Mittwoch, 13. Dezember 2017

zu betrunken

Ich bin zu betrunken um geradeaus zudenken, dabei bin ich gerade mal bei der halben Flasche oder so. Meine Haare werden immer kürzer, nein noch nicht gravierend, nur paar Zentimeter oder sowas.
Langsam wird mir bewusst, dass ich es sehr wohl übertreibe, aber was solls. Ich muss nur morgen in der Uni aufkreuzen, alles andere ist egal.
Und wenn ich dort nicht auftauche bleibt mir immer noch der WEg zu sterben übrig.

Langsam fällt sogar das sitzen schwer, dabei ist das vierte Glas noc nicht mal leer :D
Und ich merke wie fett ich geworden bin
Fast 48kg eindeutig zuviel, zum glück hab ich heute noch nichts gegessen.
und ich uss schon wieder auf klo, das ja zum Glüc nicht weit weg ist.
Ich hba es aufgegeben das blut wegszuwischen.

Aber mein Gewissen wegen meinem Hund bringt mich um, sie steht vor der Badtür, ich höre sie, aber will nicht dass sie mich so sieht.
Hört sich psycho an, ich weiß, aber sie ist so sensibel, sie weiß das etwas nicht stimmt.
Am liebsten hätte ich, dass sie jemand abholt, aber ich kann niemanden in diesem Zustand darum bitten, keiner darf mich sehen.
Ich bin eine abgrundtief schlechte Hundebesitzerin.

Ich sehe die ganzen Rechtschreib und Tippfehler, aber es ist mir zuhart es auszubessern. Sorry, ich werde mich wieder mehr bemühen richtig zu schreiben.
Ich muss das Training absagen, aber wie?
Der Trainer, mein FESTER FREUND, MEIN BEZIEHUNGSPARTNER ist ja mein Trainer :D
Wie bescheuert kann ein Mensch sein?
Er hat extra für uns drei "Erwachsenen" für heute etwas geplant, dass wir seperat trainieren können, weil die Kinder für die Prüfung trainieren, und sich mit dem Leiter abgesprochen und gesagt es darf heute keiner von uns fehlen.
Tja, mal wieder verkackt.
Egal was ich schreiben würde, er würde sich Sorgen machen, und wenn er mich so sieht, würde er mich sofort Einliefern lassen.
Das kann ich mir nicht leisten. Ich muss doch morgen in die Uni, um meinen Abschluss zu machen.
Es ist doch nur noch diese bescheuerte Abschlussarbeit die mir fehlt.

Ich hab ihrer Mama noch mal geschrieben. Vermutlich ein Fehler, wie immer wenn man betrunken ist, aber ich konnte nicht anders. Ich hab so unglaublich große Angst um sie.
Jetzt warte ich auf eine sinnlose Antwort. Aber was soll die groß schreiben, die ist doch selber am Ende.
Ich mach alles nur noch schlimmer.
Typisch ich eben.
 Sie schreibt nicht zurück und ich dreh durch
Okay doch sie schreibt jetzt. 15min später oder so, ich bin einfsch zu ungeduldig


3 oder 4 Stunden später...
Ich bin wieder halbwegs nüchtern, mir ist nur furchtbar übel und ich habe Kopfschmerzen.
Ihre Mama hat noch zurück geschrieben, dass sie zu ihr dürfen heute Abend. Mehr weiß ich nicht.
Zum Training bin ich nicht, aber ich habe das Blut und den Wein vom Boden aufgewischt.

Triggerwarnung!!!

Das dritte Glas Wein folgt, die dritte Tablette auch.
Schon lange wollte ich neue Klingen besorgen. Jetzt bereue ich, dass ich es nicht gemacht habe. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu feige um tiefer zu schneiden. Alles nur Kratzer, keine richtigen Wunden.
Dabei wünsche ich mir nichts mehr, als richtig zu bluten. Mich zu quälen, zu verletzen.
Meine Fehler zu bestrafen.
Natürlich ist das keine Lösung, aber für den Moment das einzige um klarzukommen.
Das Einzige um die Angst zu verdrängen, den Schmerz zu ertragen, die Stimmen in meinem Kopf die mich anschreien, mir Vorwürfe machen ruhigzustellen.

Paradoxerweise geht mir gerade durch den Kopf wie sehr ich diese Fußbodenheizung im Badezimmer gerade verabscheue.
Es ist nicht okay, dass mir auch noch angenehm warm ist, während ich im Bad am Boden hocke, meinen Wein trinke, meine Tabletten schlucke, meine Oberschenkel zerschlitze und diese unnötigen selbstbemitleidenden Worte tippe. Ich sollte friren. Ich sollte leiden. Ich sollte gefoltert werden.

Aber es ist auch nicht okay, dass ich mich betäube. Ich sollte diese Gefühle ertragen müssen. Für meine Fehler leiden und sie aushalten.

Langsam aber sicher werden auch die Schnitte tiefer, und das tippen schwerer. Die Welt verschwimmt, die Tränen sind gegangen, Ruhe stellt sich ein.
Das ist das Gute, wenn man normalerweise keinen Alkohol trinkt, er wirkt verdammt schnell und verdammt stark.

Ich hole eine Schere und beginne meine Haare zu schneiden. Als wären die gerade irgendwie von Bedeutung

Langsam wirds eklig, überall Blutstropfen, und meine Verdauung kommt mit dem Alkohol nicht ganz klar.
Tja, aber alles nicht von Bedeutung.
Nichts ist mehr von Bedeutung.
Die Tränen kommen züruck.
Ich will doch bloß mit ihr reden. Bitte. Einfach nur da sein.
Aber vermutlich wird ihre Mama das nun auch gar nicht mehr erlauben. Davon abgesehen, dass sie 300km weit weg ist.
Es fühlt sich an als würde ich sie im Stich lassen. Als hätte ich sie immer im Stich gelassen. Warum habe ich es nicht geschafft sie am richtigen Weg zu halten.
Ist alles meine Schuld?
Hat sie angefangen abzunehmen, weil sie sah wie ich das gemacht habe? Hat sie angefangen zu ritzen weil sie bereits als Achtjährige meine vernarbten Arme sah?
Was habe ich ihr angetan?
Habe ich ihr Leben zerstört?

Warum konnte mich ihre Mama vor 8 Jahren davon abhalten mir das Leben zu nehmen, aber ihrer eigenen Tochter nicht die Hilfe geben die sie braucht?
Ist das alles meine Schuld?

Das krankeste an der Situation gerade aber ist, dass ich mich unglaublich hässlch finde.
Wie kann ich jetzt auch noch an mich denken?
Nein nicht nur an mich.
Ich überlege auch ihrer Mama zu schreiben, wie sehr es mir leid tut. Und dass ich mich von ihrer Tochter in Zukunft fernhalten werde. Haha was für eine Ironie, ich bin doch schon so weit weg :D
Aber ich meine, den Kontakt abbrechen werde, wenn sie es für besser hält. Aber ob sie mich trotzdem am laufenden halten könnte wie es ihr geht. Ich hab doch so unglaubliche Angst um sie.

HAbe ich erwähnt wie sher ich den geschmack von alkohol hasse?
Desalb mische ich den Wein mit Sprite und Mineralswasser. Das 4te Glas und die 4te Tablette folgen.
2 mal schmerztabletten und 2 mal antidepressivum. ich dachte die sollten Gute Laune machen???

Hab ich wohl falsch gedacht.
Mittlerweie blutet auch mein Arm, nicht vom schneiden, sondern, weil ich seit Tagen mega Ausschlag an den Unterarmen habe, woher auch immer, und ich mir einen Arm nun aufgekratzt habe
Ein weiterer Post wird folgen
Sorry aber ich muss mich irgendwie irgendwo mitteilen.

Verzeihung

Wie verzeiht man sich den wohl größten Fehler seines Lebens?

Richtig.
Mit den paar Tabletten die man noch findet, ner Flasche Wein, Klingen, und einer halben Schachtel Zigaretten.

Sie hätte sterben können. Und ich habe ihr vertraut.
Wie kann man jemanden vertrauen, der alle paar Tage wegen irgendeinem Scheiß bei der Polizei hockt? Wie kann man jemandem vertrauen, wenn man weiß, dass er Suizidgefährdet ist. Wie kann man jemandem vertrauen der psychisch am Boden ist.
Und trotzdem habe ich ihr vertraut.
Verdammt sie ist für mich meine kleine Schwester.
Sie liegt nun auf der Geschlossenen, keiner darf zu ihr. Ich kann nicht mit ihr reden und ihre Mutter, meine damalige "Pflegemama" hasst mich. Und ich kann es ihr nicht verübeln.
Ich hätte sie anrufen müssen. Ich hätte es ihr erzählen müssen, spätestens als sie sich nicht mehr gemeldet hat.
Aber ich, ausgerechnet ich habe ihr vertraut, dass sie zu ihrer Tante fährt.
Auch noch mein beschissener Vorschlag weil sie sich nicht mehr nach Hause traute.

Ich will zu ihr. Jetzt.
Ich will sie in den Arm nehmen und ihr sagen, dass alles gut wird.
Ich will ihr sagen, wie sehr ich sie lieb habe. Wieder und wieder.
Ich will diesen Tag nicht überleben.
Aber ich muss.

Ich müsste Vorbild sein.
Ich müsste es besser machen. Aber wie?
Wie verdammt????

Ich sollte klüger sein, und mit jemandem reden. Ich sollte mein eigenes Leben auf die Reihe bekommen und nicht so handeln wie ich es gerade tu.
Ich weiß es besser, und dennoch laufe ich zum Supermarkt und hole Alkohol. Wissen tu ich es besser, aber handeln kann ich nicht besser.
Ich weiß, dass ich es nicht übertreiben darf.
Aber ich kann nicht mehr.
Ich will doch alles für sie tun. Ich will bei ihr sein. Bitte, bitte, bitte.
Ich will nicht überleben. Aber ich habe es versprochen. Ich habe versprochen am Leben zu bleiben. Und das werde ich.
Sie bekommt endlich Hilfe. So lange habe ich versucht sie dazu bewegen Stationär zu gehen. So lange habe ich versucht das auch ihrer Mama klar zu machen. Aber alle haben die Situation unterschätzt. Und ausgerechnet jetzt habe ICH die Situation unterschätzt. Vielleicht auch gut so. Vielleicht hätte sonst wieder niemand gehandelt. Hätte sie nicht die Polizei gesucht und direkt in die Psychiatrie gebracht.
Alles Ausreden. Ich hätte handeln müssen.
Es ist alles meine Schuld.
Weil ich zu Egoistisch war. Weil ich ihr versprochen habe nicht ihre Mutter anzurufen. Aber genau das wäre erwachsenes, und verantwortungsvolles Handeln gewesen.
In manchen Momenten bin ich kurz wütend auf sie, weil sie mein Vertrauen missbruacht hat, aber eigentlich bin ich nur wütend auf mich. Sie konnte nicht anders. Aber warum hat sie mich nicht angerufen? Warum ist sie nicht zu mir gekommen?
Ich versteh das alles nicht.
Ich habe unglaublich große Angst.
Ich flehe um Verzeihung. Ich wollte das doch nicht. Meine Kleine ich liebe dich. Es bricht mir das Herz.
Wie soll ich mir das jemals verzeihen?
Alles was ich will ist, dass es ihr gut geht. Aber ich kann nichts tun. NICHTS.
Verdammt ich kann ncihts tun.
Diese Hilflosigkeit ist unerträglich. Wie kann man so etwas aushalten? Wie kann man das ertragen?
Wie soll ich damit weiterleben?

Ich muss doch heute Abend zum Training und morgen in die Uni. Ich hab doch einen Termin bei meinem Professor. Nach fucking 2 Jahren habe ich endlich meinen Professor angeschrieben, mit Hilfe meiner Therapeutin um mein Leben auf die Reihe zu kriegen. Ich habe die letzten Wochen so unglaublich gekämpft um wenigstens halbwegs klarzukommen.
Und nun bin ich am besten Weg alles wieder kaputt zu machen.
Ich will doch stark sein. Für sie. Für meinen Freund, der mir so unglaublich viel geholfen hat und jetzt zerstöre ich alles.

Es ist mir unerklärlich wie andere mit ihrem Leben klarkommen.
Ich kann's nicht. Immer und immer wenn ich denke es wird besser falle ich. Immer tiefer. Aber nie tief genug.
Ich muss mich zerstören. Ich muss. Aber ich darf nicht.
Ich muss stark sein und känpfen. Für die anderen.
Aber wie? Wie geht das? Kann mir das jemand sagen?

Warum darf ich nicht verschwinden? Warum nicht?
ICH VERSTEHE ES NICHT

Wenn ich nun wieder Scheiße baue, werden mich alle hassen. Ich tu den Menschen um mich herum immer und immer wieder weh. Das ist mir klar. Aber ich KANN nicht anders.
Ich dachte ich würde es diesesmal schaffen. Aber ich verkacke es wieder.
Immer und immer wieder.
Ich bin für dieses Leben nicht geschaffen. Das ist mir klar. Schon lange und trotzdem habe ich nie aufgegeben.
Und das war ein Fehler. Ein riesengroßer Fehler. So oft habe ich es versucht und immer wieder einen Rückzieher gemacht. Weil ich zu feig war, und zu viel Hoffnung hatte. Weil ich die besten Menschen um mich habe die mich immer und immer wieder hochziehen. Menschen die ich nicht verdient habe und ständig enttäusche.

Das zweite Glas Wein und die zweite Tablette und ich bin schon am wanken. Sogar für Alkohol bin ich zu schwach.
Ich bin Nichts. Ich bin Abschaum. Ich bin Dreck. Ich bin Scheiße.

Freitag, 24. November 2017

Krieg in mir

Ich stecke fest.
Zwischen leben und sterben.

Die letzten Wochen bin ich unglaublich gut darin zu leben.
Ich gehe mit Freunden aus, betrinke mich mit ihnen. Ich bin bei ihm und habe Sex mit ihm. Ich habe meine Wohnung halbwegs aufgeräumt und auch mein Leben etwas geordnet. Ich gehe Arbeiten, und unterhalte mich mit Menschen. Ich habe meiner früheren Therapeutin geschrieben um Unterstützung für meine Bachelorarbeit zu bekommen. Ich nehme die Bachelorarbeit in Angriff. Ich habe zu den Weihnachtsfeiern zugesagt, werde zur Firmenweihnachtsfeier sogar mit Arbeitskollegen hinfahren. Ich werde mit Freunden auf Konzerte gehen (05.12. HIM, 06.03. Sunrise Avenue, 07.04. Letzte Instanz).
Ich werde morgen zu meiner Familie fahren und am Sonntag mit ihnen Essen gehen. Ich halte wöchentlich meine Hundekurse und gehe nach 2 Wochen Pause wieder regelmäßig zum Taekwondo-Training.
Ich treffe mich spontan mit Freunden zum Kaffee trinken. Lasse ihn spontan vorbei kommen und in meine Wohnung. Ich kaufe ein und gebe Geld aus. Ich esse vor meinen Arbeitskollegen und verschlinge eine ganze Pizza vor einer Freundin. Ich gehe manchmal ans Telefon, wenn jemand anruft. Ich rede mehr und lache mehr. Ich bin frecher und rege mich über Kleinigkeiten auf wie ganz "normale" gesunde Menschen auch. Ich wirke gesund. Normal. Wie eine typische 24-jährige eben.

Das fällt auf. Die Menschen um mich herum merken es. Sie reden mich darauf an, wie glücklich ich wirke. Wie gut mir das tut. Wie sehr ich plötzlich am Leben teilnehme. Sie sagen mir was ich alles schaffe und wie gut ich das mache.
Es scheint bergauf zu gehen. Es scheint, als hätte ich einen großen Schritt in die richtige Richtung getan.

Was keiner sieht sind die Wunden. Die unzähligen Spuren die die Klingen währenddessen auf mir hinterlassen. Die schlaflosen Nächte. Die Tage die ich im Bett verbringe, Tage die ich komplett verschlafe, weil ich keine Kraft habe aufzustehen. Eine Zigarettenpackung nach der anderen die ich plötzlich inhaliere wie Luft zum atmen. Tränen die ich manchmal tatsächlich, viel zu oft nur innerlich vergieße. Die Filme die in meinem Kopf ablaufen wenn ich über Brücken laufe, die Filme die in meinem Kopf ablaufen wenn ich am Bahnsteig stehe. Das ich plötzlich immer öfter mit Make-up und Wimperntusche rumlaufe obwohl ich sonst nie geschminkt bin, weil ich den Anblick meiner Häßlichkeit nicht mehr ertragen kann. Die Einsamkeit, die Traurigkeit, die Verzweiflung, oft auch diese absolute Gleichgültigkeit.

Das alles ist vollkommen okay. Aber wisst ihr was nicht okay ist?
Das die Menschen tatsächlich glauben sie wüssten besser wie es mir geht als ich selbst. Sie sind davon überzeugt, dass es mir gut geht. Das es mir besser geht. Das ich mehr lebe.
Durch diese Überzeugung bekommt keiner mit was wirklich los ist, obwohl ich ehrlicher auf die Frage 'Wie geht es dir?' antworte als je zuvor. Obwohl ich immer und immer wieder betone, wie sehr mir Menschen Angst machen, wie schwierig das alles für mich ist und wie sehr ich jeden Tag kämpfe.
All das wird gekonnt überhört. Denn man SIEHT ja, dass es mir gut geht. Das mir das alles GUT tut. Wie können einem Menschen Angst machen, wenn man doch tagtäglich mit ihnen zu tun hat. Wenn man in der Arbeit 9h Kundenkontakt hat. Ich soll mich nicht SO ANSTELLEN, wenn ich es doch so gut mache. Das KANN JA GAR NICHT SEIN.
Ich mag es nicht, wenn mir unterstellt wird, dass es mir nicht gut geht, obwohl es mir tatsächlich recht gut geht und ich das auch sage.
Ich mag es auch nicht, wenn mir unterstellt wird, dass es mir gut geht, obwohl es mir überhaupt nicht gut geht und ich das auch sage.

In mir toben Kriege. Tag für Tag. Kriege zwischen mir und mir. Mal gewinnt die gute Seite eine Schlacht, aber immer öfter die kranke Seite. Dadurch gewinnt sie an Macht und wird früher oder später wohl den Krieg für sich entscheiden.
Aber das ist okay für mich. Hauptsache die Anschläge hören auf. Die Bomben die nichts als Schutt und Asche hinterlassen und die Gedankengänge einstürzen lassen. Die Granaten die die Ausgänge aus den dunklen, verfallenen Kellerräumen in denen ich eingeschlossen bin versperren. Die Drohungen die mich verstummen lassen und die Explosionen die mich taub und blind zu Boden reißen. Die mich die Orientierung verlieren lassen.
So liege ich da und warte auf den finalen Anschlag der dieses Massaker in mir beendet.

Montag, 20. November 2017

Lebenszeichen

Ihr Lieben,

mir geht's okay. Mal besser, mal schlechter. An manchen Tagen will ich unbedingt sterben, an anderen denke ich gar nicht so oft daran.
Ich war in letzter Zeit viel Arbeiten, viel bei IHM, viel unterwegs. Das ist anstrengend, aber gut.
Diese Woche habe ich Urlaub. Und ich bin noch nicht sicher wie ich das überstehen soll. Aber es wird bestimmt gehen.

Ich wünschte ich könnte wieder mehr schreiben. Aktiver sein hier, und euch wieder lesen.
Aber dazu fehlt die Zeit und manchmal fehlt mir dazu auch der Sinn.

Erstmal alles Liebe an euch
ich hoffe sehr, dass es euch allen da draußen halbwegs gut geht und ihr klar kommt.


Dienstag, 17. Oktober 2017

die letzten Tage

Kurzes Update zu den letzten Tagen.
Arbeiten war ganz gut. Morgen starten die nächsten 3 Tage und wie immer würde ich mich am liebsten irgendwo verkriechen.

Die Verabredung mit IHM war schön. Es tat gut, ich fühlte mich wohl. So wohl, dass ich sogar bei ihm übernachtet habe. Ich erkenne mich teilweise gar nicht wieder, wenn ich bei ihm bin.
Aber ich merke wie ich schon wieder abhängig davon werde und das gefällt mir gar nicht. Den Großteil der Zeit die ich mit ihm verbringe geht es mir gut, aber kaum ist er nicht mehr da falle ich umso tiefer.
Das ist nicht gut.

Sonntags war dann eine Freundin da zum betrinken. Wir hatten einen wunderschönen lustigen Abend. Sie wurde sogar von ihrem Mann abgeholt was mich echt erleichtert hat. Nicht dass ich sie nicht dahaben wollte, aber es ist schwierig nachts nicht allein sein zu können.
Heute war ich mit meiner anderen Freundin von hier mal wieder wandern und auch das war schön.

Aber jetzt sitze ich hier und kann mich kaum mehr bewegen.
Alles in mir blockiert wieder.
Alles sträubt sich.
Gegen die Arbeit.
Gegen mich.
Gegen das Leben.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Gefühls-Chaos hoch 10

Langsam sollte mir mal klar werden, dass es tatsächlich Leute gibt die meinen Mist imme noch lesen!

Erstmal allgemein DANKE an euch! Ganz ehrlich.
Kommentare werden natürlich auch noch richtig beantwortet, ich weiß nur noch nicht ob ich das heute noch schaffe. Ansonsten aber Anfang nächster Woche, denn am Wochenende weiß ich nicht ob ich Zeit finde.

Also ganz kurz zum Arbeitstag gestern. Es war anstrengend aber machbar. Und es wird auch weiterhin machbar sein. Auch wenn es schwierig wird. Schwierig weil diese unglaubliche (und absolut unbegründete) Panik davor einfach nicht verschwinden will. Heute hatte ich frei und war gut abgelenkt, aber nun ist die Anspannung wieder enorm groß. Ich werde aber auch die nächsten 2 Arbeitstage überstehen, da bin ich mir sicher. Trotzdem erscheint es mir gerade unmöglich. Aber ich pack das!

So und nun zu dem Hauptthema. Meine Verabredung heute.
Ich würde ihm gerne einen Namen geben um das ganze zu vereinfachen, aber mir fällt nichts passendes ein. Also erstmal kein Name.
Jedenfalls haben wir uns getroffen und sind dann gemeinsam in die Stadt spaziert, haben Kaffee getrunken, sind noch etwas durch die Altstadt gelaufen und haben uns noch auf eine Bank gesetzt um zu quatschen.
Wir haben viel geredet. Sehr viel. Über Gott und die Welt und über uns. Und über mich.
Ich bin sehr durcheinander. Vielleicht habe ich ihn falsch eingeschätzt. Vielleicht will er gar nicht nur "das Eine". Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass tatsächlich jemand an MIR ernsthaftes Interesse haben könnte. Aber genau danach hat es sich heute angehört. Es ist mir schleierhaft wie man an mir etwas finden kann und deshalb bin ich auch sehr am zweifeln, aber möglicherweise sollte ich diese Option in Betracht ziehen.
Wow, es fällt mir schwer Worte zu finden. Richtig schwer.
Ganz direkt gesagt: Ich hab ihm gerade raus gesagt wie kaputt ich bin. Er wusste schon einen kleinen Teil, aber jetzt weiß er einen ziemlich großen Teil. Nicht alles, aber für's erste mehr als genug.
Ich habe ihm auch gesagt, dass ich eigentlich nicht bereit bin für eine Beziehung und mir nicht vorstellen kann, bzw. nicht verstehe was er an mir findet. Ich habe im gesagt, dass er sich bitte keine Hoffnungen machen soll, weil ich mir nicht klar darüber bin, was ich von dem allem halten soll.
Er hat sehr gut reagiert. Er meinte wir könnten uns doch einfach öfter mal treffen um uns besser kennenzulernen. Nix ernstes, nur gemeinsam Zeit verbringen, nur quatschen und küssen, mehr nicht. Und dann sehen wir weiter. Wenn wir uns beide verlieben sei doch alles gut, wenn sich keiner verliebt ändert das auch nix und wenn sich einer verliebt, egal wer sehen wir weiter. Wir würden aber auf jeden Fall Freunde bleiben.
Vor allem hat er mich wirklich oft gefragt ob das FÜR MICH auch okay sei so. Und mich nach meiner Meinung und meinen Gedanken gefragt. Er war auch sehr vorsichtig aber trotzdem nicht zurückhaltend oder ähnliches als es um meine psychischen Probleme ging.
Dieses Gespräch hat mich wirklich angestrengt, so dass mein gesamter Körper schon beinahe eher gewackelt als nur gezittert hatte. Die Anspannung war riesig und der Druck mich zu verletzen auch. Aber anstatt mich einfach von ihm zu verabschieden habe ich ihn tatsächlich gebeten noch eine Runde mit mir um einen Häuserblock zu laufen, weil ich kaum stehen konnte. Das hat er auch gemacht, wir sind so lange einfach nur rumgelaufen, bis ich mich wieder unter Kontrolle hatte und mir sicher war, dass meine Beine nicht versagen würden sobald ich stehen blieb.
Das tat unglaublich gut!

Samstag werde ich nach Feierabend zu ihm kommen. Wir werden uns Essen vom Asiaten holen und einen Fernsehabend machen. Da er mich davon überzeugen will, dass man ohne TV nicht leben kann :D (ich hab nämlich keinen, schon seit Jahren, was er einfach nicht verstehen kann). Ich bin aufgeregt aber freu mich auch darauf.

Worauf ich mich auch freue, was mich aber auch etwas stresst ist, dass am Sonntag eine Freundin zu mir kommen wird. Einfach so, weil wir uns betrinken wollen. Ja, natürlich nicht der beste Vorsatz, aber ich bin seit Wochen drauf und drann mich zu betrinken. Es kommt selten vor, wirklich sehr selten, dass ich Alkohol trinke, aber manchmal will ich das einfach. So richtig betrinken. Einfach um mich zu betäuben, um zu lachen und schlussendlich zu weinen. Und das mach ich normalerweise allein, wobei es dann oft nicht nur bei Alkohol bleibt sondern auch Tabletten dazu kommen. (was die die schon länger mitlesen wohl schon mitbekommen haben).
Tja und da ich seit kurzem ja tatsächlich behaupten kann hier 2 Freundinnen gefunden zu haben wird das diesmal anders werden.
Eine davon wird hier sein. Bei mir. Und wir werden einfach einen schönen Abend haben. So wie andere in meinem Alter auch. Studentenleben eben. Nach 5 Jahren darf ich das auch mal erleben wie das sein kann.
Ich freue mich unglaublich darauf. Allerdings ist da auch ganz viel Anspannung und Angst da. Zum einen, weil ich meine Wohung bis dahin sauber haben muss, zum andern weil ich nur noch 40€ für diesen Monat habe, und nicht alles ausgeben darf dafür, aber dennoch igendetwas bieten möchte. Aber auch weil sie logischerweise bei mir übernachten wird, was für mich immer sehr sehr schwierig ist. Aber spätestens wenn ich betrunken bin, wird mir das nicht mehr so schwer fallen.

In mir herrscht ein Wirbelsturm. Ich bin hin und her gerissen von Gefühlen. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte Mal so (positiv) aufgeregt war. Aber gleichzeitig ist da auch ganz viel Unsicherheit und Angst in mir.
Vor allem sind davor ja auch noch die 2 Arbeitstage.
Vielleicht aber auch gut, denn ich werde bis Montag kaum eine freie Minute haben. Somit auch keine Zeit um mich verrückt zu machen, mir alle möglichen Situationen auszumalen und mich in negativen Gedanken zu verlieren.

Somit erstmal eine gute Nacht
und ganz viel Dankbarkeit an euch. Eure Kommentare haben mich vielleicht doch etwas in die Realität zurück geholt. Etwas mehr zu mir. Auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich das akzeptieren konnte.