Donnerstag, 8. Juni 2017

Einen erneuten Versuch wagen? #edit

Ich wollte heute nichts posten. Aber in meinem Kopf tut sich so viel. Meine Gedanken reißen mich hin und her.
Und trotzdem finde ich mal wieder keine Worte.
Vielleicht sollte ich wieder anfangen direkt alles aufzuschreiben?
Oder lieber andere für mich sprechen lassen?




"Dinge werden wahr, wenn man sie oft genug sagt"
Vielleicht sollte ich mir einfach ein "gutes Mantra" ausdenken. Würde das helfen? Wäre es einen Versuch wert?

Mein Entschluss zu sterben stand eigentlich fest. Aber ich bekomme die bescheuerten Abschiedsbriefe nicht hin. Die Frage ist, ob die überhaupt notwendig sind? Ich kann aber doch auch nicht schon wieder verschwinden ohne etwas zu sagen. Das mache ich seit Jahren. Einfach weglaufen. Eine Lösung war es nie. Eben nur eine Flucht. Eine Flucht ins Ungewisse das mir doch auch immer wieder Angst macht.
Die Frage die ich mir nun aber doch wieder stelle ist: "Gibt es nicht doch eine andere Lösung? Sollte ich nicht noch mal allen Mut zusammen nehmen und versuchen die richtige Richtung zu finden? Sollte man mit fast 24 Jahren nicht in der Lage sein, sein Leben in die Hand zunehmen und aufhören es zu ruinieren?

Seit Wochen überlege ich ob ich nicht doch nochmal meiner früheren Therapeutin schreibe. Aber ich weiß, dass ich da eigentlich nicht willkommen bin. Denn das ist eigentlich nur eine Studentenberatungsstelle, wo für jeden nur 5-6 Termine vorgesehen sind. Ich war da ein Jahr lang, fast jede Woche! Also habe ich meine Zeit und Hilfe dort schon mehr als überzogen. Das waren um die 30 Termine die ich gar nicht verdient hatte und die mir nicht zustanden. Also wäre es ziemlich egoistisch und scheiße von mir dort NOCHMAL um Hilfe zu bitten. Außerdem habe ich damals einfach einen Termin abgesagt und mich dann nicht mehr gemeldet. Macht man auch nicht. Aber ich hatte das Gefühl keinen Platz mehr zu haben bei meiner Thera. Nicht mehr erwünscht zu sein. Es nicht verdient zu haben. Ihre Zeit zu verschwenden. Es einfach nicht wert zusein. Bin ich ja auch nicht.
Aber trotzdem kann ich nicht einfach so von meinem Leben los lassen.
Ich bin zu schwach. Zu schwach zum leben, aber auch zu schwach zum sterben. Ich wünsche mir soo sehr, dass mir die Entscheidung durch einen tödlichen Unfall oder Krankheit abgenommen werden würde.

Ich weiß nicht was ich will. Woher soll ich dann wissen was ich tun soll? Ich bin so ratlos.

Und so einsam. Einsam. Einsam. Einsam. Einsam.


#edit
Ach und ich habe gerade das Prüfungsergebnis der letzten Prüfung erhalten. 3x dürft ihr raten? Richtig!
5
Mal wieder.
Oh wow. Erkenntnis: Deswegen schaffe ich es auch nicht dünn zu werden. Denn dünne Mädchen sind perfekt. Gut organisiert, haben gute Noten, sind ordentlich und diszipliniert, hübsch und verlieren nicht die Kontrolle.
Ich bin das Gegenteil, von alldem. Oh der Selbsthass steigt gerade ins unermessliche.
Erstaunlich wie sehr sich ein Mensch selbst verabscheuen und anekeln kann.

1 Kommentar:

  1. Es tut weh solche Worte von dir zu lesen, dir aber nicht helfen zu können...

    Ich würde es trotzdem versuchen. Es ist nichts schlimm nochmal nach Hilfe zu fragen!
    Bleib stark. Ich denke an dich.

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