Die Angst vor dem morgigen Arbeitstag.
Die Angst davor, heute wieder nicht aus dem Bett zu kommen um pünktlich in der Vorlesung zu erscheinen.
Die Einsamkeit und die Hilflosigkeit brachten mich gestern dazu etwas zu viele Tabletten und Beruhigungssäfte zu schlucken. Gegen 2 Uhr nachts, weil ich einfach nicht einschlafen konnte und so verzweifelt war.
Nein, der Gedanke dahinter war nicht zu sterben (auch, wenn ich vielleicht mal kurz darüber nachgedacht habe), das Ziel war meinen Kopf ruhigstellen, die Ängste runterzuschrauben und endlich einzuschlafen. Hat schließlich auch ganz gut geklappt.
Bis heute morgen.
Vor guten 8 Jahren, hatte ich schon mal ein Problem mit Tabletten. Von daher sind mir Nebenwirkungen leichter Überdosen, wie Zittern, Schwitzen, Nasenbluten, etc. nicht unbekannt.
Aber mit den Nebenwirkungen der Mischung von gestern Nacht habe ich nicht gerechnet.
Erst habe ich natürlich verschlafen, und zwar ziemlich. Mit Uni war dann natürlich nix mehr. Als ich schließlich doch wach wurde und mein Hund dringend raus musste...ging's nicht. Meine Augenlider waren so schwer, dass ich sie kaum offen halten konnte. Mein Gehirn fühlte sich an wie Spongebob Schwammkopf, meine Beine machten nicht wirklich das was ich von ihnen wollte und sobald ich stand wurde mir Schwarz vor Augen und wäre jedesmal Umgekippt, hätte ich mich nicht sofort freiwillig hingelegt.
Danach bin ich wieder ins Bett gekrochen und eingeschlafen um die selbe Abfolge immer wieder zu wiederholen. Mein Hund verkniff sich 1,5h lang das Rausgehen. Natürlich hätte sie reinmachen dürfen. Tat sie aber nicht. Mit wackeligen Beinen haben wir es dann runter geschafft und sie konnte sich erleichtern.
Einschub: JA, ich fühle mich deswegen grauenvoll. Denn es ist meine Verpflichtung und Verantwortung, dass mein Hund raus kommt, wenn sie muss.
Statt dessen übernimmt sie Verantwortung mir gegenüber. Immer wenn ich zusammen klappe oder wie heute mich im Wissen was sonst folgt, selber hinlege kommt sie sofort angelaufen und schleckt mir das Gesicht ab, bis ich wieder voll ansprechbar bin und legt sich dann zu mir bis ich wieder aufstehen kann.
VERDAMMT NOCHMAL! ES WÄRE MEINE AUFGABE MICH UM MICH ZU KÜMMERN, NICHT IHRE!!!
Einschub Ende.
Ich habe danach wieder geschlafen, und geschlafen. Um 16.00 Uhr bin ich schließlich wieder aufgewacht, es ging mir etwas besser, aber bei Weitem nicht gut. Seit dem habe ich auch Kopfschmerzen.
Training viel somit zum 7. mal in Folge aus.
Aber wenigstens konnte ich nun Abends eine kleine Runde mit Keewah drehen.
Und ein positiver Nebeneffekt des Tages: Ich hatte nicht viel Zeit an den morgigen Arbeitstag zu denken.
Ich hoffe, dass es mir morgen wieder besser geht, und ich den Tag irgendwie überstehe.
Fazit: das nächste Mal werden es entweder viel mehr Pillen, damit es dann auch zuende ist. Oder, wenn ich mich mal wieder nur "beruhigen" will, bleibe ich dann doch lieber bei Alkohol, Rasierklingen etc.
danke für deinen lieben kommentar (:
AntwortenLöschenich weiß nicht, eigentlich möchte ich meinen blog nicht löschen weil es mir tatsächlich irgendwie gut tut einen ort zu haben um darüber zu reden. in zeiten in denen ich nicht blogge (:D) denke ich einfach nur permanent nach und so schreibe ich es einmal auf und dann hab ichs aus dem kopf, wenn du verstehst was ich meine- werde aber echt versuchen mal was positives zu schreiben anstatt mich aufs negative zu fokussieren..
lese deine posts z.B. auch immer wieder gerne weil ich mich teilweise drin selbst wieder erkenne und dann tut es auch irgendwie gut, auch wenn es natürlich mega schade ist, zu wissen dass es menschen gibt denen es genau so geht oO (oh gott das klingt jetzt grausam aber ich hoffe du verstehst wie ich das meine!!)
bitte pass auf dich auf
alles liebe <3