Steppenwölfin

Daten zu mir: (Kurzfassung)

Geboren:  September 1993
Größe: 1,63m

Höchstgewicht: 56,x kg
Tiefstgewicht: 43,x kg

Beruf: Studentin, Zoofachangestellte
Hobbys: Meine Tiere (derzeit 1 Hund, 1 Katze, 2 Rennmäuse, Aquarium), Hundetrainerin sein, Taekwondo, wandern, lesen, puzzlen

Lieblingsland: Norwegen


Ja. Wer bin ich?
Nach außen bin ich eine junge Frau, normalgewichtig und rede viel, weil ich nur selten jemanden zum Reden habe. Seit ich mich von meinem Freund zu Ostern 2016 getrennt habe, wohne ich nun in einer kleinen Wohnung, am Land etwas außerhalb meiner Studien- und Arbeitsstadt. Ich studiere mittlerweile im 12. Semester Biologie und ein Ende ist in Sicht. Nebenbei arbeite ich in einem Zoofachladen.
Da durch mein Überziehen der Studienzeit alle Beihilfen gestrichen wurden und ich nur teilzeit arbeite ist das Geld oft etwas knapp.
Ich könnte mehr Arbeiten, mehr Lernen, weniger Faul sein, dann würden sich diese Probleme auch in Luft auflösen. Aber das kann ich leider nicht.
In meiner Freizeit trainiere ich seit ca. 2Jahren Taekwondo. Und seit mittlerweile über 10 Jahren trainiere ich mit meinen Hunden und bin auch Hundetrainerin im Verein, allerdings immer noch ohne richtiger Trainerausbildung und Trainerprüfung. Das kommt eventuell im Jahr 2018.

Langfassung:
Ich hatte eine wunderschöne Kindheit, mitten am Land, mit vielen Nachbarskindern allen Alters, Natur, Tiere etc. Mein Papa war die ganze Woche arbeiten, meine Mama und ich hatten immer unsere Differenzen. Sie war sehr oft im Krankenhaus und ist auch leicht körperlich behindert, was unserer Beziehung nicht gerade gut tat. Mein Papa ging relativ früh in Pension/Rente wegen psychischer Erkrankungen. Ihr seht schon, Krankheiten waren in meinem Leben IMMER present. Aber soweit alles gut.
Kindergarten und Volksschule war ich wohl das beliebteste Mädchen der Schule. Immer im Mittelpunkt, und überall dabei. Auch deshalb, weil ich eigentlich noch zu jung war für Schule, aber schon Lesen, Schreiben, Rechnen konnte und mir im Kindergarten einfach zu langweilig war. Oft durfte ich mich in der 1. Klasse vor die Tür setzen und ein Buch lesen, weil ich das was die anderen Kinder lernten eh schon konnte.
In der Hauptschule änderte sich das. Ich wurde immer unbeliebter, hatte aber trotzdem immer die einen oder anderen Freundinnen. Mein Selbstbewusstsein sank, und ich war den Lehrern gegenüber oft respektlos, was mir heute auch sehr leid tut. Aber war immer noch bei den "anständigeren" Kindern dabei. Also kaum Probleme, Noten noch in Ordnung, ich wurde etwas dicker, immer mal wieder ein bisschen gemobbt, aber nichts schlimmes.
Danach ging ich in ein Gymnasium. Und ab da gings richtig bergab. Noten im Keller. Außenseiter. Fühlte mich in der Klasse nicht wohl und da meine (zu der Zeit wohl beste) Freundin auch in diese Schule wollte, nicht zur Nachprüfung angetreten und somit sitzen geblieben.
Vom Alter her passte ich besser in die Klasse, und durch meine Freundin, die sehr beliebt war, war ich nicht mehr ganz so sehr der Aussenseiter. Kurz vor Beginn dieses Schuljahres habe ich angefangen mich selbst zuverletzen. Was genau der Anlass dazu war weiß ich nicht mehr. Während dem Schuljahr begannen auch die Depressionen. Immer öfter ging ich nicht zur Schule, sondern lieber mit einer Dose Bier in den Park, oder hockte mich irgendwo in den Wald. Meine Freundin und ich begannen Medikamente zu missbrauchen. Als ich einmal etwas zu viel nahm, und einfach nicht mehr konnte (ihr ging es nicht viel besser), gingen wir zu unserem Direktor/Vertrauenslehrer. Der mit uns beiden zu einer Suchtberatungsstelle ging.
(Das war auch die Zeit in der ich mich das erste Mal wirklich mit meinem Gewicht beschäftigt habe)
3 mal war ich dort, dann wollten sie mich wo anders hinschicken. Wolte ich nicht, und ging dann auch nicht mehr hin. Die Noten waren auch dementsprechend. Und wieder schaffte ich das Jahr nicht. Diesmal in einem anderen Fach. Meine Freundin ging von der Schule und begann eine Lehre. Nach Gesprächen mit ihren Eltern und Geschwistern ging es bei ihr zum Glück wieder bergauf.
Diesmal schaffte ich die Nachprüfung. Im nächsten Schuljahr lief es nicht viel anders.
Noten bescheiden. Mein Zustand auch. Meine damalige Hundetrainerin wurde aufmerksam und brachte mich dazu noch einmal zu einer Beratungsstelle zu gehen. 3 mal dann ließ ich es sein. Aber sie half mir trotzdem sehr weiter.
Oft ging ich statt in die Schule zu ihr, oder wenn ich nicht nach Hause wollte, durfte ich bei ihr wohnen. Dieser Mensch hat so SO viel für mich getan, ich bin ihr unendlich dankbar und sie hat einen großen Platz in meinem Herzen. In dieser Zeit wollte ich sterben. Es war alles gut geplant, aber sie hat es geschafft mich davon abzubringen. Auch die restlichen Vereinsmitglieder haben ihren Beitrag dazu geleistet. Das war meine neue Familie. Mit meiner richtigen Familie kam ich nun gar nicht mehr klar.
Irgendwie schaffte ich die Schule dann doch noch und machte meine Matura.
Nach vielen Streiterein  und einer gescheiterten Aufnahmsprüfung für das Veterinärmedizinstudium wollte ich unbedingt weit weg von zuhause.
So kam ich in meine jetzige Unistadt.
Anfangs lief alles super. Ich war wieder lebendig. Noten waren gut, alles super. Für ein halbes Jahr.
Dann ging's wieder richtig bergab.
Die Depressionen kehrten zurück. Ich begann Diäten zu machen. Verletzte mich immer mehr und tiefer und schaffte es kaum noch aus dem Bett. Oft stand ich richtig neben mir und bekam Panikattacken wenn mir beim Spazieren gehen auch nur Leute entgegen kamen. Ich wollte in keinen Bus mehr einsteigen und versteckte mich immer mehr. Einkaufen wurde schließlich zu einer riesigen Herausforderung. Mein Gewicht erreichte den Tiefstpunkt von 43kg.
Mein Körper begann, wie auch schon zur Schulzeit zu reagieren. Ich bekam immer öfter Krampfanfälle, weil die Spannung in mir zu hoch war und mein Körper sie so versuchte rauszulassen.
Als ich nicht mehr weiter wusste holte ich mir Hilfe bei einer psychologischen Studentenberatung. Nach 2 Jahren Therapie, inklusive psychiatrischer Behandlung mit Antidepressiva wurde es langsam besser. Ich holte mir meine kleine Hündin, die mir sehr geholfen hat, fand eine Freundin an der Uni und lernte meinen Freund kennen. Obwohl ich nie eine Beziehung wollte ließ ich mich darauf ein. Er hat sehr viel für mich getan und mich sehr unterstützt. Gleichzeitig aber auch oft belogen und Sachen gemacht die nich hätten sein dürfen Ich merkte wie ihm die Geduld ausging um mit meinen Erkrankungen klar zu kommen.
Nach 1,5 Jahren war es für mich dann genug mit Beziehungen. Ich wollte wieder allein sein und keine Rücksicht mehr auf den Partner nehmen müssen. Mir wurde erst im Nachhinein klar, dass ich mich wieder verletzen wollte, hungern wollte und leiden wollte.
Nun ist es so weit, ich bin wieder da angelangt.
Therapie hab ich abgebrochen, AD hab ich selbstständig abgesetzt und bin nicht mehr zur Psychiaterin gegangen.
Nun ist alles voll zurück. Ich verletze mich wieder mehrmals die Woche, versuche abzunehmen und versinke in der Depression. Ich merke nun auch wieder, wie ich immer mehr versuche fremden Menschen aus dem Weg zu gehen. Und es fällt mir sehr schwer, wo hin zu gehen wo viele Menschen sind. Wie Uni, Stadt, Bus, etc.
Das einzige was mir noch Spaß macht, wenn ich mich dazu überwinden kann hinzugehen, ist das Taekwondo-Training mit dem ich erst begonnen habe.
Hundetraining wird auch schon immer mehr zur Anstrengung als zum Hobby.
Der Wunsch zu sterben tritt immer mehr in den Vordergrund. Wie es weitergehen wird, könnt ihr nun natürlich an meinen Posts verfolgen.


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