Mittwoch, 29. März 2017

Wer immer versucht, ...

... alles richtig zu machen, verpasst vielleicht den schönsten Fehler seines Lebens.
(weiß nicht wo genau es her ist, habs auf #bergsteiger gelesen)

Ja ich versuche immer alles richtig zu machen. Aber es gelingt oft nicht. Und manchmal bin ich ganz froh darüber.
Die Beziehung mit meinem Ex war wohl einer dieser schönsten Fehler.
Ich bin unheimlich dankbar für die 1,5 Jahre. In dieser Zeit habe ich gelernt, was es heißt eine Beziehung zu führen, mit all ihren Facetten. Es gab wunderschöne Momente, ich spürte das Leben. Ich habe gesehen, dass man auch ohne einer Essstörung und ohne Selbstverletzung leben kann. Auch wenn beides natürlich in der Zeit nicht weg war, so war es zumindest an manchen Tagen ganz klein und unwichtig. Das Leben hatte mehr Gewicht. Nicht immer, aber immerhin.
Manchmal konnte ich mich fallen lassen, ich konnte mich auf jemanden einlassen. Ich hatte eine Familie, wie ich sie mir immer gewünscht habe.
Wir haben Sachen unternommen, die ich mir nie zugetraut hätte. Ich konnte aus tiefstem Herzen lachen und war manchmal wirklich glücklich.

Gleichzeitig waren wie schon erwähnt die Essstörung, das selbstverletzende Verhalten, das fehlende Selbstvertrauen, die Depression, die Gedanken immer da. Und nach der Zeit der rosaroten Brille, bekamen sie auch wieder mehr Gewicht als das Leben.
(Ich möchte mal kurz erwähnen, dass mir noch nie von einem Arzt eine Essstörung diagnostiziert wurde, und ich mir auch selber keine Diagnose stelle, sondern das Wort Essstörung einfach nur der Einfachheit halber verwende, keine Ahnung ob das jetzt zu 100% zutrifft oder nicht, ist mir auch egal)
Ich wollte lieber wieder dünn sein, als eine Beziehung zu haben. Ich wollte mich wieder schneiden, wenn es mir nicht gut geht, ohne damit jemanden zu verletzen. Ich wollte die frischen Wunden nicht mehr vor einem Partner verstecken müssen.
Es fühlte sich falsch an. Es fühlte sich an, als hätte er mir das alles genommen, was mich ausmachte. Als wir zusammen kamen, lief es gerade so "gut", ich hatte 43kg, und es wurde von Tag zu Tag weniger. Ich hatte keine Probleme mich an Diäten mit höchstens 650kcal pro Tag zu halten. Auch Fasten war kein Thema. Süßigkeiten? Tabu! Es war so leicht. Ich war leicht.
Dann kam die Beziehung und plötzlich war alles wieder schwer. Ich war schwer, und hatte zugenommen. Mehr als je zuvor. 56kg. Höchstgewicht ever. Ich wollte keine Berührungen mehr. Sex habe ich sowieso gehasst. Ich wollte nicht mehr, dass er mich sieht, dass er mich berührt. Ich war fett. Zu fett für eine Beziehung.
Also musste ich die Beziehung beenden. Ich brauchte mein Leben zurück. Ich musste die Kontrolle wieder erlangen.
Nein, das war nicht der einzige Grund warum ich die Beziehung beendet habe. Da steckte mehr dahinter. Aber es war einer der Gründe.

Ja, es war ein Fehler. Diese Beziehung war ein Fehler. Ich habe die Kontrolle verloren, ich habe jemanden sehr verletzt und es tut mir leid.
Aber es war trotz allem einer meiner schönsten Fehler.

Nun versuche ich diesen Fehler wieder auszubügeln. Beinahe 9kg sind geschafft. Aber es läuft nicht wie damals, es ist ein ständiges auf und ab. Und es ist schwer, richtig schwer. Das damalige Ziel von 39,x kg ist wieder in weiter Ferne. Aber langsam werde ich mich diesem Ziel wieder annähern.


Nun zu meinem heutigen Tag:
Ich war tatsächlich in der Uni, allerdings hatte ich gleich mal einen Automatenkaffee, weshalb meine vegane Woche schon mal nicht geklappt hat.
Danach war ich einkaufen und kochte Kartoffeln mit Spinat. Als Nachspeise gab es Weintrauben. Sogar gelernt, habe ich bis ca. 15 Uhr.
Also bis dahin war der Tag ein recht guter Tag.
Aber auch nur bis dahin.

Ich habe bis 16.00 geschlafen, habe keinen Müll weggebracht (das geht hier nur Mittwochs von 15-18 Uhr), habe kein Geschirr gespült, war nicht im TKD-Training, war auch nicht im Hundeverein. Habe den Lernstoff von Samstag immer noch nicht nachgeholt, habe eine Tüte Chips gefressen, die mir nicht mal schmeckten, die restliche Packung Weintrauben und einen Erdnuss-Karamell-Riegel.

Allerdings ist mir ein weiterer Grund klar geworden, warum ich mich in den letzten Wochen, oder eher Monaten oft so schwer tue kontrolliert zu essen.
Dadurch, dass ich kaum Geld habe, ist in meinem Kopf ständig die Angst mir nichts mehr zu Essen kaufen zu können. Also schon mal "vorsorgen" und alles reinstopfen was geht.
Ja, total bescheuert. Kein Geld -> kein Essen -> perfekt um abzunehmen. Und genau so denke ich irgendwie ja auch, aber trotzdem ist unterbewusst ständig diese Angst da.
Ich habe noch ca. 4€, und keine Ahnung wann und ob und wieviel Geld kommt.
Hätte ich genug Geld, könnte ich mir genau das kaufen, was ich auch tatsächlich essen möchte und müsste nicht immer auf die billigsten Alternativen umsteigen. Die machen zwar satt, aber befriedigen mich nicht.
Ich werde mich damit aber abfinden müssen, und werde es auch schaffen.

Denn, wenn ich es damals gescahfft habe, schaffe ich es wieder!
Und wenn es das einzige und letzte ist was ich schaffe.

Dienstag, 28. März 2017

Post

"War krank", hat natürlich nicht gereicht. Hab dann gesagt, dass es Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen etc. waren. War ja nicht gelogen, nur eben auch nicht die ganze Wahrheit.
Am Anfang des Trainings war mir mal etwas schwindelig und Kopfschmerzen hatte ich auch. Aber es wurde immer besser. War gut, dass ich dort war.

Heute war ich vormittags mit einer Bekannten spazieren und ein bisschen mit ihrem Hund üben. Danach hab ich Nudeln mit Tomatensoße (aus dem Glas versteht sich) für uns gemacht.
Seit sie weg ist, so gegen 13.00 Uhr hocke ich nur noch depressiv rum.
Vorher habe ich noch Haferflocken mit Kakao, Walnüssen, Sonneblumenkernen, Mandelmilch und Zucker gegessen, da ich so heißhunger auf Süßes hatte.
Dabei würde ich es heute gerne belassen.
Aber die Einsamkeit ist so laut, dass ich sie am liebsten mit Nahrung zum Schweigen bringen würde.
Ich wollte versuchen eine Woche vegan zu leben. Heute ist der erste Tag,und bisher hat es auch gut geklappt. Aber ich denke nicht, dass ich es noch länger schaffe.

Ich bin mittlerweile ziemlich sicher, dass ich die letzten 3 fehlenden Prüfungen meines Studiums nicht schaffen werde. Ich bin einfach zu dumm und zu faul dafür. Und auch zu depressiv.

Ich bräuchte gerade ganz dringend eine gute Freundin/einen guten Freund der mit mir Burger essen, Eis essen, Kaffee trinken etc. geht. Oder einfach mit mir mit dem Hund spazieren geht. Scheiß egal, aber ich brauch jemanden. Ich bin so furchtbar einsam.
In letzter Zeit komme ich damit überhaupt nicht klar. Das schöne Wetter, der Frühling. Alles erwacht zum Leben und überall treffen sich Menschen und unternehmen gemeinsam etwas.
Nur ich hocke allein in meiner Wohnung, starre Löcher in die Luft während vor mir der Lernstoff liegt und warte bis der Tag vorbei geht.

Versagen kann ich gut.

ps: habe eine neue Seite erstellt: 100 Fakten über mich


Sonntag, 26. März 2017

Nach bergauf, folgt steil bergab

Wie ihr seht, habe ich den gestrigen Arbeitstag überstanden. Ganz gut sogar. Zwar mit Kopfschmerzen und Schwindel, aber es war auszuhalten.
Ich hatte Morgens ein Frühstückskipferl und Mittags ein Wachauer-Brötchen und einen Apfel.
Das heißt ich habe tatsächlich BRÖTCHEN vom BÄCKER gegessen, und auch noch GEFRÜHSTÜCKT. 2 Dinge die ich schon sehr lange nicht mehr gemacht habe. Abends habe ich dann tatsächlich NUDELN mit SAHNESOSSE vom ITALIENER geholt. Das ist deswegen so etwas besonderes, weil ich erstens wirklich Horror vor Telefonaten habe und trotzdem angerufen habe um zu bestellen. Und Zweitens schon seit längerem weder Nudeln noch Sahnesoße gegessen habe. Höchstens low-carb-Nudeln, bei denen ein Teil des Mehls durch Hülsenfrüchte ersetzt wurde.
Zu Hause angekommen habe ich mich direkt auf das Essen gestürtzt und gleichzeitig meiner kleinen Schwester ganz stolz davon erzählt. Zum Glück hat sie sofort zurückgeschrieben, dass ich bloß nicht viel davon essen soll, da mir bestimmt kotzübel werden wird. Und sie hatte recht.
Ich habe die Nudeln sofort weggestellt und es war noch gut. Hätte ich mehr gegessen wäre mir wirklich schlecht geworden, da ich diese Nahrung eben nicht mehr gewohnt bin.
Wie es dazu kam, dass ich gestern "normal" gegessen habe ist das normal, ich weiß es nicht rührt vermutlich daher, dass mich mal kurz der Lebenswille gepackt hat, nach meiner tollen Aktion.
Die Betonung liegt auf KURZ!
Denn nach dem wirklich anstrengenden Arbeitstag, meinem noch nicht ganz optimalen Zustand und der Tatsache, dass ich auch noch den Kurs für heute vorbereitet habe, konnte ich ....TADAAAAA....wieder nicht einschlafen.
Und was denkt sich meine gestörte Persönlichkeit? Genau! Am liebsten hätte ich mir einfach nochmal Pillen eingeworfen, aber gleich die 3-fache Menge.
Und damit war es vorbei mit dem aufkeimenden Lebenswillen. Ich bin nun fast noch suizidaler schlechter drauf als vorher.

Ich hatte zwar heute Morgen eine halbe Topfengulatsche, die mir aufgedrängt wurde, die restlichen Nudeln von gestern und backe gerade Bananenbrot (ohne Fett & Zucker), aber die nächsten Pläne um abzunehmen schwirren schon den ganzen Tag in meinem Kopf herum.

Ich muss wirklich DRINGEND lernen, aber ich kann nicht. Beim besten Willen, es geht nicht. Ich kann keine Sekunde klar denken. Obwohl sich heute mein Körper nicht depressiv anfühlt, tut es mein Kopf umso mehr. Trotz SVV, aromatischen Ölen etc. kann ich kaum ruhig sitzen (normalerweise schaffe ich es nicht mich zu bewegen). Wenn ich aber den Lernplan auch heute nicht einhalte, hinke ich schon 2 Tage hinterher, die ich nicht wieder aufholen kann. Also muss es noch irgendwie klappen.

Morgen werde ich auch endlich wieder zum TKD-Training gehen. Ich habe allerdings wahnsinnige Angst vor den Reaktionen. Fragen, warum ich über 2 Wochen nicht da war, werde ich mit: "War krank, mich hat's voll erwischt.", abspeisen. Ich hoffe das reicht und es wird von niemandem weiter nachgefragt :S


Freitag, 24. März 2017

Übertrieben

Die Angst vor dem morgigen Arbeitstag.
Die Angst davor, heute wieder nicht aus dem Bett zu kommen um pünktlich in der Vorlesung zu erscheinen.
Die Einsamkeit und die Hilflosigkeit brachten mich gestern dazu etwas zu viele Tabletten und Beruhigungssäfte zu schlucken. Gegen 2 Uhr nachts, weil ich einfach nicht einschlafen konnte und so verzweifelt war.
Nein, der Gedanke dahinter war nicht zu sterben (auch, wenn ich vielleicht mal kurz darüber nachgedacht habe), das Ziel war meinen Kopf ruhigstellen, die Ängste runterzuschrauben und endlich einzuschlafen. Hat schließlich auch ganz gut geklappt.
Bis heute morgen.
Vor guten 8 Jahren, hatte ich schon mal ein Problem mit Tabletten. Von daher sind mir Nebenwirkungen leichter Überdosen, wie Zittern, Schwitzen, Nasenbluten, etc. nicht unbekannt.
Aber mit den Nebenwirkungen der Mischung von gestern Nacht habe ich nicht gerechnet.

Erst habe ich natürlich verschlafen, und zwar ziemlich. Mit Uni war dann natürlich nix mehr. Als ich schließlich doch wach wurde und mein Hund dringend raus musste...ging's nicht. Meine Augenlider waren so schwer, dass ich sie kaum offen halten konnte. Mein Gehirn fühlte sich an wie Spongebob Schwammkopf, meine Beine machten nicht wirklich das was ich von ihnen wollte und sobald ich stand wurde mir Schwarz vor Augen und wäre jedesmal Umgekippt, hätte ich mich nicht sofort freiwillig hingelegt.
Danach bin ich wieder ins Bett gekrochen und eingeschlafen um die selbe Abfolge immer wieder zu wiederholen. Mein Hund verkniff sich 1,5h lang das Rausgehen. Natürlich hätte sie reinmachen dürfen. Tat sie aber nicht. Mit wackeligen Beinen haben wir es dann runter geschafft und sie konnte sich erleichtern.

Einschub: JA, ich fühle mich deswegen grauenvoll. Denn es ist meine Verpflichtung und Verantwortung, dass mein Hund raus kommt, wenn sie muss.
Statt dessen übernimmt sie Verantwortung mir gegenüber. Immer wenn ich zusammen klappe oder wie heute mich im Wissen was sonst folgt, selber hinlege kommt sie sofort angelaufen und schleckt mir das Gesicht ab, bis ich wieder voll ansprechbar bin und legt sich dann zu mir bis ich wieder aufstehen kann.
VERDAMMT NOCHMAL! ES WÄRE MEINE AUFGABE MICH UM MICH ZU KÜMMERN, NICHT IHRE!!!
Einschub Ende.

Ich habe danach wieder geschlafen, und geschlafen. Um 16.00 Uhr bin ich schließlich wieder aufgewacht, es ging mir etwas besser, aber bei Weitem nicht gut. Seit dem habe ich auch Kopfschmerzen.
Training viel somit zum 7. mal in Folge aus.
Aber wenigstens konnte ich nun Abends eine kleine Runde mit Keewah drehen.
Und ein positiver Nebeneffekt des Tages: Ich hatte nicht viel Zeit an den morgigen Arbeitstag zu denken.
Ich hoffe, dass es mir morgen wieder besser geht, und ich den Tag irgendwie überstehe.

Fazit: das nächste Mal werden es entweder viel mehr Pillen, damit es dann auch zuende ist. Oder, wenn ich mich mal wieder nur "beruhigen" will, bleibe ich dann doch lieber bei Alkohol, Rasierklingen etc.

Donnerstag, 23. März 2017

"Die Menschen ...

...beschreiten selten einen gesunden Mittelweg. Die Extreme sind ihnen viel lieber." (aus Blut & Barolo von C. Henn)


Ich habe wieder gefressen. Gefressen ohne Ende.

Morgen muss ich ins Training. Ich habe meinem Trainer zugesagt, dass ich morgen wieder komme. Nachdem ich nun 6x nicht dort war.
Ich will nicht. Man wird mir ansehen, dass ich zugenommen habe.

Das Einzige was ich zur Zeit schaffe ist in die Vorlesung zu gehen. Nicht immer. Und nicht immer pünktlich, aber wenn ich dort bin, kann ich mich ganz gut konzentrieren und bin vom Rest abgelenkt. Das tut sehr gut.
Der Weg hin und zurück sind aber schwierig.
Der restliche Tag auch.

An meinen Lernplan für die nächste Prüfung halte ich mich mehr oder weniger. Ich belüge mich selbst, wenn ich etwas abhake. Ja, ich habe es mir durchgelesen, aber können tu ich es bei weitem nicht. Ich habe jetzt schon Angst vor dieser Prüfung. Aber es ist der erste Antritt, also wenn's schief geht, dann ist es halb so wild. Schon so oft habe ich begonnen dafür zu lernen und hab bald wieder aufgegeben und bin nicht angetreten. Dieses Mal will ich es durchziehen.
Ich werde nicht aufgeben und ich werde hingehen und diese Klausur schreiben. Was dabei raus kommt ist dann eine andere Sache.

Heute ist "erst" Donnerstag und trotzdem habe ich in etwa jede Stunde einen kleinen Panikanfall wegen dem Arbeiten am Samstag bekommen. Obwohl der letzte Samstag ganz gut gelaufen ist, ist es noch schlimmer geworden. Warum?
Und was passiert wenn dieser Samstag nicht so gut läuft.
Zwingen mich die Gedanken dann nächste Woche schon Mittwochs zu Boden?
Wird es immer schlimmer werden, bis ich die ganze Woche nur noch Panik schiebe? Wie lange kann ich diesem Druck standhalten?

Wie soll ich es verkraften, dass ich immer mehr und mehr werde? Dass ich esse und esse und esse? Dass ich merke wie ich immer fetter werde? Warum schaffe ich es nicht mehr dagegen anzukämpfen?

Nein, ich entschuldige mich nicht, dass ich schon wieder so negatv bin, obwohl es mir leid tut. Denn, das bin ich. Ich bin gerade negativ. Nicht nur ein bisschen. Sondern sehr viel.
Jeden Tag fühle ich mich, als würde ich ein bisschen mehr sterben. Jeden Tag fühle ich mich ein kleines bisschen einsamer. Jeden Tag sinkt mein Selbstbewusstsein um ein kleines bisschen mehr. Meine Hoffnung, meine Zuversicht, alles beginnt immer mehr zu bröckeln. Wie der Putz der von einer alten Hausmauer Stück für Stück abfällt.
Ich weiß nicht, wie ich diesen Vorgang aufhalten könnte. Der einzige Weg der mir sinnvoll erscheint wäre abzunehmen, aber genau der Weg ist in mir zur Zeit versperrt. Also wo soll ich hin?
Mit der Rasierklinge versuche ich mir den Weg freizuräumen. Aber eine feine, dünne, bereits abgestumpfte, alte Klinge, kann gegen diese Felsbrocken nichts ausrichten.
Woher nehme ich also die Kraft, diese Felsen anders wegzuräumen? Oder gar einen anderen Weg zu finden?

Danke für's lesen.
StSt & ThTh

Ps.: Es gibt einen neuen Eintrag in meiner Bücherliste. Das März-Buch ist fertiggelesen und vorgestellt. Daraus stammt auch das Zitat am Beginn des Posts

Montag, 20. März 2017

Wird es besser?

Ich habe mich heute mit einer Bekannten getroffen und war gemeinsam mit ihr und ihrem Hund spazieren. Sie hat mich darum gebeten ihr ein bisschen mit ihrem pubertierenden Hund zu helfen.
Ich war doch ziemlich nervös, aber habe (ausnahmsweise mal) nicht abgesagt und es durchgezogen.

Es war schön und es tat gut. Sowohl der Sozialkontakt, als auch das Spazieren gehen, die Sonne, etc.
Aber es war auch anstrengend, meine Beine fühlten sich anfangs etwas schwach an und mir war hin und wieder etwas schwindelig. Aber mit der Zeit wurde es besser.
Man merkt eben, dass ich mich in den letzten Tagen nur ungesund ernährt habe, und doch nur wenig zu mir genommen habe. Und vor allem habe ich mich kaum bewegt. Ausser Samstags beim Arbeiten.

Auch heute werde ich nicht zum Training gehen. Da ich es einfach nicht schaffe. Schon das 4te mal in Folge, dass ich es ausfallen lasse. Sehr schade, da es mir normalerweise Spaß macht und gut tut. Aber ich bin zu schwach, zu unsicher und habe gerade einfach zu wenig Motivation und Selbstvertrauen.

Einkaufen war ich heute auch. Klar, kann man nicht sagen, dass ich heute viel geleistet habe. Aber mehr schaffe ich nicht.
Ich bin aber ein bisschen zufrieden mit mir, dass ich immerhin das geschafft habe.
Es ist eben mehr, als die letzten Tage.

47,0 kg zeigte die Waage heute, es geht also auch da wieder etwas runter, was eventuell heute auch geholfen hat. Morgen wird es mehr sein, da ich heute doch recht viel gegessen habe, aber ich werde mich morgen nicht wiegen, und auch wieder weniger essen um heute auszugleichen.
Der Plan wäre, das Essen noch etwas mehr zu reduzieren und wieder etwas gesünder zu essen, aber ohne mir etwas zu verbieten. Und die tägliche Bewegung wieder etwas zu steigern.
Wäre da nicht immer die große Angst vor Begegnungen mit Menschen, wäre das auch gar kein Problem....aber ja....wie gesagt.
Vielleicht "verschiebe" ich die Spaziergänge mit meiner kleinen Keewah vorerst doch wieder eher in die ruhigen Nachtstunden. Mal sehen.

In der Hoffnung, dass es wieder etwas bergauf geht, wünsche ich auch euch einen guten Start in die Woche.
Alles Liebe,
eure Steppenwölfin

Freitag, 17. März 2017

Des Lebens müde

Ich bin so am Ende.

Morgen muss ich wieder arbeiten. Seit gestern stresst mich das schon wieder.
Heute zwingt es mich beinahe zu Boden. Keine 2 Minuten kann ich meine Gedanken beisammen halten. Dabei weiß ich beim besten Willen nicht was das Problem ist.
Im Gegensatz zu gestern habe ich es heute wenigstens in die Uni geschafft. Aber das war's auch schon. Ich komm nicht mehr aus dem Bett. Es ist als würden mich meine Beine gar nicht tragen. Mein Körper streikt, mein Kopf streikt, es fühlt sich an als würden mich die Gedanken an das Arbeiten von Innen auffressen.
Ich sitze/liege herum und bekomme Panik weil die Zeit immer schneller und schneller verrinnt.
Aber warum?

Ich bin des Lebens so müde. Die Sonne tut gut, der Frühling tut gut, aber nicht im Sinne von: "Dadurch geht es mir besser." Sondern im Sinne von: "Es wird wenigstens nicht schlimmer."
Ich sehe wie alle Menschen aufblühen, sich treffen, in der Sonne sitzend Kaffee trinken und die Wärme und das Licht genießen, Wandern gehen, Blumen pflücken, etc.
Das hätte ich auch gerne, aber statt dessen fesselt mich die Depression ans Bett.
Ich habe gerade eine wahnsinnige Wut auf diese scheiß Krankheit. Auf meinen scheiß Körper. Einfach auf mich.


Mittwoch, 15. März 2017

Wie lange noch?

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Ich bin mittlerweile wieder bei über 48 kg.
Am Nachmittag bin ich mal wieder zusammen geklappt. Einfach schwarz vor Augen und dann gegen das Regal geknallt.
Das passierte das letzte Mal vor ca. 2 Jahren mit glaub 43kg und zwischen 0 und 500kcal pro Tag. Aber ich hatte heute doch gegessen?! Also warum?
Ich werde meinen Körper einfach nie verstehen. Und immer hassen.
Es gibt wohl nichts was ich mehr hasse als meinen Körper.
Vorhin habe ich mir in einer..... sagen wir mal ......Überreaktion meine Haare abgeschnitten.
Folglich ist es wohl besser wenn ich mir die in nächster Zeit doch lieber zusammen binde und nicht offen trage. Kaputt sind sie immer noch, also hat es nicht einmal etwas gebracht.

Meine Fastenzeit ist im Arsch. Meine Mutter hat extra für mich Kuchen gebacken, da traute ich mich nicht nein sagen. Und seit dem Fresse ich mich wieder voll mit Süßkram.
War auch nicht anders zu erwarten.

Seit gestern ist der Selbsthass, und die Verzweiflung einfach nichts hinzubekommen wieder übermächtig.
Würde mich jemand mit einer Waffe überfallen, würde ich ihn vermutlich anbetteln mich zu erschießen.
Also Freiwillige vor. Wenn jemand immer schon mal einen Menschen abknallen wollte, dann meldet euch, ich stehe zur Verfügung. Ich wäre wirklich dankbar.




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Das Leben ist mir einfach zu anstrengend, zu angsteinflössend, zu aufregend, zu lang, zu dunkel, zu grau, zu trostlos, zu hoffnungslos. Einfach zu schwer.




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Dienstag, 7. März 2017

I binged...

...and purged.


Soviel zu Fasten heute.

Lange her, dass ich es mal geschafft habe zu kotzen. Muss mind. 2 Jahre her sein.
Und heute hat es geklappt.

Entschuldigt natürlich nichts. Vor allem kam natürlich auch nicht alles raus.
Aber immerhin.

Ich bin der größte Versager der auf diesem Planeten rum läuft.

Montag, 6. März 2017

To fat

I'm to fat for this world.

Und während ich diesen Post schreibe, fresse ich ne Pizza.
Sagt wohl alles, über meine tolle Selbstdisziplin und mein Durchhaltevermögen.
Nicht nur im Bezug auf Ernährung sonder in allen Bereichen läuft es so.

Mein neuer Plan, heute Essen (für alles andere wäre es nun eh schon zu spät), morgen Fasten.
Mittwoch wird wieder gegessen, und Donnerstag gefastet.
Wie das Wochenende laufen wird, weiß ich noch nicht.
Ich habe URLAUB, das heißt, muss Samstag NICHT arbeiten und bin wirklich sehr froh darüber.
Daher werde ich Freitag das Tkd-Training ausfallen lassen und statt dessen, zu meinen Eltern fahren und den Samstag in meinem alten Hundeverein verbringen.
Daher wollt eich unbedingt die 45kg knacken bis dahin, da die mich normalerweise mit 43-45kg kennen, aber das letzte mal mit über 50 gesehen haben und da ein paar Kommentare gefallen sind die mir garnicht geschmeckt haben...auch wenn sie gut gemeint waren wie: Oh, die paar Kilo mehr stehen dir gut. Ähm, ja toll, will ich aber nicht, ich will DÜNN aussehen.
Aber das wird natürlich nichts mehr. Aber wenn ich noch 1-2kg runter komme ist es nun auch oke. Sollte ich jetzt allerdings nochmal die Kontrolle verlieren werde ich das Wochenende absagen und zu Hause bleiben. Denn ich würde mich einfach viel zu sehr schämen.

Erstaunlicherweise halte ich mich aber noch an meinen Plan für die Fastenzeit. Ja erst Tag 6, aber bisher habe ich noch nie mehr als 2 oder 3 Tage geschafft.

Ich fasse noch einmal für mich zusammen:
Heute
Morgens: Haferflocken mit Mandelmilch, Backkakao und etwas Vanillezucker
Mittags (bzw. später Morgen): 1/2 Pizza Ruccola, 1/2 Pizza Diavolo (TK)
Nachmittags: 1 Mr.Tom Erdnussriegel (vor dem Training)

Morgen: Nichts

Mittwoch
Morgens: Overnight-Oats
Mittags: Pizza, je die andere Hälfte, ev. auch nur eine Hälfte
Abends: 1 Mr.Tom Riegel vor dem Training

Donnerstag: Nichts

Auch wenn ich doch sehr viel gegessen habe in letzter Zeit und dadurch natürlich auch zugenommen habe, hatte ich schon ein paar Tage keinen wirklich nennenswerten Fressanfall mehr.
Ein großer Fortschritt für mich, der die Zunahme etwas akzeptabler macht.

Ich habe mir auch überlegt, mein altes Essenstagebuch vom alten BLog wieder rauszusuchen.
Damals hatte ich es ja au 43,x kg geschafft, und wäre noch viel weiter gekommen, hätte ich mich nicht auf die Beziehung mit meinem Ex eingelassen.
Vielleicht würde es mir leichter Fallen mich wieder an diesen Plan zu halten.

Alles Liebe euch
<3

Donnerstag, 2. März 2017

Fressen um die Leere zu füllen

Ich komm da nicht mehr raus. Ich bin den ganzen Tag und die halbe Nacht am essen. Nein, es ist schon fressen.
Mittlerweile ist mir auch klar, dass es hauptsächlich daran liegt, dass ich mich so allein und einsam fühle. Mit dem Essen will ich die Leere in mir füllen. Natürlich bringt es gar nichts, außer eine abnormale Zunahme mit der ich gerade gar nicht klar komme.
Es macht mich richtig fertig.
Ich muss unbedingt am 11.03. unter 45kg sein, aber bin mittlerweile wieder fast bei 49. Wie soll ich das schaffen?

Auf jeden Fall habe ich mir fest vorgenommen, heuer das erste Mal zu fasten. Ich werde die Fastenzeit über keinen Süßkram (Schokolade, Kekse, Gummi-Zeug, Teilchen vom Bäcker, Kuchen, Torten, etc.) und keine Knabberein essen. Ausgenommen sind Nüße in allen Formen und Varianten.

Außerdem werde ich versuchen etwas Struktur in den Tag zu bringen und die Mahlzeiten wieder auf 3 pro Tag zu reduzieren. Dabei sollte das Frühstück aus Overnight-Oats oder Müsli (kein Schokomüsli) bestehen. Mittags, wenn möglich eine warme Mahlzeit, hauptsächlich Kartoffeln oder Reis. Und Abends am besten nichts Salat, Gemüse, ev. Obst.
Ich möchte unbedingt auch wieder Fast-Tage machen, aber zur Zeit ein Ding der Unmöglichkeit.

Sicher ist, dass ich mich wieder viel mehr mit dem Essen beschäftigen werde. Es soll wieder mehr Raum in meinem Leben einnehmen.
Wie auch die Uni.

Irgendwann muss ich doch auch mal etwas schaffen oder?