Ich denke ich habe noch nicht ganz mit dem Leben abgeschlossen, denn dann wäre die endgültige Entscheidung nicht immernoch so schwer.
Irgendwo in mir muss noch Hoffnung sein. Auch wenn ich sie nicht finden kann, ist sie wohl da.
Das was am schwersten für mich ist, ist der Gedanke daran, was ich meiner Familie damit antue.
Nein, dabei denke ich nicht nur an den "Verlust", wenn ich nicht mehr da bin. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich tatsächlich fehlen würde.
Aber ich würde ihnen so viel zumuten.
Damit meine ich den ganzen Organisationskram etc. Nicht nur, das Begräbnis etc. sondern das Räumen der Wohnung, der ganze Papierkram, die Kosten, meine Tiere,...
Sie müssten überall bescheid geben, in den 3 Vereinen, an der Arbeit, an der Universität, und und und.
Wie wäre das mit der Miete, die muss doch auch 3 Monate vorher gekündigt werden. Wie ist das im Todesfall? Müssen meine Eltern noch 3 Monate Miete zahlen?
Und und und. Alles gar nicht so einfach.
Würde es nur mich betreffen wäre die Entscheidung bereits gefällt. Aber ich fühle mich so egoistisch. Ich will keinem weh tun, wirklich nicht. Für mich jedoch ist es der einzige noch schaffbare Weg.
Seit Tagen bin ich am weinen. Ich weine und flehe darum gehen zu dürfen.
Der Abschiedsbrief an meine Eltern ist auch endlich fertig.
Den für meine beste Freundin muss ich noch schreiben. Ich weiß noch nicht, ob ich noch mehr schreibe. Einerseits fühle ich mich als wäre ich allen eine Erklärung schuldig, aber andererseits will ich einfach nur gehen, ohne viele Spuren zu hinterlassen.
Macht euch bitte keine Sorgen um mich. Es ist noch nicht so weit. Ich bin noch nicht bereit dazu. Ich weiß gar nicht ob ich es tatsächlich jemals schaffe.
Aber ich wünsche es mir so sehr.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen