Mittwoch, 5. Juli 2017

Verloren

Ich bin verloren.
Verloren in mir.
Ich kann mich nicht mehr finden.

Die Angst
mich nie wieder zu finden
ist so groß,
dass meine Augen
Tränen vergießen.

Tränen, die mich
nicht berühren.

Die Traurigkeit in mir
ist so groß,
dass mein Bauch schmerzt
der Magen sich verkrampft.

Schmerz, den ich
nicht spüre.

Die Einsamkeit in mir
ist so groß,
dass meine Augen kein Licht sehen
Dunkelheit umhüllt mich.

Dunkelheit, in der ich mich
unglaublich gut zurecht finde.

Die Verzweiflung in mir
ist so groß,
dass ich nicht mehr fähig bin zu reagieren
mein Handeln ist nicht richtig.

Fehler, die ich mir
nicht erklären kann.






Ich werde diese Prüfung nicht bestehen, da bin ich mir zu 100% sicher. Ich muss trotzdem hingehen, damit ich für den nächsten Termin, der dann mal wieder meine letzte Chance sein wird nicht gesperrt zu werden. Ich werde meine Zettel auch mal wieder unbeschrieben abgeben.
Dieses Gefühl kenne ich ja bereits gut genug. Es ist nichts neues mehr für mich.
Ich werde es aber so gut es geht verdrängen um wenigstens heute Abend bei den Gürtelprüfungen im Taekwondo das Beste heruaszuholen.
Ich sollte mir auch langsam überlegen was ich heute essen soll. Immerhin muss ich in einer Stunde los. Ich habe auf nichts Lust und auch keinen Hunger, aber kann es nicht riskieren während einer der Prüfungen umzukippen. Schon komisch, dass das tagsüber immer so schwer ist, und dann aber abends die FA's anklopfen. Gestern konnte ich übrigens standhalten. Hatte nur noch eine Tasse Leicht-Milch. Heute 100g weniger auf der Waage. 100g die das Leben aber absolut nicht erleichtern.

Wisst ihr, was ich mich gerade noch frage?
Ob ich irgendwann wieder zur Arbeit, zu einer Prüfung, wo auch immer, hingehen werden kann, ohne mir davor und auf dem Weg dahin zu wünschen ich hätte einen Unfall und würde sterben.

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