch zu solange ich nichts gegessen hatte (hab ich ja auch bis zuhause zum Glück nicht) und die neuen Ballerina haben meine Füße hinten über der Ferse an beiden Seiten richtig, richtig blutig gescheuert.
Selbstzerstörungswille sei Dank bin ich damit dann trotzdem noch 3 Stunden rumgelaufen und danach noch durch die halbe Stadt, weil es per Straßenbahn ja nicht schmerzen würde.
Von der Bushaltestelle bis nach Hause bin ich dann aber doch noch barfuß gelaufen, weil die Schmerzen zu dem Zeitpunkt unerträglich waren.

Joa, nach der Begegnung mit meinem Exfreund bin ich dann auch bald darauf abgehauen, einerseits taten mir die Füße weh, andererseits war meine Stimmung ziemlich am Tiefpunkt.

Zuhause war es dann nicht viel besser. Ich hab wieder einen Teil der Flohwäsche gewaschen (also nicht falsch verstehen, da hüpfen nicht überall Flöhe rum, sondern ich hab nur vorsichtshalber alles was aus Stoff ist wie Decken, Polster,... ins Bad befördert und will das vorsichtshalber alles durchwaschen. Blöd wenn das ganze Bett mit so Kram voll ist und man nur ne kleine Waschmaschine hat :D da dauert sowas Tage.
Die restliche Zeit habe ich einfach rumgelegen und gewartet, dass der Tag vergeht.
Dabei hab ich auch noch meine Tage bekommen. Was nochmal das Tüpfelchen auf dem 'i' war. Schon allein deswegen muss ich unbedingt paar Kilo loswerden. Morgen gibt es auf jedenfall nur vor dem Training eine Kleinigkeit um nicht umzukippen.
Dazu kommt, dass vermutlich in ca. 3 Wochen das nächste Wiegen im Taekwondo ansteht und bis dahin MUSS ich einfach unter der 45 sein. Wird hart aber ist machbar.

Na toll, jetzt hab ich nur sinnloses Zeug geschrieben, und tortzdem schon wieder einen Roman. Dabei wollte ich eigentlich noch ein ganz anderes Thema angehen.
Vielleicht kommt noch ein Post, oder ich schiebs auf morgen, und lasse morgen mal den langweiligen Tagesbericht aus.
Mal sehen.

Ich verkrümel mich wieder mit nem Liter Tee ins Bett, in der Hoffnung, dass ich doch noch meine Lernsachen aufschlage und endlich anfange. Ist ja eh schon wieder knapp. Und mal wieder die letzte Chance. (wobei ich das Studium an sich ja schon aufgegeben hab, aber die letzte Prüfung will ich trotzdem noch schaffen)

Samstag, 19. August 2017

Flohalarm

Wow, was für ein beschissener, abgefuckter, anstrengender, schwieriger Tag.

Und dennoch habe ich ihn überstanden.

Schon früh morgens ging so ziemlich alles schief was nur schief gehen konnte, aber trotzdem habe ich alles noch geschafft.
Im Laden war heute die Hölle los, ich hatte kaum Zeit zum verschnaufen, aber das war gut! So verging auch die Zeit schnell.
Keewah war heute das erste Mal mit auf Arbeit und auch wirklich übertrieben brav. Ich bin unheimlich stolz auf meine Kleine. Sie war allerdings heute auch der einzige Hund im Hundekindergarten (also einfach ein Raum mit Hundebetten, Spielzeugen, Wassernäpfen). Mal sehen wie es wird, wenn auch andere da sind.
Der Heimweg war nochmal wirklich blöd. Bahn bzw. Schienenersatzverkehr verpasst, 30min durch strömenden Regen gelatscht etc.
Zuhause nicht viel besser, habe ich meine Kleine die ja schon völlig durchnäßt war gebadet. Als wir fertig waren und ich sie abtrocknen wollte, habe ich bemerkt, dass sie Flöhe hat. Also nochmal von vorne, nur diesmal statt Shampoo und Conditioner mit Flohshampoo.
Teppich gesaugt, Bett frisch überzogen, Katzenbett abgezogen, alle Decken und Polster aus den Hundekörbern gewechselt. Teil davon noch in die Waschmaschine gestopft.
Natürlich hat auch die Katze Flöhe (wahrscheinlich hat auch sie sie mitgebracht). Die kann ich aber nicht baden, und Flohmittel bekomm ich nun ja nirgends her bis Montag (ist ja nicht so als würde ich in einem Zooladen arbeiten, und dazu direkt neben einem Tierarzt, aber natürlich komm ich erst Abends drauf).
Also hab ich sie komplett mit einem natürlichen Insektenabwehrspray eingesprüht, in der Hoffnung, dass die Mistviecher BITTE DRAUSSEN das weite suchen.
Natürlich geht sie nun NICHT mehr raus. Sonst oft tagelang weg, weicht sie mir nun keinen Zentimeter von der Seite.

Morgen früh geht's für Keewah und mich mal wieder auf die Internationale Hundeausstellung.
Für uns natürlich nur zum zusehen, Keewah's Züchterin und eventuell Halbgeschwister und Verwandte treffen und natürlich zu meinem Lieblingsteil...SHOPPEN
Da leider der Eintritt für mich schon kaum bezahlbar ist, habe ich mir ein oberstes Limit gesetzt. Nämlich EIN neues Halsband, max. 3 Haarspangen, max. 3 Packungen Leckerchen, ev. 1 Sack Futter und einen Baumkuchen für mich.
Hört sich viel an, aber bis auf das Halsband und die Haarspangen (und natürlich den Baumkuchen) brauchen wir die Sachen sowieso und können die eventuell dort etwas billiger ergattern, was der Eintrittspreis allerdings natürlich wieder ausgleicht :D
Eigentlich können wir uns das nicht leisten, tun wir aber trotzdem. Weil wir es uns meiner Meinung nach verdient haben.
Ein bis zwei Mal im Jahr fahren wir zu so einer Ausstellung. Und sowohl Keewah als auch ich genießen die gemeinsame Zeit dort sehr. Keewah im siebten Himmel wegen der tausenden von Hundegerüchen und den ganzen Futter- und Leckerchenständen und für mich gibt es wohl nichts besseres als mit meinem Hund unter ca. drei-einhalb-tausend anderen Hundeschönheiten
Heißt allerdings auch: früh aufstehen, Hund zurecht machen, hoffen, dass das Wetter halbwegs passt, damit sie nicht wenn wir ankommen schon wieder aussieht wie ein Straßenköter, unter Menschenmassen gehen, und Bekannte treffen.
Letzteres macht mir dabei wohl gerade die größten Probleme, aber ich hab ja Kee mit, und somit werden wir das schon schaffen.
Die Vorfreude ist groß. Die Angst auch.


Euch allen aber erstmal eine gute Nacht und alles Liebe
<3

Freitag, 18. August 2017

Ach man, wie kann man nur so lebensunfähig sein?
23 und doch so hilflos wie ein Kleinkind.
Das kann doch gar nicht sein  ='(

Geht mir gut

Ihr Lieben,
macht euch um mich bitte keine Sorgen, es geht mir gut. Körperlich.

Ich bin gestern direkt eingeschlafen (im Bett), und erst um 3Uhr morgens wieder aufgewacht. Ich gestehe zu dem Zeitpunkt ging's mir wirklich nicht besonders. Meine Augen waren schwer wie Blei, mein Magen wollte alles loswerden, aber irgendwie kam nichts raus. Wahrscheinlich war er zu dem Zeitpunkt schon leer. Mir war auch einmal schwarz vor Augen und schwindelig.
Aber ich musste unbedingt den Käfig und das Terrarium der Mäuse sauber machen, weil heute Müllabfuhr-Tag ist. Das hab ich dann auch bis 4 Uhr gemacht und bin anschließend mit meiner Kleinen raus, weil ich das natürlich abends verpennt habe. Dann habe ich noch eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine gestopft und so eingestellt, dass sie heute morgen um 9 fertig ist. Denn da war noch mein Arbeits-Shirt für morgen dabei, dass unbedingt noch trocknen muss.
Danach habe ich mich wieder schlafen gelegt und bin kurz vor 10 wieder aufgewacht.

Seit dem ist soweit auch alles wieder gut. Meine Augen fühlen sich noch etwas schwer an, und mein Magen nervt etwas, aber eher weil er hungrig ist, als wegen der gestrigen Eskalation.
Daher gibts es nun auch Piccolinis und Orangensaft.
Und als Vorspeise etwas Tiroler Weingebäck mit Frischkäse.
Mal sehen was die Waage morgen dazu sagen wird.
Aber ganz ehrlich? Da scheiß ich jetzt drauf, ich brauch das gerade. Und im Vergleich zu dem was ich die letzten Tage und Wochen so gegessen habe, ist das ja Diätkost.

Psychisch geht's mir so lala
Also besser als gestern, aber nicht besonders gut.

Der morgige Arbeitstag trägt dazu auch gravierend bei.
Denn ich sollte schon wieder mit dem Chef reden, wegen der Stundenerhöhung und dem neuen Vertrag. Da er mich im neuen Plan für September wieder nur Samstag eingetragen hat, obwohl ausgemacht war, dass ich ab September 3 Tage bekomme.
Mein Trainer hat am Mittwoch noch ganz fest auf mich eingeredet, dass ich das unbedingt ansprechen soll, und mir zusteht Gewissheit zu haben, da ich mir sonst ja etwas anderes suchen muss. Und ich soll dem ganzen Nachdruck verleihen, damit mein Chef auch merkt wie wichtig es für mich ist.
Grundsätzlich weiß ich, dass er recht hat, aber ich weiß nicht wie ich mich dazu überwinden soll.
Es war schon eine wahnsinnige Herausforderung 2x nachzufragen.
Und jetzt auch noch ein drittes Mal. Ich weiß echt nicht ob ich das schaffe.
Morgen darf auch meine Kleine das erste Mal mit zur Arbeit was mich etwas nervös macht.
Sie wird zwar morgen der einzige Hund im Hundekindergarten sein, somit kann schon mal nicht viel passieren, aber aufgeregt bin ich trotzdem schon.

Alles liebe an euch

Donnerstag, 17. August 2017

TW - Tabletten, Alkohol, SVV, Suizidgedanken etc.

Draußen scheint die Sonne. Im Hintergurnd läuft auf meinem Laptop ein Hörbuch bzw. abwechsend dazu Musik. Vor mir liegen meine Lernutensilien, neben mir liegt mein Handy und daneben steht ein Gläschen vom abgestandenen Wein mit etwas Soda, dass kaum noch Sprudel enthält.

Meine Haut ist von einer Gänsehaut überzogen, mein Bauch tut etwas weh, weil er die Nahrung der letzten Tage immer noch nicht ganz akzeptieren kann.
In meinem Kopf ist es dunkel.
Viel zu dunkel.

Das Wiegeergebnis heute morgen war zu erwarten, trotzdem hat es mich getroffen wie ein Schlag in die Fresse.
Und weiterhin stopfe ich ununterbrochen Essen in mich, das mir gar nicht schmeckt.

Ich überlege mir einen Pullover anzuziehen. Den Gedanken verwerfe ich wieder, denn das habe ich nicht verdient. Ich sollte besser frieren.
Ich schenke mir Wein nach, der mir absolut nicht schmeckt. In der Hoffnung, dass er irgendwann das Gewicht in meinem Kopf leichter macht.
Ich überlege noch Tabletten einzuwerfen. Vielleicht wird die Wirkung dadurch etwas besser.

Ich war mir vollkommen sicher, dass mein Wissen für die letzte Prüfung wieder nicht gereicht hatte, aber es heute schwarz auf weiß zu sehen hat mir trotzdem nochmal in gewisser Weise den Boden unter den Füßen weggezogen.

Als ich gerade die Tabletten holen wollte, merkte ich, dass ich nichts mehr hier habe als ganz normale Schmerztabletten.
Ob die reichen werden um eine Wolke in meinem Hirn entstehen zu lassen und diese messerscharfen Gedanken etwas abzufedern?

Alles in mir sträubt sich diesen ekelhaften Wein zu trinken, aber ich zwinge mich dazu. Ich habe es verdient zu leiden.
Ich MUSS mich quälen.
Warum?
Weil ich ein Opfer bin.
Ich bin ein Opfer.
Da aber gerade kein Täter in der Nähe ist, muss ich diesen Part auch übernehmen.
Ich kann ein wundervoller Täter sein.
Wenn das Opfer ich bin.

Also spüle ich die erste Tablette mit einem Schluck Wein runter und bete, dass sich bereits bei der nächsten oder übernächsten eine Wirkung zeigt.

Keewah merkt schon wieder, dass etwas nicht stimmt. Sie jammert und weicht mir nicht mehr von der Seite.
Auch sie ist wieder Opfer. Dabei hat sie es nicht verdient. Aber ich bin der Täter, auch für sie.
Tränen steigen mir bei diesem Gedanken in die Augen, aber sie kommen nicht raus. Denn würde das Opfer-Ich weinen, würde das Täter-Ich umso härter handeln.

Die nächste Tablette folgt.
Das nächste Gläschen Wein folgt ebenso.

Ich habe heute noch einiges zu erledigen.
Es scheint jedoch unmöglich mich dazu aufzuraffen.

So weit unten wie heute war ich schon länger nicht mehr.

Es fühlt sich an als würde sich in meinem Kopf lansam etwas tun. Aber so schnell kann doch gar keine Wirkung einsetzen.
Die Wirkung in meinem Magen kann ich allerdings nicht abstreiten. Der beginnt langsam zu rebellieren.
Sein Problem.


Eine einzige Nachricht würde vielleicht sogar reichen um mich von dem kalten, harten Boden hochzuziehen. Ich glaube es wäre sogar egal von wem.
Einfach eine ERNSTGEMEINTE Nachricht mit dem Satz: "Wie geht es dir?", oder "Alles klar bei dir?" oder " Ich mag dich", oder " Du fehlst mir", oder auch nur etwas ähnliches.
Aber da ist niemand.
Da bin nur ich. Ich das Opfer. Und ich der Täter.
Ich wünschte der Täter würde endlich über sich  hinauswachsen und das Opfer töten.


Stattdessen fülle ich das Weinglas erneut auf, esse weiterhin Zeug das mir nicht schmeckt und hole die Klinge aus dem Kasten (sogar dahin folgte mir meine Kleine).
Ich sagte doch, ich sei ein guter Täter.
Würde ich mein Opfer töten wäre ich ja nicht gut. Denn solange mein Opfer lebt, kann ich es wunderbar weiterhin verstümmeln.

Geistesblitz!
Die anderen Tabletten sind in dem Karton. Somit kann die Folter nun erst richtig beginnen.
Die letzte, übrige Tablette des einen Antidepressivum folgt.

Immerwieder greife ich nach meinem still-schweigendem Handy und schaue nach, ob nicht doch eine Nachricht eingetrudelt ist. Sehr unwahrscheinlich, da ich das ja gehört hätte.
Nichts. Niemand.
Also folgt die nächste Tablette eines anderen Antidepressivums.

Jap, langsam stellt sich ein eichter Nebel ein. Alles wirkt etwas surreal. Aber das ist noch nicht die Wirkung die ich erzielen wollte. Somit folgt die nächste Ad-Tablette. Und damit natürlich auch der nächste Schluck Wein.
Und danach muss ich dringend mal auf die Toilette (sorry für diese unnötige Info, aber so viel Flüssigkeit kennen meine Nieren und meine Blase auch nicht :D )
Denn normalerweise gibt der Täter dem Opfer nicht viel zu trinken.

Aber davor fülle ich noch das Glas ein weiteres Mal.
Gott, kann diese Flasche nicht endlich leer sein?

Jap, ich kann bestätigen, dass Koordination langsam etwas schwerer fällt. Aber da geht noch VIEL mehr.
Haha da klappt man den Beiüackzettel auf, weil man gucken will, was bei Überdosis steht (nicht dass ich davon schon eine hätte) und das erste was man sieht ist: "Verfalldatum beachten!" Ich guck auf das Verfalldatum: 12/2016  :D

Oh langsam setzt wohl wirklich die Wirkung ein. Ich kann noch nichtmal geradeaus gucken :D
Sorry, ja ich finds lustig.
Ist übrigens sehr intelligent, wenn man sich schneidet und noch nichtmal ein Taschentuch bereit gelegt hat. Aber auch egal, sieht ja sowieso keiner.
Vermutlich wird es noch nichtmal jemand lesen.
Wer gibt sich auch schon freiwillig mit so einem verfickten Dreck wie mir ab!
Ich bin so ein ekliges, fettes, hässliches, unfähiges, böses Monster.
Ich sollte von hier verschwinden. Endgültig.
Aber das kann ich ja nicht.

Ein weiteres Glas Wein folgt.
(Ach ich schreib das übrigens deswegen so genau auf, weil ich nicht weiß, wie es enden wird. Falls ich mich nicht mehr daran erinnern kann, dann kann ich hier nachlesen. Naja und die Wunden brauche ich nicht dokumentieren die sehe ich ja auch in den nächsten Tag noch)
Und ich muss auf Toilette XD  Das könnte sich als schwierig herausstellen. Aber erst wird das Glas gefüllt!

Ich dachte ja immer, man könne sich häßliche Menschen schön trinken, aber ganz ehrlich?
Ich seh immer noch genauso scheiße aus wie vorher. Ich glaube ich bin einer der häßlichsten Menschen der Welt.
Ich hatte ja immer die Hoffnung, dass andere Blogger auch keine Schönheiten sind, und es denen ähnlich geht wie mir, aber jetzt wo die meisten auch auf Instagram sind, oder mal ein Foto posten, ist mir bewusst geworden, dass alle anderen Blogger hübsch sind. Und zwar wirklich hübsch. Nur ich nicht. Ich bin Abschaum.

Ach übrigens merke ich es nun ziemlich, also keine Ahnung wie lange ich noch hier sitzen kann. Aber ich habe mir vorgenommen, sollte ich mich freiwillig dazu entschließen mich hinzulegen, dann nicht ins Bett, sondern nur auf den Boden. Denn ein Bett verdiene ich nicht.
Hmmm, hab ich eigentlich die dritte AD-Tablette erwähnt die ich nun intus habe? Nö, glaube nicht.
Also es steht nun 2:1:3 für Schmerztablette: AD1: AD2

Ich weiß nicht mehr wie das Verhältnis das letzte Mal war, aber es waren insgesamt 7, und der nächste Tag war HORROR  (Bewusstlosigkeit etc.), und das ganz ohne Alkohol.
Deshalb bin ich nun unsicher wie ich weitermachen soll.
Aber mir ist klar, dass ich dieses blutige T-Shirt danach in den Müll werfen kann.
Ein weiteres Glas Wein folgt.

Ich hätte aufschreiben sollen, um wieviel Uhr ich diesen Post gestartet habe, aber ich glaube um kurz vor 15Uhr. Nun haben wir 16Uhr, und das tippen wird immer schwerer. Bitte Entschuldigt, aber ich bemühe mich wirklich sehr.

Meine Kleine findet das alles nicht so lustig. Ich habe ihr gerade frisches Wasser gegeben, auch wenn die Schüssel nur halbvoll ist, weil der Rest am Boden verteilt ist.

Wisst ihr was schräg ist?
Ich wünsche mir, jemand würde mich so finden und in eine Klinik transportieren.
Aber das wird nicht passieren.

Ich würde am liebsten an meinem Arm weiter arbeiten.
Aber ich darf einfach nicht.
Es würde zu sehr auffallen.
Dabe ibräucte ich das gerade so SO dringend.
Es fühlt sich an als wäre es das einzige das helfen würde.


Die Frage lautet: "Eine weitere Tablette, hinlegen, oder endlich mit den Pflichten beginnen?"
Da sich letzteres als sehr schwierig gestaltet, wenn man sich alles dreht und die Augen schwer wie Blei sind, zweiteres dem Täter nicht gefällt bleibt wohl nicht viel übrig.

Da ich aber meine Augen kaum noch offen halten kann, werde ich wohl dich hinlegen wählen.
In der Hoffnung dabei zu verrecken.
Sorry, aber ich würde wirklich gerne sterben.
Wirklcih wirklich wirklich.
Ich bin so am Ende.
Ich hasse dieses Lebem.


Mittwoch, 16. August 2017

wundervolle Tage

Ihr Lieben,

heute gibt es einen grundsätzlich positiven Post.
War in letzter Zeit ja doch eher selten der Fall :D

Die letzten Tage waren zwar anstrengend, aber gleichzeitig auch wundervoll.
Sonntags bin ich mit meiner Keewah zu meinen Eltern gefahren und war dann Abends noch mit ihr, meinem älteren Hund und meinem Bruder wandern bzw. würde ich es eher als etwas größeren Bergspaziergang bezeichnen :D Aber das ist natürlich Ansichtssache.
Ganz egal wie man es nennen will, es war schön.
Mein Bruder hat ganz viel von sich und seiner Arbeitsstelle erzählt. Es freut mich, dass er sich mir anvertraut und es freut mich auch, dass er mal alles rauslassen konnte. Denn auch wenn er sich so nichts anmerken lassen würde, merkte ich, dass es da schon einiges gibt was ihn sehr belastet.
Montags sind wir (also wieder mein Bruder, meine Kleine und ich) dann ganz früh losgefahren nach Osttirol zu seiner früheren Küchenchefin die dort ein eigenes Restaurant besitzt. Und was für eines!
Wer mir auf Instagram folgt hat vielleicht einen Teil unseres Hauptgangs gesehen. Es war wundervoll.
Anschließend gingen wir wandern und kehrten danach nochmal in das Restaurant zurück wo wir uns eine himmlische Nachspeise gönnten und verabschiedeten bevor wir uns wieder auf die mehrstündige Rückfahrt begaben.
Ein weiterer traumhafter Tag.
Damit aber noch nicht genug.
Gestern ging es schließlich wieder früh morgens los auf eine weitere Wanderung. Die Motivation ließ bei uns Zweibeinern etwas zu wünschen übrig, da wir doch noch sehr müde waren, aber wir zogen es durch und wurden mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.
Am frühen Nachmittag waren wir wieder zuhause und ruhten uns alle etwas aus. Abends wurden wir bei Verwandten zum Grillen eingeladen. Da ich mich unter meinen Verwandten nicht wohlfühle wollte ich schon zuhause bleiben, aber habe mich dank dem schlechten Gewissen doch dazu überwunden mitzufahren. Ich war zwar etwas angespannt, aber es gab dieses Mal eigentlich keine Zwischenfälle und somit war ich wirklich zufrieden mitgefahren zu sein.

Heute sind Keewah und ich dann wieder in unsere Wahlheimat gefahren.
Es waren wirklich WIRKLICH wundervolle Tage, die ich sehr genossen habe.

Ein kleines "ABER" kommt trotzdem noch.
Denn heute ist nicht einfach. Zum Einen fällt es mir heute sehr schwer unter Menschen zu sein, weshalb ich unter Dauerstrom stehe und sehr gereizt und nervös bin. Daher wollte ich das Training heute ausfallen lassen, da ich aber schon zugesagt habe werde ich wohl oder übel doch hingehen.
Zum Anderen habe ich natürlich auch wieder etwas zugenommen. Da das von den letzten Wochen natürlich auch noch nicht wieder abgenommen war summiert sich das ganze. Und das ist im Moment wirklich sehr schwer auszuhalten.

Leben hat einfach mehr Gewicht als mir lieb ist.
Es wäre langsam an der Zeit sich zu entscheiden zwischen 'Leben' und 'unnormal dünn sein'
Denn wenn mir etwas klar geworden ist in den letzten Tagen, dann, dass beides nicht möglich ist.
Wenn ich leben will, und wandern und Sport treiben und die Zeit genießen und unter Menschen sein will bleibt mir nichts anderes übrig als zu Essen um die Kraft dazu zuhaben.
Es scheint zur Zeit noch unmöglich das zu akzeptieren, aber ich denke, dass es schon ein erster Schritt ist, dass mir das bewusst geworden ist.

Somit wünsche ich euch noch einen schönen Abend.
Ich werde mich nun fertig machen für's Training und allen Mut zusammen nehmen um hinzugehen.
Obwohl ich mich mit meinem unmöglich hohen Gewicht eigentlich gar nicht traue.

Freitag, 11. August 2017

Gedanken-Kotze und die deutsche Sprache

Vielleicht sollte man nicht alles ernst nehmen, was man in solchen Situaionen, in so einer emotionalen Lage tippt.
Vielleicht sollte man aber auch genau das ernstnehmen.
Keine Ahnung.

Wie ich ja vorhin erwähnt habe muss ich morgen Arbeiten, und habe auch das Gespräch mit dem Chef.
Wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt, um die übrige Flasche Wein (die noch fast voll ist) alleine zu leeren.
Wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt, sich alles aufzuschneiden, was man irgendwie verdecken kann.
Und wahrscheinlich auch nicht der beste Zeitpunkt um sich ein Depri-Lied nach dem nächsten anzuhören, sich eines der traurigsten Bücher die man im Bücherregal stehen hat zu holen und darin zu lesen ("Was fehlt wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner), noch mehr Zigaretten zu rauchen obwohl man weiß, dass man soviel Nikotin als Gelegenheitsraucher nicht gut verträgt und der Hals schon kratzt.

Trotzdem sitze ich hier und mache genau das.
Warum?
Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß.
Weil es besser ist, sich mit allem was man zur Verfügung hat zu betäuben, abzulenken, zu zerstören, wenn man nicht weiß wie man die nächsten Stunden überstehen soll.

Weil man irgendwie versuchen muss zu überleben.
Weil es die einzige Möglichkeit ist sich irgendwie über Wasser zu halten während man innerlich ertrinkt. Ertrinkt in Selbsthass, in Einsamkeit, in Hilflosigkeit, in Überforderung und in Traurigkeit.
Weil es die einzige "Hilfe" ist, die man sich in dem Moment holen kann.

Ich möchte einfach nur gehen. Und damit meine ich noch nicht einmal unbedingt 'aus dem Leben gehen', sondern einfach nur gehen. In der ganzen Einfachheit dieses Wortes. Ich möchte einen Fuß vor den anderen setzen.
"gehen" hat viele Bedeutungen. Wie alles andere auch.
1. sich in aufrechter Haltung auf den Füßen schrittweise fortbewegen
2. eine bestimmte Strecke gehend zurücklegen
3. sich [mit bestimmter Absicht] irgendwohin begeben
4. einen Ort verlassen; weggehen
5. sich in einer bestimmten Lage, Verfassung befinden

"gehen" hat aber auch andere Bedeutungen, wie:
(umgangssprachlich) mit jemandem ein Freundschafts- oder Liebesverhältnis haben
und viele mehr

Interessant daran ist allerdings die Herkunft des Wortes "gehen":
mittelhochdeutsch, althochdeutsch gen, gan, ursprünglich = verlassen, fortgehen; leer sein, klaffen

Ja nun, ich würde gerne gehen. Vermutlich würde ich mich nicht in aufrechter Haltung fortbewegen, sondern mit hängenden Schultern und gesenktem Blick. Ich würde eine bestimmte Strecke gehend zurücklegen und mich irgendwohin begeben, tatsächlich mit einer bestimmten Absicht, nämlich der Absicht diesen Ort zu verlassen und wegzugehen. Denn in der Lage in der ich mich befinde, und in meiner derzeitigen (mittlerweile wohl schon längerfristigen) Verfassung geht es mir nicht gut.



Aber ich gehe mit niemandem. Ich habe kein direktes Freundschafts- oder Liebesverhältnis.
Ich bin einsam.
Wo wir beim nächsten Wort sind.
Auch "einsam" hat verschiedene Bedeutungen. Im Gegensatz zu den Bedeutungen von "gehen", treffen die Bedeutungen von "einsam" alle bei mir zu.
1. für sich allein, verlassen; ohne Kontakt zur Umwelt
2. als [mehr oder weniger] einziges seiner Art [vorhanden, zu sehen]
3. abgelegen, abgeschieden
4. menschenleer, unbewohnt

Die Herkunft von "einsam" ist etwas komplexer als von "gehen".
Die esrte Silbe "ein" bedeutet zu mittelhochdeutsch 'allein'
Das Suffix "-sam" hat mehrere Bedeutungen, je nachdem ob man dieses Suffix an ein Verb hängt oder wie in diesem Fall an ein Substantiv.
"-sam" an einem Substantiv bedeutet, dass die beschriebene Person oder Sache von etwas erfüllt ist oder etwas bereitet. Die Herkunft von dem ürsprünglich eigenständigen Wort "sam" ist in diesem Fall nicht relevant, weshalb ich darauf auch nicht näher eingehen werde.

Ich bin einsam, weil ich für mich allein bin. Ich bin "erfüllt" vom "allein sein". Irgendwie bizarr hier das Wort 'erfüllt' zu nennen. Mit dem Wort 'erfüllt' assoziiert man doch eher etwas Positives. Trotzdem eine gute Wahl, denn nicht immer ist alles wie es scheint.
Oberflächlich besteht Kontakt zur Umwelt, aber dieser Kontakt dringt nicht bis in mich ein. Er erfüllt mich nicht, diesen Platz nimmt eben schon das 'allein sein' ein.
Ich bin nichts besonderes, aber ich sehe mich trotzdem als mehr oder weniger 'einziges' meiner Art. Denn ein zweites Mal gibt es mich nicht. Jeder ist mehr oder weniger einzigartig. Also 'einzig' in seiner 'Art'.
Ich lebe in einem Dorf, in einem Haus mit mehreren Wohnungen. Demnach habe ich unmittelbare Nachbarn, dennoch bin ich abgeschieden. Wände trennen mich von diesen Menschen deren Namen ich noch nicht einmal weiß.
Natürlich ist meine Wohnng nicht 'menschenleer', schließlich befinde ich mich darin.
Jedoch trifft auch nicht jede Bedeutung des Wortes 'Mensch' auf mich zu. Interessanterweise auch nicht die Herkunft des Wortes. Denn die ürsprungliche Bedeutung von 'Mensch' beziehungsweise dem Wort 'mennisco' oder dem älteren 'mannisco' ist "der Männliche".
Und auch wenn ich vielleicht nicht allzu weiblich erscheine bin ich auch bestimmt noch viel weniger männlich. Somit ist meine Wohnung irgendwie doch "menschenleer" und daraus folgend bin ich wiederum einsam.

Ich beende nun diesen "Exkurs" in die deutsche Sprache.
Vielleicht hat tatsächlich jemand bis hier her gelesen und denkt sich, dass die Flasche Wein wohl schon geleert sein muss.
Da muss ich dich lieber Leser/liebe Leserin leider enttäuschen. Die ist noch fast genauso voll wie zu Beginn meines Wort-Erbrechens und meiner Gedanken-Kotze.
Das einzige was während meinem chreib-Erguss vor sich hin sprudelt ist der sogenannte Lebenssaft. Und dieses Wort "Lebenssaft" hat tatsächlich nur eine einzige Beteutung laut Duden. Es ist ein anderes, dichterisch verwendetes Wort für Blut.

Vermutlich erscheint dieser Post ziemlich sinnbefreit. Aber wie gesagt: Es ist nicht alles wie es scheint.
Was ich damit meine?
Ganz einfach! ch trinke mein Glas (1/8 Glas) Wein mit Soda noch aus, während die restliche Flasche sich wieder im Kühlschrank befindet. Auch die Packung Zigaretten liegt bereits am Küchentisch und befinden sich somit ausser Reichweite.
Soll heißen, ich habe mich zumindest etwas mehr unter Kontrolle als noch vor einigen Minuten.

Soll aber nicht heißen, dass ich nicht immer noch darüber nachdenke auf dem Boden zu schlafen, weil ich es nicht verdiene in einem Bett zu nächtigen.
Auch bei den bisher gerade mal 12 'roten Linien' wird es nicht bleiben.
Mit jeder Minute, mit der der morgige Tag näher rückt werde ich angespannter. Mit jeder vergehenden Minute wird mir etwas mehr bewusst, dass es schwer bis unmöglich werden wird einzuschlafen bevor der Wecker klingelt (ja, auch im warmen, weichen Bett).
Immer stärker versuchen mich die Stimmen dazu zubewegen einfach nicht hinzugehen, wegzulaufen, zuverschwinden, mir etwas zuzufügen um nicht hingehen zukönnen. Immer öfter spüre ich Tränen in den Tränenkanälen aufsteigen die ich aber wie so oft runterschlucke, der Kloß im Hals der immer größer zuwerden scheint, erleichtert diesen Umstand nicht unbedingt.
Da mein Verstand aber immer noch im Hintergrund mit aller Kraft schreit, ich solle mich 'nicht so anstellen', mich 'mal zusammenreißen' und nicht auch noch den letzten Rest meiner Zukunft in den Sand setzen, werde ich nun diesen Post beenden. Ich werde in den nächsten paar Minuten die Klingen verstauen und in den nächsten Stunden  versuchen (in meinem Bett!) einzuschlafen. Nach dem Klingeln des Weckers werde ich aufstehen, 40min mit dem Hund gehen, mich fertig machen, zur Arbeit fahren, den Tag irgendwie überstehen und morgen Abend weiter in meinem Selbstmitleid schwelgen.
Auch wenn das Schreien meines Verstandes sich für mich nur noch anhört wie ein leises, heiseres Flüstern versuche ich immer noch krampfhaft seiner Stimme zu folgen, anstatt der lauten Stimmen meiner selbst erschaffenen Monster die in mir Leben und versuchen die Herrschafft ansich zureißen, was sie vermutlich auch irgendwann schaffen werden.

Filmempfehlung

Jetzt hätte ich euch beinahe einen wundervollen Film vorenthalten.
Ich bin zufällig darauf gestoßen und bin sehr begeistert von dem Film. Inhaltlich top, und die Umsetzung grandios. Dabei auch noch ohne zu stark zu triggern. Also das gilt für mich, aber passt trotzdem auf, denn im Bereich Vergewaltigung, sexueller Missbrauch könnte es für den ein oder anderen ev. schon stark triggernd sein.
Der Film basiert auch auf wahrer Begebenheit. Kann ich wirklich nur empfehlen.

So und nun wo ihr alle ganz gespannt seit, von welchem Film ich spreche:
"Girl On The Edge"

 Hier noch der Trailer, hab leider keinen auf Deutsch gefunden

Je höher das Hoch...

... desto tiefer das Tief.

Oder auch:
Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall.
Je weiter du oben bist, desto härter der Aufschlag.

Was für eine Woche.
Montags war ich abends noch im Training, bevor dann auch meine beste Freundin kam. Wir haben an dem Abend nicht mehr viel gemacht.
Am Dienstag haben wir erstmal etwas länger geschlafen, danach fuhren wir zu meiner Arbeitsstelle um paar Sachen einzukaufen. Da sie mit dem Auto da war, und die großen, schweren Sachen blöd zu transportieren sind mit den Öffis hab ich das gleich ausgenutzt. Danach haben wir uns eine Fleischkäse-Semmel gegönnt und ein B&J's.
Anschließend sind wir nach Hause und auch gleich nochmal in einen Lebensmittelladen um für den nächsten Tag einzukaufen.
Abends sind wir noch mit der Seilbahn auf eine Alm hochgefahren, hatten aber leider nur ein paar Minuten bis die letzte Bahn wieder runter fuhr. Danach ging es noch in eines der besten Burger-Restaurants der Stadt. Wieder zuhause tranken wir etwas Wein, quatschten, spielten "Stadt,Land,Fluss" und hatten es einfach schön bis 2 Uhr morgens.

Mittwoch kam dann Mittagss meine andere Freundin mit ihrem Hund. Gemeinsam genossen wir noch ein großes Frühstücksbrunch bis meine beste Freundin dann auch aufbrach. Die andere Freundin und ich gingen am Nachmittag stundenlang mit unseren Hunden spazieren. Wir haben sooooo viel geredet, das erste Mal seit wir uns vor mittlerweile fast 5 Jahren kennenlernten auch über sehr persönliche Themen. Ich habe so vieles über sie erfahren. Leider nicht nur schönes. Aber es bedeutet mir unglaublich viel, dass sie mir immer mehr anvertraut.
Ich denke, es gibt nichts schöneres als zu spüren, dass ein anderer Mensch jemanden in einem gefunden hat, dem er sich öffnen kann.
Es gibt noch viele Dinge die ich nicht über sie weiß, aber das macht nichts. Sollte sie irgendwann so weit sein, wird sie sich noch mehr öffnen und ich werde da sein um ihr zuzuhören. Ganz egal wann das sein wird, ob es nochmal 5 Jahre dauert oder vielleicht auch 10 oder nie sein wird. Das ist völlig okay!
Auch ich habe ihr ein paar Probleme von mir anvertraut, die meisten davon haben sie doch sehr überrascht. Ich glaube sie hat nicht damit gerechnet, dass ich viele meiner Probleme nach aussen hin so gut überspielen kann.
Gestern sind wir dann um 5 Uhr aufgestanden und um 6 Uhr haben wir bereits unsere Wanderung gestartet. Eine etwas abenteuerliche Wanderung, die aber gleichzeitig auch wunderschön war. Die Aussicht war leider einfach nur grau, denn es war so starker Nebel, dass man kaum mehr als 10m gesehen hat. Um kurz vor 9Uhr haben wir die Alm auf 1800m erreicht und lecker gefrühstückt. Wir mussten auch bald wieder aufbrechen, damit meine Freundin ihren Zug um 13 Uhr erwischte.

Den restlichen Tag habe ich verschlafen.
Heute morgen habe ich mich mit einer weiteren Freundin getroffen, um wie beinahe jede Woche mit den Hunden zu trainieren. Auch das war schön.
Nach dem Training, hat sie mich noch auf einen Kaffee und ein Brötchen eingeladen.
Aufgrund einer unbedachten Aussage meinerseits, kam sie blöderweise auf den Gedanken ich könnte Probleme mit dem Essen haben.....
Tja, was soll ich sagen. Blöd gelaufen.
Sie meinte auch, ihr wäre sehr wohl aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen abgenommen habe wollte aber erstmal nichts sagen. Sie meinte auch, das wäre nicht mehr schön gewesen und zu dünn. Ich wäre ja eine Frau und bin auch sportlich. Es wäre schon gut, wenn ich etwas zunehmen würde.
sie hat tatsächlich auch von verzerrtem Wahrnehmungsbild gesprochen etc.

Das was mir an ihren Worten am meisten Angst macht, ist, dass sie wohl, aus welchen Gründen auch immer, zu wissen scheint wovon sie spricht. Was das ganze für mich etwas erschwert.
Ich kann's nicht gut erklären, aber wisst ihr was ich meine?
Natürlich weiß heutzutage fast jeder in einem gewissen Maß über Esstörungen, Magersucht etc. bescheid, aber nur ganz grob. Diese Leute kann man ganz gut abwimmeln, vom Gegenteil überzeugen, anlügen, etc.
Aber jemand der etwas mehr Wissen darüber hat, der durchschaut sowas halt ganz schnell.

Hmmm, schwierige Situation.
Entweder bin ich in letzter Zeit sehr unvorsichtig geworden, oder meine Masken beginnen langsam zu bröckeln. Denn in den letzten Wochen sind immer mehr Gespräche mit immer mehr Menschen in meinem Umkreis auf solche Themen hinausgelaufen.
Es wissen viel zu viele Menschen viel zu viel über mich.
Und es wird immer schwieriger den Schein zu wahren.

So viel dazu.
Nun zur Überschrift.

Sobald ich wieder alleine bin, wiegt die Einsamkeit so viel mehr als davor.
Es tut so weh plötzlich wieder alleine dazusitzen und zu wissen, dass es unwahrscheinlich ist innerhalb des nächsten Jahres wieder mal Besuch zu bekommen.
Es ist ganz schwierig für mich nun wieder alleine klar zu kommen. Jetzt wo dieses Gefühl von Freundschaft, sozialem Anschluss, Glücklichsein, Freude empfinden, das Gefühl von Leben noch so nah scheint, aber gleichzeitig auch wieder so ungreifbar fern ist.
Ich weiß nicht wie ich es schaffen soll das auszuhalten.
Dazu kommt, dass ich in der letzten Zeit wirklich sehr SEHR viel zugenommen habe.
Ich stehe wieder an der Grenze zur 50, dabei wollte ich doch bald an der Grenze zur 40 sein.

Es kommt mir vor als würde wirklich alles in die falsche Richtung laufen. Als würde ich mich immer noch mehr verlieren.

Die Angst vor Morgen ist auch sehr groß. Morgen werde ich das Gespräch mit meinem Chef haben wegen dem neuen Arbeitsvertrag.

Im Moment fühle ich mich aber, als würde ich vor einer meterhohen, unüberwindbaren Mauer stehen und je öfter ich Anlauf nehme und versuche sie zu überwinden, desto öfter knall ich mit dem Kopf dagegen und werde immer weiter zurückgeschleudert, während die Wand gleichzeitig immer höher wird.
Es scheint alles so aussichtslos.

Trotz allem, habe ich die letzten Tage wirklich sehr genossen.

Sonntag, 6. August 2017

Aus der Bahn geworfen

Ein kurzer Anruf meiner besten Freundin, eine Banalität und schon gerät meine Welt wieder etwas aus den Fugen.

Sie weiß noch nicht, ob sie morgen tatsächlich kommt, und wenn sie kommt wann.
Das hängt alles davon ab, ob ihr Bruder dienstags arbeiten muss oder noch frei hat, und der erfährt das erst morgen.
Nach mehr als einem Jahr, ewigem gerede sie würde mich besuchen kommen, scheint es nun wieder ins Wasser zu fallen. Mein Verstand weiß, dass das nichts mit mir persönlich zu tun hat. Aber mein Ich nimmt es sehr persönlich.

Ich bin nicht gut genug.
Ich bin es nicht wert besucht zu werden.
Mit mir ist es lagweilig.
Sie will mich nicht sehen.
Niemand hat bock etwas mit mir zu unternehmen.
Keiner ist gerne in meiner Gesellschaft.
usw.


Diese Gedanken spuken nun wieder ohne Pause in mir herum.
Es verunsichert mich wahnsinnig.
Was, wenn auch die andere Freundin, die ja von Mittwoch auf Donnerstag kommt und heute auch paar Stunden da war, gar nicht kommen will? Wenn sie es nach den 3h schon bereut sich nochmal angekündigt zu haben? Was wenn sie sich nun gezwungen fühlt und gar nicht bei mir sein will?
Was, wenn mich meine Arbeitskollegen nicht für mehr Stunden haben wollen? Wenn sie schon an dem einen Tag von mir genervt sind und mich nicht 3 Tage lang ertragen wollen?
Was, wenn mich die Leute in den Vereinen gar nicht mögen? Wenn ich die nur nerve und störe? Wenn ich denen unsymphatisch bin?
Was, wenn mich keiner mag? Wenn die alle über mich lästern wenn ich nicht da bin? Wenn schlecht über mich geredet wird?

Dazu kommt, dass ich ihr gesagt habe, dass ich morgen Abend ins Training gehen muss/will/werde. Ich dachte ja sie kommt bereits Mittags und es wär nicht so schlimm wenn ich abends mal kurz weg bin. Aber wenn sie nun morgen überhaupt kommt, dann wahrscheinlich erst gegen Abend. Wär ja ziemlich blöd, wenn ich dann nicht da bin und sie stundenlang vor der verschlossenen Tür steht.
Ausserdem ist es in dem Fall auch absolut unhöflich, wenn ich dann auch noch ins Training gehe wenn sie kommt.
Aber ich kann Mittwoch auch schon nicht hin, und einmal die Woche MUSS ich einfach.
Wenn sie morgen nicht kommt, kommt sie am Donnerstag meinte sie.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Wär gut, weil ich dann morgen beruhigt training gehen könnte, aber blöd, weil sie da wohl auch erst später kommen würde, und wir dann nur Freitag hätten, weil ich Samstags ja arbeiten muss.


Eine kleine Sache die nicht nach Plan verläuft und ich bin schon wieder völlig überfordert. Wie kann das sein? Das sollte doch kein großes Ding sein. Ist es aber. Für mich.

Dazu hatte ich letzte Nacht auch wieder Albträume und generell kaum geschlafen.
Meine Trainer wollten ja unbedingt, dass ich an einem Wettkampf teilnehme was mich ziemlich gestresst hat. Hab das ja mit einem auch schon besprochen, dass das psychisch für mich zu viel ist.
Und trotzdem träume ich natürlich ausgerechnet davon: Als ich noch nicht mal bei einem Wettkampf, sondern bei einer kleinen Vorführung auftreten sollte, gemeinsam mit anderen, habe ich so Panik gekriegt, dass ich als ich an der Reihe gewesen wäre, meinen Kram gepackt hatte und weinend weggelaufen bin. Mein leitender Trainer war sowas von stinksauer. 

Ich werde nun versuchen mich noch mit der Klinge etwas zu betäuben und zu beruhigen, damit ich diese Nacht überstehe und den morgigen Tag auf mich zukommen lassen. Ich muss mich nun damit abfinden, dass ich da erstmal nichts genaues planen kann, sonder abwarten und dann spontan entscheiden.
Das macht mir echt zu schaffen.



Weil es immer noch so verdammt weh tut.

Ach ja, ernährungstechnisch lief gestern und heute, nicht optimal aber für's erste okay.
Ab morgen wird es hoffentlich wieder deutlich besser.

Gute Nacht ihr Lieben,
und danke, dass ihr da seid.

Samstag, 5. August 2017

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Manche Leute lernen auch nicht aus Fehlern und fressen einfach weiter.
Aber gut, es hätte schlimmer kommen können.
Gewogen habe ich mich heute nicht. Ab morgen mache ich das aber wieder täglich.

Ich habe heute eine Chance genutzt, all meinen Mut zusammen genommen und bin über meinen Schatten gesprungen. Ob das gut war?
Ganz ehrlich?
Ich habe KEINE Ahnung.
Aber es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder es war gut, und wird mir helfen etwas besser klar zu kommen, oder es wird mich noch mehr zerstören.
Ich habe meinen Chef heute um mehr Stunden gebeten. Das heißt, ich werde vorraussichtlich ab September nicht mehr 8h arbeiten, sondern 25h pro Woche.
Die Bedingung meinerseits war, lieber 20h, aber höchstens 25. Wenn 25, dann aber nur wenn ich meinen Hund mitbringen kann.
Die Bedingung seinerseits war, 25h und, dass ich trotzdem weiterhin jeden Samstag arbeiten muss, Meine Kleine darf ich mitbringen, wenn es in unserem Hundekindergarten funktioniert.
Davon gehe ich aus, da zur Zeit meistens nur noch ein anderer Hund im Hundekindergarten ist, und ich davon überzeugt bin, dass meine Keewah mit dem gut klarkommen wird.
Er überlegt sich genaueres aber bis nächste Woche und gibt mir dann bescheid.

Hört sich für die meisten von euch, wahrscheinlich ziemlich.....naja unwichtig, banal, keine Ahnung, nach keiner großen Sache an.
Für mich bedeutet das aber ganz, ganz viel. Sowohl positiv, als auch negativ.

Was gut ist:
- ich habe eine Autoritätsperson angesprochen und sogar um etwas GEBETEN
- ab Oktober wäre meine Miete + Strom + Versicherung GEDECKT!
- mein Hund darf mit, was mir den Weg zur Arbeit und zurück sehr erleichtert
- ich bin grundsätzlich 3 Tage die Woche den ganzen Tag beschäftigt (keine Zeit um mich in der Depression zu verlieren und in negativen Gedanken und Einsamkeit zu verheddern)
- ich würde mehr einbezogen werden, neue Aufgaben bekommen, Erfahrung und Wissen sammeln

Was mir Angst macht:
- der letzte Punkt von oben: ich hätte mehr Aufgaben, das heißt auch viel mehr Verantwortung
- ich muss weiterhin jeden Samstag arbeiten, hatte gehofft, dass sich das dadurch ändern würde
- ich kann nicht mehr so regelmäßig zum Taekwondotraining gehen
- ich weiß nicht ob ich dem Druck standhalten kann; der eine Tag hat mich schon so gestresst, dass ich oft die Nacht davor gar nicht schlafen konnte; Ich weiß sehrwohl, dass 25h nichts sind, und ich in meinem Alter Vollzeit arbeiten müsste und nicht wegen der paar Stunden herumjammern, aber es ist eine so unglaublich riesige Herausforderung für mich, dass mir während ich das hier tippe Tränen in die Augen steigen.

Ich versuche es wirklich positiv zu sehen und als Chance die ich nutzen möchte.
Schon allein der Gedanke, monatlich die Miete bezahlen zu können tut gut. Damit würde schon eine große Last von mir fallen.
Aber wie gesagt, es wehrt sich trotzdem alles in mir.

Es tut gut zu wissen, dass ich im Notfall immer noch aufgeben kann und mein Leben beenden.
Hört sich vielleicht blöd an. Aber zu wissen, dass es diesen Ausweg gibt erleichtert mir das alles etwas.

Nun werde ich versuchen mich wieder etwas zu beruhigen und in den nächsten Stunden versuchen zu schlafen. Morgen muss ich früh aufstehen und meine Wohnung in Ordnung bringen, da meine Freundin (die dann acuh von Mittwoch bis Donnerstag hier sein wird) kurz vorbei kommt um einen Brief abzuholen.
Gut, dass ich absolut nichts zu essen hier habe und ihr auch außer Wasser und Tee nichts zu trinken anbieten kann.
Was bin ich für eine grandiose Gastgeberin.

Alles Liebe an euch
eure St.

Freitag, 4. August 2017

dumm, dümmer,...

Ich bin das dümmste Lebewesen dieser Erde.
Und ich habe Angst.

Aber mal ehrlich, keiner ist so blöd wie ich.
Da versuche ich monatelang abzunehmen und schaffe es auf 44,x kg und dann fresse ich mich innerhalb von wenigen Tagen auf fast 48kg rauf.
so blöd kann kein zweiter sein.
Ich habe keine Ahnung wie ich die fast 4 kg wieder loswerden soll. Dabei muss ich die jetzt echt schnell loswerden. Ich darf beim nächsten Wiegen im Taekwondo auf keinen Fall über 45 kg sein.
Das wär mir so unendlich peinlich, dass ich nie wieder hingehen würde.
Ich schäme mich so.

Die letzten Tage klappt irgendwie gar nichts mehr.

Ach ich habe auch gerade keine Lust hier schon wieder rumzuheulen. Wird sogar mir selbst schon zu langweilig.

Sorry
für alles
vor allem für mich.


Donnerstag, 3. August 2017

joa...

Joa, ich hab nicht viel zu sagen.
Ich hab die letzten Tage, jeden Tag MEHRERE 1000kcal zu mir genommen, und dementsprechend sehe ich auch aus. Auf die Waage trau ich mich nicht mehr.

Es liegt einfach daran, dass ich mit allem komplett überfordert bin.
Und gleichzeitig nichts zu tun habe und mich sehr einsam fühle, gleichzeitig aber auch keinen Kontakt zu anderen haben will.

Morgen habe ich ein paar Dinge zu erledigen, Samstag arbeiten, Sonntag Wohnung aufräumen und putzen. Von Montag bis Mittwoch kommt meine beste Freundin, von Mittwoch auf Donnerstag eine andere Freundin.

Ich freue mich sehr. Denn seit ich hier in dieser Wohnung wohne, also seit mehr als einem Jahr, hatte ich nur genau 2 mal Besuch, einmal die Freundin die auch am Mittwoch kommt, für einen Tag, und einmal meine kleine Schwester für 3 Tage.
Und jetzt gleich 2 Übernachtungsgäste in einer Woche. Wie gesagt ich freu mich.
Aber ich habe auch panische Angst davor.


Eigentlich ist mir das alles viel zu viel, aber andererseits denke ich, dass es mir auch gut tun könnte.
Wird sich zeigen.

Alles Liebe an euch