Ich hab heute darüber nachgedacht aufzugeben.
Und zwar ohne mein Leben zu beenden.
Therapie gestern war so schwierig und hat mir mal wieder klar gemacht, was ich für eine Zeitverschwendung bin.
Ich bin das Problem.
Ich liebe das Leben. Jedes Blümchen, jeden Baum, jedes Tier, jeden Regentropfen, jede Schneeflocke, jeden Sonnenstrahl, jede Nebelschwade und jeden Stein und Fels. Ich liebe die Berge, und Seen. Ich liebe unsere Erde.
Aber ich hasse mich. Ich hasse mich und was ich aus mir und meinem Leben gemacht habe. Das will ich nicht mehr.
Ich würde so gerne gehen. Aber das kann ich nicht. Weil sie sich gerade hochkämpft. So sehr. Würde ich jetzt gehen, würde sie mit gehen und die letzten 2,5 Wochen wären umsonst gewesen. Außerdem habe ich die Verantwortung für ihren Hund.
Deshalb gebe ich nicht mein Leben auf. Was ich mir gerade so sehr wünsche, sondern nur mich.
Ich gebe mich auf.
Ich werde die Therapie abbrechen und den Platz für jemanden frei machen der die Hilfe auch tatsächlich annhemen und nützen kann.
Ich werde aufhören darum zu kämpfen gesund zu werden, denn das scheint mir nicht möglich.
Aber ich werde bleiben. Ich werde tun was man von mir verlangt. Ich werde mich um die Hunde kümmern, ich werde zur Arbeit gehen und die bestmöglich machen, ich werde das Hundetraining abhalten, ich werde alles tun was von mir verlangt wird. Aber mehr nicht.
Dafür wird die Kraft noch reichen. Für die anderen.
Solange bis der Moment kommt wo keiner mehr auf mich angewiesen sein wird und ich gehen kann.
Mich wird es in dieser Form bis dahin nicht mehr geben.
Ich werde nicht mehr versuchen mir irgendetwas aufzubauen, mein Studium abzuschließen noch sonst irgendwas.
So sehr wollte ich die letzten Tage weinen, es ging nicht. Noch nicht einmal als ich stockbesoffen war und mir die Seele aus dem Leib gekotzt hatte. Dabei klappt Alkohol und Musik eigentlich immer um weinen zu können.
Heute hocke ich den ganzen Tag hier und kämpfe mit den Tränen. Doch jetzt brauche ich sie nicht mehr.
Ich schlafe heute die 3te Nacht auf dem Boden. Ein Bett verdiene ich nicht. Ich werde in Zukunft immer auf dem Boden schlafen.
Ich esse, sehr viel sogar, denn dünn sein nützt mir nun nicht mehr. Es geht nicht mehr darum etwas zu erreichen was ich gerne möchte. Es geht darum mich für andere aufzugeben, und die wollen, dass ich esse.
Ich will nicht mehr, dass sich jemand Sorgen um mich macht, deshalb werde ich versuchen Abstand zu halten und alles etwas besser zu überspielen.
Ich werde versuchen mich so sehr zurückzuziehen, dass es dann gar nicht mehr auffällt wenn ich nicht mehr da bin.
Ich will möglichst früh damit anfangen dafür alles vorzubereiten. Dinge, die andere gebrauchen können verschenken, etc.
Meiner Therapeutin werde ich eine Mail schicken und den nächsten Termin absagen.
Ich hoffe sehr ich bekomm wenigstens das noch alles hin.
Unglaublich traurige Worte...
AntwortenLöschenDu wirst gelesen; und wenn du magst, schicke ich ein Kraftpaket mit ganz viel Wärme. ♥