Hallo ihr Lieben,
1. kommt es anders
und 2. als man denkt.
Es gäbe viiiiel zu erzählen, aber ich weiß noch nicht, ob ich es einfach kürze oder auf mehrere Posts aufteile.
Weihnachten war, wie man dem letzten Post entnehmen kann, nicht fein. Aber ich hab es überstanden. Der 25. kommt in meinem Gedächtnis irgendwie nicht mehr vor.
Am 26. hatte mein Vater Geburtstag, also bin ich mit dem Zug und meinem Hund hingefahren. War alles oke, bis mein Hund am Abend angefangen hat Bauchkrämpfe zu bekommen und sich zu übergeben. Als sie dann auch noch Blut kotze hab ich Nachts den Notdienst der Tierklinik angerufen. Der Tierarzt hat mich aber beruhigt und meinte man könne noch bis zum nächsten Morgen warten.
Da es ihr morgens auch wieder besser ging, sparte ich mir den Tierarzt vorerst. Meine Mutter fuhr dann mit mir mit dem Zug in meine Wohnung um die Katze und Mäuse abzuholen. Denn ich wollte lieber bei meinem Hund bleiben, vor allem weil bei meinen Eltern eine Tierklinik in der Nähe ist. Für den Notfall. Also 3h Zugfahren, 45min Straßenbahn fahren, Zeit in der Wohnung mit meiner Mutter verbringen, Essen, wieder 45min Straßenbahn fahren, 35min warten 3h Zugfaren.
Es war so ein unendlich anstrengender Tag, ich weiß bis jetzt nicht, wie ich das überstanden habe. Einerseits ist es oft sehr, sehr schwer mit Öffis zu fahren (vor allem wegen eines bestimmten Vorfalls vor 3 Jahren, auf den ich vorerst nicht näher eingehen werde), andererseits wegen der unzähligen Menschen die mir immer wieder Angst machen. Andererseits weil mein Verhältnis zu meiner Mutter sehr angespannt ist und ich wirklich jede Situation mit ihr, vor allem ihr allein bestmöglich meide.
Abends wieder bei meinen Eltern angekommen gings meiner Kleinen nochmal etwas schlechter, aber damit war es zum Glück auch erledigt. Es geht ihr soweit wieder gut.
Tja, nun saß ich aber mit allen Tieren bei meinen Eltern, musste also zumindest ein paar Tage bleiben. Kein Problem, denn am 28. bekam ich dann auch Fieber und es ging mir gar nicht gut. Den 29. hab ich komplett nur im Bett verbracht. Abends stieg das Fieber immer noch -> 1 Mexalen und ab da gings wieder bergauf.
31.12. Silvester
Meine Eltern mögen Silvester nicht besonders, ich auch nicht.
Geplant wäre Fingerfood gewesen. Haben wir auch immer gemacht als ich noch kleiner war. Aber da es mir immer noch nicht besonders gut ging, gab es einfach ganz normales Abendbrot. Die Silvesterparty auf die mein Bruder eingeladen war wurde abgesagt, und so blieb er bei uns. Aber ausser Fernsehen machten wir alle gar nix. Um Mitternacht gingen wir kurz die Feuerwerke der Nachbarn anschauen und danach gingen meine Eltern auch ins Bett. Ich wartete noch mit meinem Bruder bis das Geknalle vorbei war und er nach Hause fuhr. Somit auch Silvester ganz gut überstanden.
Die letzten Tage waren dann eher unspektakulär. Ich kürze jetzt einfach ab.
Kurz gesagt, das Verhältnis zu meinen Eltern ist nun wieder viel angespannter. Es ist gut, dass ich Samstag arbeiten muss und daher am Freitag fahren muss. Da ich nicht mit allen Tieren gleichzeitig mit dem Zug fahren kann und einen erneuten Tag mit meiner Mutter wirklich nicht möchte muss ich Sonntags nochmal zu meinen Eltern fahren und den "Rest" abholen.
Ein bisschen Angst macht mir das Wochenende schon, denn ich weiß wirklich nicht ob ich der ganzen Aufregung standhalten kann.
Heute habe ich mich mit einer ganz lieben Freundin getroffen.
Wir konnten super reden und sie hat mir ganz viel Kraft gegeben. Mit ihren Worten, ihrer Ausstrahlung und auch mit ihrem Weihnachtsgeschenk an mich.
Sie schenkte mir eine Kette mit einem Edelstein der gegen Depression wirkt, das Selbstwertgefühl steigert, einem ein gutes Lebensgefühl gibt, und einem einfach mehr Lebensfreude und Aktivität gibt. Dabei sieht er auch noch wunderschön aus (Foto)
Dazu noch ein Lichtbild vom Christuslicht. Es soll mein Leben erhellen. Meine Stimmung heben.
Es ist ein so wunderschönes Geschenk, das mich wahnsinnig berührt.
Ich kann in Worten nicht ausdrücken, wie stolz es mich macht, so einen Menschen in meinem Leben zu haben.
Als ich nach Hause kam, brachte ich noch meiner besten Freundin eine Mexalen, da sie nun auch mit Fieber im Bett liegt. Danach schrieb sie mir von ihren Existenzängsten und Versagensängsten. Immer wieder ein Thema bei uns.
Sie fragte mich auch, was ich im Leben möchte.
Und zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann, vielen mir ganz viele Sachen ein die mich glücklich machen, auf die ich stolz bin und die ich schon erreicht habe.
Zum ersten Mal, seit ich mich zurückerinnern kann ging es mir EHRLICH gut. (Ich glaube im Norwegenurlaub letztes Jahr gab's auch so einen Moment)
Der Stein und das Gespräch mit D. zeigte bereits Wirkung. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es etwas bergauf gehen wird in den nächsten Tagen. Auch wenn meine Stimmung bereits wieder gekippt ist. Von es geht mir "ehrlich gut" zu "ich tu mal so als ob, aber eigentlich ist große Verzweiflung in mir".
Aber es macht nichts. Es war mir klar, dass dieses Gefühl nicht ewig halten wird. Aber ich kann daran festhalten, dass es dieses Gefühl GIBT.
Der Moment war da, und der Moment hat gezählt. Und vielleicht gibt es wieder einmal so einen Moment für den es sich lohnt zu leben und zu kämpfen. Vielleich werden diese Momente auch wieder mehr? Wer weiß.
Mit diesem Funken an Hoffnung beende ich nun diesen Post und wünsche euch auch solche Momente und vor allem solche Menschen. Es gibt sie!
Alles Liebe an euch <3
(Das Thema Gewicht, Abnehmen, hab ich absichtlich weggelassen. Dazu kommt wohl in den nächsten Tagen ein eigener Post)
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