Langsam lassen die Nebenwirkungen ein klein wenig nach. Wobei, nein. Die Nebenwirkungen lassen nicht nach, aber ich fange an mich daran zu gewöhnen. Alles geht etwas langsamer, ich versuche nicht zu erschrecken um die Schmerzen dabei zu vermeiden. Klappt aber nur mäßig.
Einschlafen funktioniert halbegs gut. Durchschlafen mal mehr mal weniger. Die Träume sind teilweise immer noch recht....beunruhigend.
Mit der Nahrungsaufnahme komme ich allerdings nicht klar.
Sprich: Essen ist eine psychische Katastrophe
Einerseits verliere ich kaum an Gewicht, andererseits esse ich kaum und fühle mich unglaublich schwach. Ich merke wie meine Muskeln immer und immer mehr abbauen. Mein Kreislauf ist auch doppelt im Keller. Ständig wird mir schwarz vor Augen.
Ich LIEBE dieses Gefühl. Dieses HUNGERN.
Gleichtzeitig ist da diese große Angst den Alltag nicht mehr zu schaffen. Oder eher: Die Arbeitstage.
Ich weiß, ich muss essen. Aber bei dem Gedanken kommt Panik nicht mehr aufhören zu können. Ich hatte heute schon ein Stück Apfelstrudel und Multivitaminsaft. Meinem Körper ist es immernoch zu wenig. Wenn ich jetzt anfange zu Kochen gibt es aber kein Halten mehr.
Ich habe nur 2 Möglichkeiten:
Essen
oder
nicht Essen
Bei beiden gibt es Konsequenzen:
Zunehmen und Arbteitstag heil überstehen
oder
Abnehmen und möglicherweise zusammenklappen auf Arbeit
Theoretisch wäre mir das Erste lieber, aber praktisch werde ich die zweite Variante wählen.
Es steht zu viel auf dem Spiel.
Sonntag, 30. September 2018
Donnerstag, 27. September 2018
Nebenwirkungen
Erstmals ganz kurz:
Danke an dich black butterfly für deine Kommentare. Ich weiß nie wo ich dir darauf antworten soll *schäm* bin damit immer etwas überfordert, deswegen hier, in der Hoffnung du liest das und bist mir nicht böse.
Und auch um an den letzten Kommentar von dir anzuknüpfen....danke für deine Erfahrung!
Ja, die Nebenwirkungen sind....krass.
Ich weiß noch nicht was ich von dem Medikament halten soll.
Dienstag Abend hab ich es das erste Mal eingenommen. Ich bin kurz danach eingeschlafen und hab wundervoll geschlafen. 12h lang. Tagsüber gegessen, geschlafen, wieder gegessen und wieder geschlafen und das ganze noch ein drittes Mal. Ich glaube ich war gestern insgesamt vielleicht 5?h wach.
Die zweite Nacht war...naja...komishce Dinge geträumt und immer wieder aufgewacht, aber trotzdem relativ ruhig.
Heute morgen natürlich dementsprechend 500g mehr auf der Waage.
Heute musste ich arbeiten. Morgens, obwohl ich normalerweise nie Frühstücke dann doch was gegessen und einen Kaffee geholt, aber nur zur Hälfte getrunken, weil eklig. Kreislauf war den ganzen Tag über absolut im Keller. Ständig Schwindelanfälle. Ich bin auch andauernd erschrocken. Und zwar nicht einfach so ein bisschen, sondern so das alles gekribbelt hat. Meine Muskeln hatte ich bei Anstrengung kaum unter Kontrolle. D.h. ich konnte kaum etwas greifen, heben, tragen ohne zu zittern. Alles fühlte sich komisch an.
Ganz schräges Gefühl.
Essen ekelt mich an. Ich konnte nichts mehr essen. Den ganzen Tag über.
Also nur morgens die 2 Stück Pizza von gestern. Einen halben Cafe Latte vom Bahnhof, einen Kakao zu Mittag und 0,5l Eistee beim Arbeiten.
Trotzdem Abends 200g mehr auf der Waage als morgens?!
Wassereinlagerungen?
Ich war überglücklich, das mich Essen so anekelt, aber ich hab nun unglaubliche Angst vor Wassereinlagerungen. Was anderes kann es doch nicht sein, dass ich zugenommen hab oder?
Oder übersehe ich etwas?
Meine Gedanken sind so unklar.
Ich werde erstmal abwarten wie es sich weiterhin auswirkt.
Sollte das Gewicht in den nächsten Tagen weiter steigen werde ich die Tabletten wieder absetzen. Sollte der Ekel vor dem Essen allerdings bleiben und das Gewicht sinken nehme ich jede andere Nebenwirkung dankend in Kauf.
Danke an dich black butterfly für deine Kommentare. Ich weiß nie wo ich dir darauf antworten soll *schäm* bin damit immer etwas überfordert, deswegen hier, in der Hoffnung du liest das und bist mir nicht böse.
Und auch um an den letzten Kommentar von dir anzuknüpfen....danke für deine Erfahrung!
Ja, die Nebenwirkungen sind....krass.
Ich weiß noch nicht was ich von dem Medikament halten soll.
Dienstag Abend hab ich es das erste Mal eingenommen. Ich bin kurz danach eingeschlafen und hab wundervoll geschlafen. 12h lang. Tagsüber gegessen, geschlafen, wieder gegessen und wieder geschlafen und das ganze noch ein drittes Mal. Ich glaube ich war gestern insgesamt vielleicht 5?h wach.
Die zweite Nacht war...naja...komishce Dinge geträumt und immer wieder aufgewacht, aber trotzdem relativ ruhig.
Heute morgen natürlich dementsprechend 500g mehr auf der Waage.
Heute musste ich arbeiten. Morgens, obwohl ich normalerweise nie Frühstücke dann doch was gegessen und einen Kaffee geholt, aber nur zur Hälfte getrunken, weil eklig. Kreislauf war den ganzen Tag über absolut im Keller. Ständig Schwindelanfälle. Ich bin auch andauernd erschrocken. Und zwar nicht einfach so ein bisschen, sondern so das alles gekribbelt hat. Meine Muskeln hatte ich bei Anstrengung kaum unter Kontrolle. D.h. ich konnte kaum etwas greifen, heben, tragen ohne zu zittern. Alles fühlte sich komisch an.
Ganz schräges Gefühl.
Essen ekelt mich an. Ich konnte nichts mehr essen. Den ganzen Tag über.
Also nur morgens die 2 Stück Pizza von gestern. Einen halben Cafe Latte vom Bahnhof, einen Kakao zu Mittag und 0,5l Eistee beim Arbeiten.
Trotzdem Abends 200g mehr auf der Waage als morgens?!
Wassereinlagerungen?
Ich war überglücklich, das mich Essen so anekelt, aber ich hab nun unglaubliche Angst vor Wassereinlagerungen. Was anderes kann es doch nicht sein, dass ich zugenommen hab oder?
Oder übersehe ich etwas?
Meine Gedanken sind so unklar.
Ich werde erstmal abwarten wie es sich weiterhin auswirkt.
Sollte das Gewicht in den nächsten Tagen weiter steigen werde ich die Tabletten wieder absetzen. Sollte der Ekel vor dem Essen allerdings bleiben und das Gewicht sinken nehme ich jede andere Nebenwirkung dankend in Kauf.
Dienstag, 25. September 2018
Neues Medikament
Wenn es einem nicht gut geht, man krank ist, geht man zum Arzt. Der versucht herauszufinden was man hat und sagt einem dann wie man seinen Zustand wieder verbessern kann. Wenn nötig verschreibt er einem ein Medikament, das man in der Apotheke abholt, danach nimmt man es wie abgesprochen ein und wird wieder gesund.
Meine Wunsch-Vorstellung von Arztbesuchen.
Unrealistisch. Utopisch.
Mir ist schon klar, dass das (vor allem bei psychischen Erkrankungen) nicht so einfach funktioniert.
Realität: Ich gehe zum Arzt, setze mich auf den Stuhl und fange an, auf ihre Frage hin wie denn die aktuelle Situation sei und der vordergründige Punkt warum ich nach über 2 Jahren wieder da bin, zu antworten. Keine 10 Minuten später steht fest welches Medikament ich diesmal bekomme. Danach keine 10 Minuten sinnlose oberflächliche Fragen. SIE erzählt MIR, dass es ja diesmal nicht so schlimm sei. Meine psychische Verfassung sei ja schon mal schlechter gewesen. Da ich es ja schaffe zur Arbeit zu gehen kann es nicht so schlimm sein. Zum Schluss noch Fragen zum Thema. Wie sieht's mit der Selbstverletzung aus? Ist das wieder mehr geworden oder weniger? Mehr. Wann war das letzte Mal? Ähm....gestern.
Warum?Fuck, weil ich nicht mehr kann! Weil meine Katze tot ist und es auf Arbeit Probleme gibt. Ich versuche zu erklären wie sehr mich die Situation am Arbeitsplatz belastet. Es folgt die Aussage: Ach ja, aber eigentlich ist das doch gar nicht schlimm, das betrifft sie ja nicht direkt. Und wie läuft es mit dem Essen? Ganz gut. Mal besser, mal schlechter. Keine Reaktion auf meine Antwort. Noch eine kurze Zusammenfassung zu dem Medikament. Passen sie ein bisschen auf, das wirkt oft auf den Kreislauf. Versuchen sie beim Essen heute daran etwas zu denken. Sie sind ja doch eher zierlich und schlank. EHER Zierlich und schlank? Beduetet ich bin fett wie ein Walross. Triggern kann sie! Ja, mach ich.
Der nächste Termin wird festgelegt und sie gibt mir die Rechnung mit.
85€ für ca 30 Minuten
Zuhause den Beipackzettel gelesen.
Bei den Nebenwirkungen von Mirtazapin steht als aller erstes:
Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)
- verstärkter Appetit und Gewichtszunahme
Etwas weiter unten steht noch bei Jugendlichen unter 18 häufig deutliche Gewichtszunahme.
Ja, ich bin schon weit über 18, aber das beruhigt mich nicht im geringsten.
Ich lese auch noch die Auswirkungen einer Überdosierung.
Und würde mir am liebsten die halbe Packung in den Mund schieben.
Gleichzeitig überlege ich die fettmachenden Dinger einfach in den Müll zu werfen.
Seit über 5h liege ich nun im Bett, der Versuch einfach einzuschlafen ist bisher gescheitert, dabei bin ich so müde. Die Nacht war doch verdammt kurz.
Ich schweife immer wieder zwischen Unverständnis und Wut auf die Ärztin und dem Selbsthass wegen meiner Unfähigkeit zu Leben hin und her.
Am liebsten würde ich nie wieder Essen. Nie wieder!
Leider hatte ich schon einen Koffein-Riegel vor dem Arzttermin um ein Magenknurren zu verhindern. Sonst gibts heute nach ihrer Aussage und dem Beipackzettel natürlich nichts mehr.Ausser der neuen Pillen um hoffentlich früh einzuschlafen und vermutlich einer Schmerztablette gegen die Kopfschmerzen.
Ich weiß, dass es falsch ist, und ich weiß auch, dass ich es nicht schaffen werde. Aber ich würde ihr gerne beim nächsten Termin im November zeigen, dass ich kein fettes Walross bin. Vielleicht werde ich dann ja etwas ernster genommen. Und wenn nicht, dann bin ich wenigstens nicht mehr so dick.
Wir werden sehen was die nächsten Tage bringen werden...
Meine Wunsch-Vorstellung von Arztbesuchen.
Unrealistisch. Utopisch.
Mir ist schon klar, dass das (vor allem bei psychischen Erkrankungen) nicht so einfach funktioniert.
Realität: Ich gehe zum Arzt, setze mich auf den Stuhl und fange an, auf ihre Frage hin wie denn die aktuelle Situation sei und der vordergründige Punkt warum ich nach über 2 Jahren wieder da bin, zu antworten. Keine 10 Minuten später steht fest welches Medikament ich diesmal bekomme. Danach keine 10 Minuten sinnlose oberflächliche Fragen. SIE erzählt MIR, dass es ja diesmal nicht so schlimm sei. Meine psychische Verfassung sei ja schon mal schlechter gewesen. Da ich es ja schaffe zur Arbeit zu gehen kann es nicht so schlimm sein. Zum Schluss noch Fragen zum Thema. Wie sieht's mit der Selbstverletzung aus? Ist das wieder mehr geworden oder weniger? Mehr. Wann war das letzte Mal? Ähm....gestern.
Warum?
Der nächste Termin wird festgelegt und sie gibt mir die Rechnung mit.
85€ für ca 30 Minuten
Zuhause den Beipackzettel gelesen.
Bei den Nebenwirkungen von Mirtazapin steht als aller erstes:
Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)
- verstärkter Appetit und Gewichtszunahme
Etwas weiter unten steht noch bei Jugendlichen unter 18 häufig deutliche Gewichtszunahme.
Ja, ich bin schon weit über 18, aber das beruhigt mich nicht im geringsten.
Ich lese auch noch die Auswirkungen einer Überdosierung.
Und würde mir am liebsten die halbe Packung in den Mund schieben.
Gleichzeitig überlege ich die fettmachenden Dinger einfach in den Müll zu werfen.
Seit über 5h liege ich nun im Bett, der Versuch einfach einzuschlafen ist bisher gescheitert, dabei bin ich so müde. Die Nacht war doch verdammt kurz.
Ich schweife immer wieder zwischen Unverständnis und Wut auf die Ärztin und dem Selbsthass wegen meiner Unfähigkeit zu Leben hin und her.
Am liebsten würde ich nie wieder Essen. Nie wieder!
Leider hatte ich schon einen Koffein-Riegel vor dem Arzttermin um ein Magenknurren zu verhindern. Sonst gibts heute nach ihrer Aussage und dem Beipackzettel natürlich nichts mehr.
Ich weiß, dass es falsch ist, und ich weiß auch, dass ich es nicht schaffen werde. Aber ich würde ihr gerne beim nächsten Termin im November zeigen, dass ich kein fettes Walross bin. Vielleicht werde ich dann ja etwas ernster genommen. Und wenn nicht, dann bin ich wenigstens nicht mehr so dick.
Wir werden sehen was die nächsten Tage bringen werden...
Sonntag, 23. September 2018
Tag 25
600h Er: "Wie du hast keine Katze mehr?" Ich: "Ja, die ist weg. Ist nicht mehr nach Hause gekommen." Er: "Da in (mein Ort) lag doch letztens eine Tote neben der Straße." Ich: "Verarsch mich nicht. Sei ehrlich. Ganz im Ernst jetzt!" Er: "Ja, wirklich. Da lag eine. Links am Straßenrand." Ich: "Was? Wo genau? War die schwarz-weiß?" Er: "Kann ich nicht sagen, ich hab sie nur kurz gesehen, konnte nicht langsamer fahren wegen den Autos hinter mir. Zwischen Supermarkt und deiner Wohnung." Ich: "Wann genau war das?" Er: "Boa, keine Ahnung. Weiß ich nicht mehr."
Somit ist meine schlimmste Befürchtung wohl nun bestätigt.
Ich werde meinen geliebten Teufel wohl nie wieder sehen.
Jetzt kann ich es kaum noch verleugnen, das sie weg ist.
Es. Tut. So. Unfassbar. Weh.
Alles um mich herum scheint zu brökeln und zu zerbrechen. Dabei war es doch so schon schwer genug klar zu kommen.
Eine, mir sehr sehr wichtige, Arbeitskollegin ist in der Psychiatrie wegen Suizidgefahr. Bzw. war das die Lage vor ein paar Tagen. Ich hab seit Wochen nichts mehr von ihr gehört und erfahre nur hin und wieder über einen anderen Kollegen etwas.
Die Stimmung in meiner Abteilung ist sehr angespannt, wegen eines blöden Vorfalls oder Gerüchts oder was auch immer.
Die beiden Punkte machen das, sonst schon so schwere Arbeiten, noch um einiges schwieriger für mich.
Der Arzttermin bei meiner früheren Psychiaterin am Diesntag macht mich halb wahnsinnig. Die Angst davor etwas falsches zu sagen, oder auch zu viel oder zu wenig ist groß. Die Stadt ist die ganze Woche ein Chaos wegen einer riesen Veranstaltung und ich bin damit einfach überfordert. Allein herauszufinden wie ich zur Arbeit und zum Arzt und wieder zurück komme ist anstrengend.
Freunde hier hab ich sowieso keine mehr, aber langsam werden auch die Kontakte über WhatsApp zu früheren Freunden immer weniger und weniger.
Außerdem merken mir immer mehr Leute an, dass es mir nicht gut geht. Ich hab wohl mein Schauspieltalent verloren, meine Maske funktioniert nicht mehr.
Das stresst und verunsichert mich.
Da ich kein einziges Pflaster mehr da hab, muss auch die Klinge heute im Kasten bleiben. Das fällt allerdings sehr schwer gerade.
Ich wünschte so sehr ich hätte wenigstens Zigaretten da. Aber ich bin ein schlechter Verlierer, deswegen halte ich auch die vierte Woche ohne durch. Hätte nicht damit gerechnet, dass die mit der die Wette läuft, es tatsächlich so lange ohne zu Rauchen durchhält.
Also ich bin da. Und ich mache weiter. Für Keewah und ein kleines bisschen auch für mich. Obwohl es ohne Malia im Moment unvorstellbar ist auszuhalten.
Somit ist meine schlimmste Befürchtung wohl nun bestätigt.
Ich werde meinen geliebten Teufel wohl nie wieder sehen.
Jetzt kann ich es kaum noch verleugnen, das sie weg ist.
Es. Tut. So. Unfassbar. Weh.
Alles um mich herum scheint zu brökeln und zu zerbrechen. Dabei war es doch so schon schwer genug klar zu kommen.
Eine, mir sehr sehr wichtige, Arbeitskollegin ist in der Psychiatrie wegen Suizidgefahr. Bzw. war das die Lage vor ein paar Tagen. Ich hab seit Wochen nichts mehr von ihr gehört und erfahre nur hin und wieder über einen anderen Kollegen etwas.
Die Stimmung in meiner Abteilung ist sehr angespannt, wegen eines blöden Vorfalls oder Gerüchts oder was auch immer.
Die beiden Punkte machen das, sonst schon so schwere Arbeiten, noch um einiges schwieriger für mich.
Der Arzttermin bei meiner früheren Psychiaterin am Diesntag macht mich halb wahnsinnig. Die Angst davor etwas falsches zu sagen, oder auch zu viel oder zu wenig ist groß. Die Stadt ist die ganze Woche ein Chaos wegen einer riesen Veranstaltung und ich bin damit einfach überfordert. Allein herauszufinden wie ich zur Arbeit und zum Arzt und wieder zurück komme ist anstrengend.
Freunde hier hab ich sowieso keine mehr, aber langsam werden auch die Kontakte über WhatsApp zu früheren Freunden immer weniger und weniger.
Außerdem merken mir immer mehr Leute an, dass es mir nicht gut geht. Ich hab wohl mein Schauspieltalent verloren, meine Maske funktioniert nicht mehr.
Das stresst und verunsichert mich.
Da ich kein einziges Pflaster mehr da hab, muss auch die Klinge heute im Kasten bleiben. Das fällt allerdings sehr schwer gerade.
Ich wünschte so sehr ich hätte wenigstens Zigaretten da. Aber ich bin ein schlechter Verlierer, deswegen halte ich auch die vierte Woche ohne durch. Hätte nicht damit gerechnet, dass die mit der die Wette läuft, es tatsächlich so lange ohne zu Rauchen durchhält.
Also ich bin da. Und ich mache weiter. Für Keewah und ein kleines bisschen auch für mich. Obwohl es ohne Malia im Moment unvorstellbar ist auszuhalten.
Montag, 17. September 2018
Why should I...
...stay alive,
when no one cares?
"Can anybody here me or am I talking to myself?" (Astronaut - Simple Plan)
I feel like the loneliest girl in this world.
when no one cares?
"Can anybody here me or am I talking to myself?" (Astronaut - Simple Plan)
I feel like the loneliest girl in this world.
Samstag, 15. September 2018
Tag 17
408h ... "Als Allerletztes ist da etwas, das ich dir versprechen kann: dass ich dich nie vergessen werde und auch nie vergessen hab." Julia Engelmann
Langsam aber sicher kommt die Verzweiflung, die Trauer, die Wut, die Hoffnungslosigkeit, das Vermissen, der Schmerz und die Tränen.
Aber ich versuche immer noch nicht zu fallen. Die Tränen und all die Gefühle zu verdrängen. Mir einzureden, dass sie nicht weg ist, nur auf Mäusejagd und in den nächsten Minuten vor'm Fenster wartet. Aber es ist nicht so.
Zu gerne würde ich mich betrinken. Aber Alkohol zu kaufen traue ich mich nicht. Aus Angst man könnte mir ansehen wie verzweifelt und armselig ich bin. Also gibt es nur die Klinge, die Abhilfe verschafft. Narbe um Narbe kommt hinzu. Wie gern würde ich an den Armen weiter machen, wie viele Stunden habe ich in den letzten Tagen damit verbracht Pläne zu schmieden wie ich die Wunden verstecken könnte. Aber es steht zu viel auf dem Spiel. Daher doch nur am restlichen Körper, den ich verabscheue wie Dreck.
Es wird immer und immer schwerer und die Maske beginnt zu bröckeln. Trotz allem halte ich sie aufrecht, denn ich weiß nicht ob ich es überleben würde sie fallen zu lassen.
Die letzten beiden freien Tage habe ich verschlafen. Beinahe vollständig. Heute habe ich gebacken. Zwei Kuchen. Was auch immer ich damit mache, den einen habe ich zum Teil gegessen, den Rest eingefroren, der andere steht unberührt im Ofen. Hab überlegt den morgen mit in den Verein zu nehmen, aber ich denke nicht das er schmeckt weshalb ich mich wahrscheinlich nicht traue.
Morgen erster Kurstag.
Ich bin halbwegs vorbereitet. Und ich hab Angst. Große Angst. Aber ich schaff das schon. Irgenwie.
Ein grober Plan was ich mit den beiden Gruppen machen werde steht. Ich muss es nur noch schaffen dort PÜNKTLICH aufzutauchen und es nicht vor Nervosität zu verkacken.
Die restliche Welt da draußen überfordert mich komplett.
Menschliche Begegnungen machen mir so viel Angst. Es wird von Tag zu Tag schwerer die Wohnung zu verlassen. Beinahe jede Begegnung ist wie Folter. Ich beginne zu zittern und zu schwitzen und würde am liebsten fliehen, oder im Erdboden versinken.
Ich wünsche jedem der das hier liest, von ganzem Herzen alles Liebe <3
Langsam aber sicher kommt die Verzweiflung, die Trauer, die Wut, die Hoffnungslosigkeit, das Vermissen, der Schmerz und die Tränen.
Aber ich versuche immer noch nicht zu fallen. Die Tränen und all die Gefühle zu verdrängen. Mir einzureden, dass sie nicht weg ist, nur auf Mäusejagd und in den nächsten Minuten vor'm Fenster wartet. Aber es ist nicht so.
Zu gerne würde ich mich betrinken. Aber Alkohol zu kaufen traue ich mich nicht. Aus Angst man könnte mir ansehen wie verzweifelt und armselig ich bin. Also gibt es nur die Klinge, die Abhilfe verschafft. Narbe um Narbe kommt hinzu. Wie gern würde ich an den Armen weiter machen, wie viele Stunden habe ich in den letzten Tagen damit verbracht Pläne zu schmieden wie ich die Wunden verstecken könnte. Aber es steht zu viel auf dem Spiel. Daher doch nur am restlichen Körper, den ich verabscheue wie Dreck.
Es wird immer und immer schwerer und die Maske beginnt zu bröckeln. Trotz allem halte ich sie aufrecht, denn ich weiß nicht ob ich es überleben würde sie fallen zu lassen.
Die letzten beiden freien Tage habe ich verschlafen. Beinahe vollständig. Heute habe ich gebacken. Zwei Kuchen. Was auch immer ich damit mache, den einen habe ich zum Teil gegessen, den Rest eingefroren, der andere steht unberührt im Ofen. Hab überlegt den morgen mit in den Verein zu nehmen, aber ich denke nicht das er schmeckt weshalb ich mich wahrscheinlich nicht traue.
Morgen erster Kurstag.
Ich bin halbwegs vorbereitet. Und ich hab Angst. Große Angst. Aber ich schaff das schon. Irgenwie.
Ein grober Plan was ich mit den beiden Gruppen machen werde steht. Ich muss es nur noch schaffen dort PÜNKTLICH aufzutauchen und es nicht vor Nervosität zu verkacken.
Die restliche Welt da draußen überfordert mich komplett.
Menschliche Begegnungen machen mir so viel Angst. Es wird von Tag zu Tag schwerer die Wohnung zu verlassen. Beinahe jede Begegnung ist wie Folter. Ich beginne zu zittern und zu schwitzen und würde am liebsten fliehen, oder im Erdboden versinken.
Ich wünsche jedem der das hier liest, von ganzem Herzen alles Liebe <3
Freitag, 14. September 2018
Tag 16
376h sind es nun. Es fühlt sich immer noch so an, als würde sie jeden Moment am Fenster sitzen und sich lautstark beschweren warum es so lange dauert bis ich sie herein lasse.
Gleichzeitig denke ich aber nicht, das ich sie jemals wieder sehen werde. Komischer Zustand.
Auch alles andere ist schwer.
Ich hab frei. Bis nächsten Freitag. Eine ganze Woche. Und ich bin so erleichtert darüber. Jeder Tag dort ist eine Qual für mich. Weil es meine Grenzen überschreitet. Weil ich jeden verdammten Arbeitstag Angst habe alles falsch zu machen. Nicht gut genug zu sein.
Natürlich ist diese Angst grundsätzlich da, aber dort ist es noch schlimmer. Es ist zu viel Verantwortung für mich. Ich kann das nicht tragen. Aber was bleibt anderes übrig?
Ungefähr genauso geht es mir mit dem Hundekurs. Am Sonntag muss ich wieder das erste offizielle Training der Herbstsaison halten. Wieder 2 Gruppen. Ich weiß echt nicht wie. Aber auch da bleibt mir nichts anderes übrig.
Man würde vielleicht denken ich würde meine freie Woche genießen. Aber ich kann euch verischern, das mache ich nicht.
Ich fühle mich unglaublich einsam. Gleichzeitig ziehe ich mich immer noch mehr zurück.
Mein Onkel und gleichzeitig Taufpate ist der einzige meiner Verwandtschaft der mir noch jährlich zum Geburtstag gratuliert (meine Familie mal ausgenommen, die haben mir eine WhatsApp geschickt). Und ich Vollidiot war nicht fähig ans Telefon ran zugehen. Dabei freue ich mich immer, dass wenigstens einer meiner Verwandtschaft mich nicht vergessen hat und mich nicht verabscheut.
Es tut weh so ein Versager zu sein. So undankbar.
Ich dachte ich würde es heuer lockerer wegstecken. Diesen jährlichen Scheißtag. An dem Tag ging's auch. aber im Nachhinein ist es doch nicht so einfach.
Wenn alle Fragen ob man denn einen schönen Tag gehabt hätte und viel gefeiert habe....
Wenn man sich selber fragt mit wem man den bitte feiern hätte sollen, wenn man doch niemanden hat der mit einem feiern hätte können.
Wenn man an der Bushaltestelle die gesamte Packung Pralinen in sich reinstopft die jeder von der Firma zum Geburtstag bekommt weil man so furchtbar traurig und einsam ist und nicht zum weinen anfangen will.
Naja ein paar Tage sind nun vergangen somit ist wenigstens diese Scheißzeit für heuer überstanden. Am Sonntag sollten die letzten Glückwünsche kommen, dann ist es erstmal erledigt.
Ist ja auch ohne Gebrutstage schon schwer genug.
Gleichzeitig denke ich aber nicht, das ich sie jemals wieder sehen werde. Komischer Zustand.
Auch alles andere ist schwer.
Ich hab frei. Bis nächsten Freitag. Eine ganze Woche. Und ich bin so erleichtert darüber. Jeder Tag dort ist eine Qual für mich. Weil es meine Grenzen überschreitet. Weil ich jeden verdammten Arbeitstag Angst habe alles falsch zu machen. Nicht gut genug zu sein.
Natürlich ist diese Angst grundsätzlich da, aber dort ist es noch schlimmer. Es ist zu viel Verantwortung für mich. Ich kann das nicht tragen. Aber was bleibt anderes übrig?
Ungefähr genauso geht es mir mit dem Hundekurs. Am Sonntag muss ich wieder das erste offizielle Training der Herbstsaison halten. Wieder 2 Gruppen. Ich weiß echt nicht wie. Aber auch da bleibt mir nichts anderes übrig.
Man würde vielleicht denken ich würde meine freie Woche genießen. Aber ich kann euch verischern, das mache ich nicht.
Ich fühle mich unglaublich einsam. Gleichzeitig ziehe ich mich immer noch mehr zurück.
Mein Onkel und gleichzeitig Taufpate ist der einzige meiner Verwandtschaft der mir noch jährlich zum Geburtstag gratuliert (meine Familie mal ausgenommen, die haben mir eine WhatsApp geschickt). Und ich Vollidiot war nicht fähig ans Telefon ran zugehen. Dabei freue ich mich immer, dass wenigstens einer meiner Verwandtschaft mich nicht vergessen hat und mich nicht verabscheut.
Es tut weh so ein Versager zu sein. So undankbar.
Ich dachte ich würde es heuer lockerer wegstecken. Diesen jährlichen Scheißtag. An dem Tag ging's auch. aber im Nachhinein ist es doch nicht so einfach.
Wenn alle Fragen ob man denn einen schönen Tag gehabt hätte und viel gefeiert habe....
Wenn man sich selber fragt mit wem man den bitte feiern hätte sollen, wenn man doch niemanden hat der mit einem feiern hätte können.
Wenn man an der Bushaltestelle die gesamte Packung Pralinen in sich reinstopft die jeder von der Firma zum Geburtstag bekommt weil man so furchtbar traurig und einsam ist und nicht zum weinen anfangen will.
Naja ein paar Tage sind nun vergangen somit ist wenigstens diese Scheißzeit für heuer überstanden. Am Sonntag sollten die letzten Glückwünsche kommen, dann ist es erstmal erledigt.
Ist ja auch ohne Gebrutstage schon schwer genug.
Dienstag, 11. September 2018
Montag, 10. September 2018
Tag 12
288h immer noch nichts, Trockenfutter hab ich gestern verschenkt; der Rest bleibt noch
Der Tag war nicht ganz so schlimm wie erwartet. Ich hab vor morgen aber fast noch mehr Angst gerade.
Ironischerweise ist heute der "suicide prevention day" und alles was ich gerade will ist sterben.
Leben ist zu schwer und zu einsam.
Der Tag war nicht ganz so schlimm wie erwartet. Ich hab vor morgen aber fast noch mehr Angst gerade.
Ironischerweise ist heute der "suicide prevention day" und alles was ich gerade will ist sterben.
Leben ist zu schwer und zu einsam.
Samstag, 8. September 2018
Tag 9
216h
Die Hoffnung schwindet
Mein Bruder war tatsächlich da. Bzw. bleibt er bis Sonntag. Mit seiner neuen Freundin. Im Hotel.
Ich bin die erste der Familie die sie kennen gelernt hat. Sehr symphatisch. Ich freu mich sehr für ihn. Wirklich unglaublich sehr.
Und ich bin eifersüchtig. Bescheuert ich weiß. Ich bin auch echt wütend auf mich deswegen. Aber ich kann nichts dagegen machen.
Er war der einzige meiner Familie der hin und wieder etwas mit mir unternommen hat. Jetzt fällt das weg.
Nicht das wir viel miteinander gemacht hätten, aber hin und wieder gemeinsam wandern oder einmal im Jahr einen Tagesausflug irgendwohin. Jetzt hat er eine bessere Wanderbegleitung.
Ich hab heute gekocht. Und davon gegessen.
Mit meinem Bruder und seiner Freundin war ich noch Burger essen.
Ich wollte mich davor drücken....ging nicht.
Alles umsonst. Ich hätte es geschafft bis Montag unter der 45 zu sein.
Jetzt kann ich froh sein, wenn am Montag überhaupt noch die 45 da ist und nicht noch mehr.
Morgen zum Essen eingeladen, Sonntag schon wieder Burger.
Dabei war alles so gut geplant.
Ich hab Angst. Und schon wieder Tränen in den Augen.
Monatelang wollte ich weinen und es ging nicht. Es kamen keine Tränen. in den letzten paar Wochen ist es unglaublich schwer nicht jeden Tag beinahe loszuheulen.
Was ist den bloß los?
Leben ist so schwer.
Es tut weh. Ich weiß nicht was es ist. Der Schmerz ist in mir drinn. Lässt sich nicht lokalisieren. Es tut einfach weh.
Überleben ist gerade zu anstrengend und ich würde unglaublich gerne aufgeben. Genau jetzt.
Morgen habe ich Dienst. Die Saison startet und das überfordert mich gleich noch mehr als ein Arbeitstag generell. Danach bei meinem Ex zum Essen eingeladen.
Sonntag Kursbeginn im Hundeverein. Ich will keinen Kurs mehr halten, hab keine Kraft mehr dazu. Inklusive Burger essen zum Herbstkurs-Beginn.
Montag = Scheißtag.
Ich bin beinahe schon erleichtert, dass ich Montag und Dienstag (und Mittwoch) arbeiten muss. Vielleicht fließen dann weniger Tränen. Vielleicht fühlt sich dieser Tag dann etwas weniger einsam an. Vielleicht kann ich so dem ein oder anderen Anruf aus dem Weg gehen.
Vielleicht wäre es aber auch einfach ein wundervoller Tag um zu sterben.
Wenn ich genauer darüber nachdenke wäre der Tag eigentlich perfekt dafür.
Mehr als perfekt.
Aber dazu bin ich leider doch nicht ganz bereit. Im Moment. Aber man kann den Gedanken ja mal im Hinterkopf behalten, denn so eine Gelegenheit bekomme ich so schnell nicht mehr.
Würde ich damit das Lebensversprechen brechen? Das hab ich doch schon vor Monaten abgegeben. Wir haben keinen Zeitrahmen vereinbart, also wie lange gilt das?
Am liebsten würde ich vorsichtshalber mal einen neuen Abschiedsbrief anfangen zu schreiben. Gerade ist da so viel in meinem Kopf was ich schreiben möchte, was ich noch sagen möchte.
Die Zeit rennt. Es ist schon nach 0Uhr, und in 6h muss ich schon wieder aufstehen. Ich sollte wirklich dringend schlafen. Aber wie? Die Nacht wird wohl wieder furchtbar. Furchtbar beängstigend, furchtbar mutlos, furchtbar hilflos, furchtbar hoffnungslos, furchtbar schlaflos.
Die Hoffnung schwindet
Mein Bruder war tatsächlich da. Bzw. bleibt er bis Sonntag. Mit seiner neuen Freundin. Im Hotel.
Ich bin die erste der Familie die sie kennen gelernt hat. Sehr symphatisch. Ich freu mich sehr für ihn. Wirklich unglaublich sehr.
Und ich bin eifersüchtig. Bescheuert ich weiß. Ich bin auch echt wütend auf mich deswegen. Aber ich kann nichts dagegen machen.
Er war der einzige meiner Familie der hin und wieder etwas mit mir unternommen hat. Jetzt fällt das weg.
Nicht das wir viel miteinander gemacht hätten, aber hin und wieder gemeinsam wandern oder einmal im Jahr einen Tagesausflug irgendwohin. Jetzt hat er eine bessere Wanderbegleitung.
Ich hab heute gekocht. Und davon gegessen.
Mit meinem Bruder und seiner Freundin war ich noch Burger essen.
Ich wollte mich davor drücken....ging nicht.
Alles umsonst. Ich hätte es geschafft bis Montag unter der 45 zu sein.
Jetzt kann ich froh sein, wenn am Montag überhaupt noch die 45 da ist und nicht noch mehr.
Morgen zum Essen eingeladen, Sonntag schon wieder Burger.
Dabei war alles so gut geplant.
Ich hab Angst. Und schon wieder Tränen in den Augen.
Monatelang wollte ich weinen und es ging nicht. Es kamen keine Tränen. in den letzten paar Wochen ist es unglaublich schwer nicht jeden Tag beinahe loszuheulen.
Was ist den bloß los?
Leben ist so schwer.
Es tut weh. Ich weiß nicht was es ist. Der Schmerz ist in mir drinn. Lässt sich nicht lokalisieren. Es tut einfach weh.
Überleben ist gerade zu anstrengend und ich würde unglaublich gerne aufgeben. Genau jetzt.
Morgen habe ich Dienst. Die Saison startet und das überfordert mich gleich noch mehr als ein Arbeitstag generell. Danach bei meinem Ex zum Essen eingeladen.
Sonntag Kursbeginn im Hundeverein. Ich will keinen Kurs mehr halten, hab keine Kraft mehr dazu. Inklusive Burger essen zum Herbstkurs-Beginn.
Montag = Scheißtag.
Ich bin beinahe schon erleichtert, dass ich Montag und Dienstag (und Mittwoch) arbeiten muss. Vielleicht fließen dann weniger Tränen. Vielleicht fühlt sich dieser Tag dann etwas weniger einsam an. Vielleicht kann ich so dem ein oder anderen Anruf aus dem Weg gehen.
Vielleicht wäre es aber auch einfach ein wundervoller Tag um zu sterben.
Wenn ich genauer darüber nachdenke wäre der Tag eigentlich perfekt dafür.
Mehr als perfekt.
Aber dazu bin ich leider doch nicht ganz bereit. Im Moment. Aber man kann den Gedanken ja mal im Hinterkopf behalten, denn so eine Gelegenheit bekomme ich so schnell nicht mehr.
Würde ich damit das Lebensversprechen brechen? Das hab ich doch schon vor Monaten abgegeben. Wir haben keinen Zeitrahmen vereinbart, also wie lange gilt das?
Am liebsten würde ich vorsichtshalber mal einen neuen Abschiedsbrief anfangen zu schreiben. Gerade ist da so viel in meinem Kopf was ich schreiben möchte, was ich noch sagen möchte.
Die Zeit rennt. Es ist schon nach 0Uhr, und in 6h muss ich schon wieder aufstehen. Ich sollte wirklich dringend schlafen. Aber wie? Die Nacht wird wohl wieder furchtbar. Furchtbar beängstigend, furchtbar mutlos, furchtbar hilflos, furchtbar hoffnungslos, furchtbar schlaflos.
Donnerstag, 6. September 2018
Tag 8
192h
8,5h wandern mit Keewah heute. Bis auf 2334m Seehöhe haben wir es geschafft. Ausgangspunkt lag bei ca 850m. Fast 1500m Höhe zu fuß. Damit bin ich jetzt doch recht zufrieden.
Wunderschöne Tour auf die Nordkette. Runter wären wir besser mit der Bahn gefahren, aber das hab ich mich nicht getraut. War doch etwas zuviel für uns, aber egalm wir habens ja trotzdem geschafft,
Meine nichtvorhandene Beinmuskulatur schmerzt, meine Füße schmerzen, Sonnenbrand im Gesicht und Kopfschmerzen.
Und viel zu viele Menschen. Touristen die mit Sandalen, FlipFlops, Schühchen etc mit der Bahn hochfahren, in alpinem Gelände rumlaufen und....
Ach die stören mich einfach furchtbar. Dieses Gefühl, wenn man völlig erledigt die Spitze des Bergers erreicht, aussieht als hätte man drei mal gekotzt, wäre fünf mal zusammengeklappt, ist nassgeschwitzt als wär man mit Klamotten in den Pool gehüpft mit strahlenden Augen und dem wundervollen Gefühl es geschafft zu haben. Das sich die Mühe und Anstrengung gelohnt hat. Die Ruhe, Zufriedenheit der anderen Wanderer und die Aussicht zu genießen. Das ist es was das Bergsteigen ausmacht. Aber wenn man wie schon beschrieben oben ankommt und da hundert Menschen in Sandalen, Schühchen, Designer-Klamotten und wie frisch aus dem Modekatalog entsprungen veruschen das beste Foto hinzubekommen und es zugeht wie auf einem Markt dann ist das alles andere als wundervoll. Aber gut.
Der Tag war trotzdem gut. Denn ich hab mich aufgerafft etwas zu tun.
Einer meiner Brüder kommt morgen vielleicht. In den 6 Jahren was ich nun hier lebe war er genau 2 mal da. Um beim Übersiedeln zu helfen. Ich hatte während der Wanderung Fotos in meinen WhatsApp-Status geladen, daraufhin hat er gefragt wo das sei und das er morgen, Samstag oder Sonntag eben herkommen würde und gerne Bergsteigen würde. Die Route die ich für heute geplant hatte und ja auch schon unterwegs war. Nein, kann er ja auch nicht einen Tag vorher sagen.
Ausserdem kommt er auch nicht wegen mir. Nein, nur um sich die Kletter-WM anzusehen.
Keine Ahnung. Ich würde mich freuen wenn er kommt. Und ich hab mir so gewünscht, dass mich mal jemand besuchen kommt. Und versuche ihn seit 1,5 Jahren dazu zu übereden hier mit mir Wandern zu gehen. Aber ganz ehrlich: Nie und nimmer lauf ich da morgen nochmal hoch.
Naja mal sehen. Wahrscheinlich kommt er ja doch nicht. Oder erst Samstag wo ich arbeiten muss.
Alles Liebe an euch
8,5h wandern mit Keewah heute. Bis auf 2334m Seehöhe haben wir es geschafft. Ausgangspunkt lag bei ca 850m. Fast 1500m Höhe zu fuß. Damit bin ich jetzt doch recht zufrieden.
Wunderschöne Tour auf die Nordkette. Runter wären wir besser mit der Bahn gefahren, aber das hab ich mich nicht getraut. War doch etwas zuviel für uns, aber egalm wir habens ja trotzdem geschafft,
Meine nichtvorhandene Beinmuskulatur schmerzt, meine Füße schmerzen, Sonnenbrand im Gesicht und Kopfschmerzen.
Und viel zu viele Menschen. Touristen die mit Sandalen, FlipFlops, Schühchen etc mit der Bahn hochfahren, in alpinem Gelände rumlaufen und....
Ach die stören mich einfach furchtbar. Dieses Gefühl, wenn man völlig erledigt die Spitze des Bergers erreicht, aussieht als hätte man drei mal gekotzt, wäre fünf mal zusammengeklappt, ist nassgeschwitzt als wär man mit Klamotten in den Pool gehüpft mit strahlenden Augen und dem wundervollen Gefühl es geschafft zu haben. Das sich die Mühe und Anstrengung gelohnt hat. Die Ruhe, Zufriedenheit der anderen Wanderer und die Aussicht zu genießen. Das ist es was das Bergsteigen ausmacht. Aber wenn man wie schon beschrieben oben ankommt und da hundert Menschen in Sandalen, Schühchen, Designer-Klamotten und wie frisch aus dem Modekatalog entsprungen veruschen das beste Foto hinzubekommen und es zugeht wie auf einem Markt dann ist das alles andere als wundervoll. Aber gut.
Der Tag war trotzdem gut. Denn ich hab mich aufgerafft etwas zu tun.
Einer meiner Brüder kommt morgen vielleicht. In den 6 Jahren was ich nun hier lebe war er genau 2 mal da. Um beim Übersiedeln zu helfen. Ich hatte während der Wanderung Fotos in meinen WhatsApp-Status geladen, daraufhin hat er gefragt wo das sei und das er morgen, Samstag oder Sonntag eben herkommen würde und gerne Bergsteigen würde. Die Route die ich für heute geplant hatte und ja auch schon unterwegs war. Nein, kann er ja auch nicht einen Tag vorher sagen.
Ausserdem kommt er auch nicht wegen mir. Nein, nur um sich die Kletter-WM anzusehen.
Keine Ahnung. Ich würde mich freuen wenn er kommt. Und ich hab mir so gewünscht, dass mich mal jemand besuchen kommt. Und versuche ihn seit 1,5 Jahren dazu zu übereden hier mit mir Wandern zu gehen. Aber ganz ehrlich: Nie und nimmer lauf ich da morgen nochmal hoch.
Naja mal sehen. Wahrscheinlich kommt er ja doch nicht. Oder erst Samstag wo ich arbeiten muss.
Alles Liebe an euch
Mittwoch, 5. September 2018
Tag 7
168h
Ich stehe am Postkasten und höre ein Geräusch, ich bilde mir ein es war ein maunzen von Malia, zucke zusammen, bekomme Gänsehaut dreh mich um. Es war nur die quietschende Tür des Gasthauses.
Hab mir ein Puzzle gekauft, um mich abzulenken. funktioniert einigermaßen.
Ich habe eine Wunde der letzten Tage schlecht abgeklebt, und haute beim Arbeiten ständig aufgerissen. Immer wieder ist die Hose angeklebt und wenn ich mich bewegt habe, hab ich sie aufgerissen. Das hat mir in gewisser Weise den Tag gerettet. Zum Glück sind meine Arbeitsklamotten normalerweise schwarz, da fällt auch nichts auf. trotzdem darf ich nicht nachlässig werden.
Meine Wut und mein Hass gegen Menschen steigt immer mehr.
Hat man einen Hund wird man oft behandelt wie ein Aussätziger. Ist der Hund noch dazu auch wirklich Hund (lässt sich nicht von jedem anfassen, reagiert auf Provokation,will nicht mit anderen Hunden spielen...) hat man kaum eine Chance. Oft noch nichtmal unter anderen Hundebesitzern.
Man wird einfach angepöbelt, beschimpft, belehrt, unangenehm angesprochen wenn man bloß die Straße lang läuft. Man darf viele öffentliche Gebäude nicht betreten, und da rede ich nicht von Lebensmittelläden (da kann ich es auch absolut nachvollziehen) wo wenigstens ein Haken vor der Tür ist wo man den Hund anbinden kann, sondern von Kundencenter, etc.
Heute wurde mein Hund von einem Jugen provoziert, vermutlich nicht absichtlich aber das tut nichts zur Sache. Sie bellt. Wir fliegen raus. Keiner kommt auf die Idee dem Kind zu sagen wie man sich einem Hund gegenüber verhält.
Ich seh es nicht ein.
In unserer Gesellschaft sind nur Hunde die nicht bellen, nicht ziehen, nichts anpinkeln, nirgends hinkacken, keine Wiesen und Felder betreten, sich von jedem anfassen lassen und süß aussehen gute Hunde.
Anstatt der Gesellschaft zu vermitteln wie man sich Tieren gegenüber verhält werden Tiere gezwungen sich so zu verhalten wie die Gesellschaft es gerne hätte.
Das wir Menschen ohne der Hilfe von Tieren aber in der Evolution noch VIEL weiter hinten stecken würden interessiert keinen.
Ach ja, und wer einen Hund hat lebt am besten direkt unter der Brücke, denn einen Vermierter zu finden, der Hunde akzeptiert ist schwierig.
Aber wehe der Hund pinkelt unter die Brücke, dann sllte man sich doch besser aus der Stadt verpissen, Hunde gehören ja auch nicht in die Stadt. hunde gehören aufs Land. Aber wehe der Hund kackt in eine Wiese, oder läuft ohne Leine, und mit einem Hund durch den Wald zu gehen geht doch gar nicht! Der könnte das Wild aufscheuchen.
Aber für Mountainbiker werden Trails auf den Wildwechsel-Wegen gebaut.
Alles klar.
Leckt mich doch.
Mein Hund muss sich nicht von jedem anfassen lassen, denn KEINER hat sie ohne zu fragen anzufassen. Mein Hund darf auf Provokation reagieren, und sie muss auch mit keinem fremden Hund spielen oder freundlich an der Leine beschnuppern. Es reicht mir vollkommen wenn sie an der Leine einfach an fremden Hunden vorbeiläuft und diese ignoriert oder einen Bogen darum macht.
Dieses Thema regt mich furchtbar auf. (wie man vielleicht merkt)
Ich muste das mal kurz raus lassen um mich zu beruhigen. Sorry, not sorry.
Ps. nein ich verlange nicht, dass jeder Hunde mag. Aber ich verlange, dass man Hunde Hunde sein lässt, das sowohl Besitzer Verantwortung übernehmen, als auch Menschen die Hunde nicht mögen einfach die Klappe halten. Ich verlange Respekt gegenüber der Natur und den Tieren (und anderen Menschen gegenüber auch).
Ich stehe am Postkasten und höre ein Geräusch, ich bilde mir ein es war ein maunzen von Malia, zucke zusammen, bekomme Gänsehaut dreh mich um. Es war nur die quietschende Tür des Gasthauses.
Hab mir ein Puzzle gekauft, um mich abzulenken. funktioniert einigermaßen.
Ich habe eine Wunde der letzten Tage schlecht abgeklebt, und haute beim Arbeiten ständig aufgerissen. Immer wieder ist die Hose angeklebt und wenn ich mich bewegt habe, hab ich sie aufgerissen. Das hat mir in gewisser Weise den Tag gerettet. Zum Glück sind meine Arbeitsklamotten normalerweise schwarz, da fällt auch nichts auf. trotzdem darf ich nicht nachlässig werden.
Meine Wut und mein Hass gegen Menschen steigt immer mehr.
Hat man einen Hund wird man oft behandelt wie ein Aussätziger. Ist der Hund noch dazu auch wirklich Hund (lässt sich nicht von jedem anfassen, reagiert auf Provokation,will nicht mit anderen Hunden spielen...) hat man kaum eine Chance. Oft noch nichtmal unter anderen Hundebesitzern.
Man wird einfach angepöbelt, beschimpft, belehrt, unangenehm angesprochen wenn man bloß die Straße lang läuft. Man darf viele öffentliche Gebäude nicht betreten, und da rede ich nicht von Lebensmittelläden (da kann ich es auch absolut nachvollziehen) wo wenigstens ein Haken vor der Tür ist wo man den Hund anbinden kann, sondern von Kundencenter, etc.
Heute wurde mein Hund von einem Jugen provoziert, vermutlich nicht absichtlich aber das tut nichts zur Sache. Sie bellt. Wir fliegen raus. Keiner kommt auf die Idee dem Kind zu sagen wie man sich einem Hund gegenüber verhält.
Ich seh es nicht ein.
In unserer Gesellschaft sind nur Hunde die nicht bellen, nicht ziehen, nichts anpinkeln, nirgends hinkacken, keine Wiesen und Felder betreten, sich von jedem anfassen lassen und süß aussehen gute Hunde.
Anstatt der Gesellschaft zu vermitteln wie man sich Tieren gegenüber verhält werden Tiere gezwungen sich so zu verhalten wie die Gesellschaft es gerne hätte.
Das wir Menschen ohne der Hilfe von Tieren aber in der Evolution noch VIEL weiter hinten stecken würden interessiert keinen.
Ach ja, und wer einen Hund hat lebt am besten direkt unter der Brücke, denn einen Vermierter zu finden, der Hunde akzeptiert ist schwierig.
Aber wehe der Hund pinkelt unter die Brücke, dann sllte man sich doch besser aus der Stadt verpissen, Hunde gehören ja auch nicht in die Stadt. hunde gehören aufs Land. Aber wehe der Hund kackt in eine Wiese, oder läuft ohne Leine, und mit einem Hund durch den Wald zu gehen geht doch gar nicht! Der könnte das Wild aufscheuchen.
Aber für Mountainbiker werden Trails auf den Wildwechsel-Wegen gebaut.
Alles klar.
Leckt mich doch.
Mein Hund muss sich nicht von jedem anfassen lassen, denn KEINER hat sie ohne zu fragen anzufassen. Mein Hund darf auf Provokation reagieren, und sie muss auch mit keinem fremden Hund spielen oder freundlich an der Leine beschnuppern. Es reicht mir vollkommen wenn sie an der Leine einfach an fremden Hunden vorbeiläuft und diese ignoriert oder einen Bogen darum macht.
Dieses Thema regt mich furchtbar auf. (wie man vielleicht merkt)
Ich muste das mal kurz raus lassen um mich zu beruhigen. Sorry, not sorry.
Ps. nein ich verlange nicht, dass jeder Hunde mag. Aber ich verlange, dass man Hunde Hunde sein lässt, das sowohl Besitzer Verantwortung übernehmen, als auch Menschen die Hunde nicht mögen einfach die Klappe halten. Ich verlange Respekt gegenüber der Natur und den Tieren (und anderen Menschen gegenüber auch).
Dienstag, 4. September 2018
Tag 6
144h und keine Spur. Ich verdränge um nicht zu fallen. Sie MUSS wieder kommen. Sie wird wieder kommen.
Montag, 3. September 2018
Tag 5
120h...sie wird wieder kommen. Ich hab sie auf die Tierheimseite setzen lassen für vermisste Tiere. Aber das war unnötig, denn sie wird von selbst wiederkommen. Sie ist nicht tot. Ganz bestimmt nicht. Nur wo eingesperrt und kommt heim sobald sie raus kann. Ich bin mir sicher. Sie kommt wieder.
Einschlafen konnte ich gestern nicht, also erst um halb 5 Uhr morgens ca. war aber dann trotzdem um 9 wach.
Hätte mir ein neues Busticket holen sollen, aber das konnte ich nicht. War mir zuviel. Dafür war ich Einkaufen und hab Brot gekauft. Ich kaufe nie Brot. Und jetzt weiß ich auch wieder warum. Ich hab nämlich den ganzen Laib gegessen heute. Und nicht nur das...
Aber okay, ist eben so. In Zukunft gibt es wieder Brot-Verbot.
Hab heute Vormittag auch tatsächlich die Wohnung gesaugt und noch ein bisschen aufgeräumt und Wäsche gewaschen.
Nachmittag ging wieder gar nichts mehr.
Die Angst vor dem Arbeiten kam angekrochen und blockiert mich. Wie immer.
Aber ich werde es überstehen. Irgendwie.
Bloß nicht aufgeben...
Einschlafen konnte ich gestern nicht, also erst um halb 5 Uhr morgens ca. war aber dann trotzdem um 9 wach.
Hätte mir ein neues Busticket holen sollen, aber das konnte ich nicht. War mir zuviel. Dafür war ich Einkaufen und hab Brot gekauft. Ich kaufe nie Brot. Und jetzt weiß ich auch wieder warum. Ich hab nämlich den ganzen Laib gegessen heute. Und nicht nur das...
Aber okay, ist eben so. In Zukunft gibt es wieder Brot-Verbot.
Hab heute Vormittag auch tatsächlich die Wohnung gesaugt und noch ein bisschen aufgeräumt und Wäsche gewaschen.
Nachmittag ging wieder gar nichts mehr.
Die Angst vor dem Arbeiten kam angekrochen und blockiert mich. Wie immer.
Aber ich werde es überstehen. Irgendwie.
Bloß nicht aufgeben...
Sonntag, 2. September 2018
Tag 4
96h ist sie nun weg. Meine Ex-Schwiegermutter sagte ich solle heute Abend rausgehen, wenn es ruhig und dunkel ist und nach ihr rufen. Vielleicht höre ich sie irgendwo maunzen und kann es im besten Falle zuordnen woher es kommt. Ich denke nicht das es funktionieren wird, aber ich werde es versuchen.
Ich habe mich heute aufgerafft und bin zum Verein gelaufen. Hab mit meiner Kleinen trainiert und Lob vom Trainer bekommen. Kommt nicht oft vor. Es macht mich stolz. Nein, eigentlich nicht. Aber es lässt den Selbsthass ein bisschen schrumpfen.
Meine Ex-Schwiegermutter hat gesagt ich solle essen, es gäbe Kartoffelgulasch, es sei genug da. Ob ich mich dafür angemeldet hätte? Ich sagte nein, ich hatte mein Handy 2 Tage aus und habs nicht gelesen aber hätte keinen Hunger.
Und schon ging's los: "Dir geht's nicht gut. Ich hab doch gesagt du sollst kommen wenn's dir nicht gut geht.(Ja klar jeder fährt zu seinem Exfreund, der auch eine neue Freundin hat, nach Hause wenn's einem nicht gut geht und höchst depressiv ist wo man sowieso so gerne unter Menschen ist) Du bist jederzeit willkommen. Mehr kann ich nicht machen! Gehst du noch zu deiner Ärztin? Hilft dir die nicht? Du musst tun was dir Spaß macht und gut tut. Mach dein Studium fertig! Dir fehlt ja nicht mehr viel. Vielleicht bekommst du einen Job an der Uni. Ich hab gefüllte Paprika eingefroren, die kannst du dir mal nach der Arbeit holen. Die magst du doch oder? ...."
"Ja ich geh wieder zu meiner Ärztin. Doch, doch...die hilft mir sehr. Ja mach ich. Ja danke hol ich mir gern! Es geht schon. Ich komm schon klar. Alles gut. Danke"
Fünf Mal wird mir gesagt ich solle mir was zu Essen holen es sei genug da. Von verschiedenen Leuten. Ich antworte immer wieder: Danke, sehr nett, aber ich hab wirklich keinen Hunger.
Meine Ex-Schwiegermutter drückt mir einen Teller in die Hand und sagt: "Iss!" Ich wehre mich dagegen, blocke ab, sie gibt nicht auf. Ich gebe nach. "Guck mal wie du aussiehst!"(Ja danke ich weiß wie fett und häßlich ich bin), "Ich hab deinem Papa versprochen, dass ich auf dich aufpasse!". Ich nehme den Teller und geh, mit Tränen in den Augen. Ich weiß nicht ob vor Wut und Verzweiflung oder vor Dankbarkeit und Gerührtheit.
Tag 6 als Nichtraucher. Wie schwer es manchmal sein kann, und wie sehr ich es hasse nicht zu rauchen. Aber ich werde die Wette nicht verlieren.
Achtung eklig: Mein Darm findet es "Scheiße" als Nichtraucher-Darm zu leben. Er meint, er behalte seinen Inhalt solange kein Nikotin kommt. Gut, soll er doch. Gibt nichts was ich mehr hasse als meinen Körper. Schlimmer kanns also kaum werden und irgendwann wird sich auch mein Verdauungstrakt daran gewöhnt haben.
Als ich vorhin nachhause gebracht wurde habe ich Geschirr gespült und angefangen etwas aufzuräumen. Das ist gut. Nein es ist nicht "ordentlich" oder "sauber", aber die Wohnungstür geht wieder 90° auf, der Laptop hat am Küchentisch Platz und im Mülleimer im Badezimmer befindet sich nun wieder ein Müllsack in dem sich auch schon ein Teil des Mülls befindet der davor im Badezimmer verteilt war. Es ist immer noch furchtbar eklig und ich würde keinen Menschen herein lassen, aber es ist ein kleiner Fortschritt für mich.
Nun bin ich wieder überfordert. Deshalb entsteht auch dieser Post hier. Übersprungshandlung.
Ich darf nicht nichts tun, wenn ich schon mal angefangen habe etwas zu tun. Höre ich auf und hocke mich gemütlich auf mein Bett bin ich wieder gefangen im Nichtstun. Davor habe ich Angst.
Aber alles andere ist mir zuviel. Ich würde gerne weiter am Haushalt arbeiten, aber ich bin überfordert damit, wo ich weitermachen soll. Den 2 Aufgaben meiner Therapeutin fühle ich mich auch nicht gewachsen. Wenn ich nun anfange meine Gedankenchaos-Zettel zu ordnen falle ich. Mit dem Uni-Kram ordnen und Termin mit dem Professor ausmachen verbinde ich direkt mich von der Brücke zu stürzen und sehe es schon vor mir. Auch nicht besonders gut.
Also was soll ich machen?
Wie überstehe ich die nächsten Stunden ohne zu fallen?
Ich habe mich heute aufgerafft und bin zum Verein gelaufen. Hab mit meiner Kleinen trainiert und Lob vom Trainer bekommen. Kommt nicht oft vor. Es macht mich stolz. Nein, eigentlich nicht. Aber es lässt den Selbsthass ein bisschen schrumpfen.
Meine Ex-Schwiegermutter hat gesagt ich solle essen, es gäbe Kartoffelgulasch, es sei genug da. Ob ich mich dafür angemeldet hätte? Ich sagte nein, ich hatte mein Handy 2 Tage aus und habs nicht gelesen aber hätte keinen Hunger.
Und schon ging's los: "Dir geht's nicht gut. Ich hab doch gesagt du sollst kommen wenn's dir nicht gut geht.
"Ja ich geh wieder zu meiner Ärztin. Doch, doch...die hilft mir sehr. Ja mach ich. Ja danke hol ich mir gern! Es geht schon. Ich komm schon klar. Alles gut. Danke"
Fünf Mal wird mir gesagt ich solle mir was zu Essen holen es sei genug da. Von verschiedenen Leuten. Ich antworte immer wieder: Danke, sehr nett, aber ich hab wirklich keinen Hunger.
Meine Ex-Schwiegermutter drückt mir einen Teller in die Hand und sagt: "Iss!" Ich wehre mich dagegen, blocke ab, sie gibt nicht auf. Ich gebe nach. "Guck mal wie du aussiehst!"
Tag 6 als Nichtraucher. Wie schwer es manchmal sein kann, und wie sehr ich es hasse nicht zu rauchen. Aber ich werde die Wette nicht verlieren.
Achtung eklig: Mein Darm findet es "Scheiße" als Nichtraucher-Darm zu leben. Er meint, er behalte seinen Inhalt solange kein Nikotin kommt. Gut, soll er doch. Gibt nichts was ich mehr hasse als meinen Körper. Schlimmer kanns also kaum werden und irgendwann wird sich auch mein Verdauungstrakt daran gewöhnt haben.
Als ich vorhin nachhause gebracht wurde habe ich Geschirr gespült und angefangen etwas aufzuräumen. Das ist gut. Nein es ist nicht "ordentlich" oder "sauber", aber die Wohnungstür geht wieder 90° auf, der Laptop hat am Küchentisch Platz und im Mülleimer im Badezimmer befindet sich nun wieder ein Müllsack in dem sich auch schon ein Teil des Mülls befindet der davor im Badezimmer verteilt war. Es ist immer noch furchtbar eklig und ich würde keinen Menschen herein lassen, aber es ist ein kleiner Fortschritt für mich.
Nun bin ich wieder überfordert. Deshalb entsteht auch dieser Post hier. Übersprungshandlung.
Ich darf nicht nichts tun, wenn ich schon mal angefangen habe etwas zu tun. Höre ich auf und hocke mich gemütlich auf mein Bett bin ich wieder gefangen im Nichtstun. Davor habe ich Angst.
Aber alles andere ist mir zuviel. Ich würde gerne weiter am Haushalt arbeiten, aber ich bin überfordert damit, wo ich weitermachen soll. Den 2 Aufgaben meiner Therapeutin fühle ich mich auch nicht gewachsen. Wenn ich nun anfange meine Gedankenchaos-Zettel zu ordnen falle ich. Mit dem Uni-Kram ordnen und Termin mit dem Professor ausmachen verbinde ich direkt mich von der Brücke zu stürzen und sehe es schon vor mir. Auch nicht besonders gut.
Also was soll ich machen?
Wie überstehe ich die nächsten Stunden ohne zu fallen?
Samstag, 1. September 2018
Tag 3
72h, also 3 volle Tage ist Malia, meine Katze, nun weg.
Keewah ist furchtbar langweilig. Sie jammert und nervt. Ist auch ihr gutes Recht.
Ich liege schon wieder den ganzen Tag im Bett. Ich wollte tatsächlich raus gehen mir ihr, eine große Runde am Nachmittag bei Regen um hoffentlich niemandem zu begegnen. Aber plötzlich klingelte es an meiner Wohnungstür. Ich bekam Panik und traute mich kaum mehr einen Mucks zu machen. Also mit Buch und Laptop im Bett geblieben. Vorallem weil dann auch noch gearbeitet wurde im Haus und ich da vorbei laufen hätte müssen. Allein das war unmöglich, aber dann hätten die auch mitgekriegt das ich die Tür nicht geöffnet hatte obwohl ich zuhause war.
Duschen wäre auch mal wieder angebracht, denn ich stinke bis zum Himmel.
Ich hoffte ich könne die Abendrunde mit der Kleinen noch so lange rauszögern bis es dunkel ist. Ich will nicht gesehn werden und ich will auch niemanden sehen. Aber das klappte nicht, sie musste raus. Daher wieder nur eine kleinere Runde, denn nachdem uns wieder jemand mit Hund entgegenkam wollte ich nur noch nach Hause.
Hätte ich Tabletten und Alkohol wäre wohl wieder einer dieser Tage. Aber ich habe weder das eine noch das andere.
Ich habe nach Alternativen gesucht aber mir viel leider nichts ein. Somit muss ich die nächsten Stunden wohl noch so überstehen.
Morgen werde ich natürlich wieder im Hundeverein erwartet. Ob das klappt weiß ich nicht.
Ich will Alkohol und Tabletten verdammt. Jetzt.
Mir fällt ein ich hab noch eine Flasche Limoncino, keine Ahnung ob das schmeckt bzw. ob das funktioniert. Fehlen noch Tabletten. Und Zigaretten, aber auf die kann ich im Notfall auch verzichten.
Ich hasse mich. So sehr.
Wär da bloß nicht diese riesen Angst meinen Job zu verlieren, dann würde ich nicht so lange zögern.
Keewah ist furchtbar langweilig. Sie jammert und nervt. Ist auch ihr gutes Recht.
Ich liege schon wieder den ganzen Tag im Bett. Ich wollte tatsächlich raus gehen mir ihr, eine große Runde am Nachmittag bei Regen um hoffentlich niemandem zu begegnen. Aber plötzlich klingelte es an meiner Wohnungstür. Ich bekam Panik und traute mich kaum mehr einen Mucks zu machen. Also mit Buch und Laptop im Bett geblieben. Vorallem weil dann auch noch gearbeitet wurde im Haus und ich da vorbei laufen hätte müssen. Allein das war unmöglich, aber dann hätten die auch mitgekriegt das ich die Tür nicht geöffnet hatte obwohl ich zuhause war.
Ich hoffte ich könne die Abendrunde mit der Kleinen noch so lange rauszögern bis es dunkel ist. Ich will nicht gesehn werden und ich will auch niemanden sehen. Aber das klappte nicht, sie musste raus. Daher wieder nur eine kleinere Runde, denn nachdem uns wieder jemand mit Hund entgegenkam wollte ich nur noch nach Hause.
Hätte ich Tabletten und Alkohol wäre wohl wieder einer dieser Tage. Aber ich habe weder das eine noch das andere.
Ich habe nach Alternativen gesucht aber mir viel leider nichts ein. Somit muss ich die nächsten Stunden wohl noch so überstehen.
Morgen werde ich natürlich wieder im Hundeverein erwartet. Ob das klappt weiß ich nicht.
Ich will Alkohol und Tabletten verdammt. Jetzt.
Mir fällt ein ich hab noch eine Flasche Limoncino, keine Ahnung ob das schmeckt bzw. ob das funktioniert. Fehlen noch Tabletten. Und Zigaretten, aber auf die kann ich im Notfall auch verzichten.
Ich hasse mich. So sehr.
Wär da bloß nicht diese riesen Angst meinen Job zu verlieren, dann würde ich nicht so lange zögern.
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