Vielleicht sollte man nicht alles ernst nehmen, was man in solchen Situaionen, in so einer emotionalen Lage tippt.
Vielleicht sollte man aber auch genau das ernstnehmen.
Keine Ahnung.
Wie ich ja vorhin erwähnt habe muss ich morgen Arbeiten, und habe auch das Gespräch mit dem Chef.
Wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt, um die übrige Flasche Wein (die noch fast voll ist) alleine zu leeren.
Wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt, sich alles aufzuschneiden, was man irgendwie verdecken kann.
Und wahrscheinlich auch nicht der beste Zeitpunkt um sich ein Depri-Lied nach dem nächsten anzuhören, sich eines der traurigsten Bücher die man im Bücherregal stehen hat zu holen und darin zu lesen ("Was fehlt wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner), noch mehr Zigaretten zu rauchen obwohl man weiß, dass man soviel Nikotin als Gelegenheitsraucher nicht gut verträgt und der Hals schon kratzt.
Trotzdem sitze ich hier und mache genau das.
Warum?
Weil ich mir nicht anders zu helfen weiß.
Weil es besser ist, sich mit allem was man zur Verfügung hat zu betäuben, abzulenken, zu zerstören, wenn man nicht weiß wie man die nächsten Stunden überstehen soll.
Weil man irgendwie versuchen muss zu überleben.
Weil es die einzige Möglichkeit ist sich irgendwie über Wasser zu halten während man innerlich ertrinkt. Ertrinkt in Selbsthass, in Einsamkeit, in Hilflosigkeit, in Überforderung und in Traurigkeit.
Weil es die einzige "Hilfe" ist, die man sich in dem Moment holen kann.
Ich möchte einfach nur gehen. Und damit meine ich noch
nicht einmal unbedingt 'aus dem Leben gehen', sondern einfach nur gehen. In der
ganzen Einfachheit dieses Wortes. Ich möchte einen Fuß vor den anderen
setzen.
"gehen" hat viele Bedeutungen. Wie alles andere auch.
1. sich in aufrechter Haltung auf den Füßen schrittweise fortbewegen
2. eine bestimmte Strecke gehend zurücklegen
3. sich [mit bestimmter Absicht] irgendwohin begeben
4. einen Ort verlassen; weggehen
5. sich in einer bestimmten Lage, Verfassung befinden
"gehen" hat aber auch andere Bedeutungen, wie:
(umgangssprachlich) mit jemandem ein Freundschafts- oder Liebesverhältnis haben
und viele mehr
Interessant daran ist allerdings die Herkunft des Wortes "gehen":
mittelhochdeutsch, althochdeutsch gen, gan, ursprünglich = verlassen, fortgehen; leer sein, klaffen
Ja nun, ich würde gerne gehen. Vermutlich würde ich mich nicht in aufrechter Haltung fortbewegen, sondern mit hängenden Schultern und gesenktem Blick. Ich würde eine bestimmte Strecke gehend zurücklegen und mich irgendwohin begeben, tatsächlich mit einer bestimmten Absicht, nämlich der Absicht diesen Ort zu verlassen und wegzugehen. Denn in der Lage in der ich mich befinde, und in meiner derzeitigen (mittlerweile wohl schon längerfristigen) Verfassung geht es mir nicht gut.
Aber ich gehe mit niemandem. Ich habe kein direktes Freundschafts- oder Liebesverhältnis.
Ich bin einsam.
Wo wir beim nächsten Wort sind.
Auch "einsam" hat verschiedene Bedeutungen. Im Gegensatz zu den Bedeutungen von "gehen", treffen die Bedeutungen von "einsam" alle bei mir zu.
1. für sich allein, verlassen; ohne Kontakt zur Umwelt
2. als [mehr oder weniger] einziges seiner Art [vorhanden, zu sehen]
3. abgelegen, abgeschieden
4. menschenleer, unbewohnt
Die Herkunft von "einsam" ist etwas komplexer als von "gehen".
Die esrte Silbe "ein" bedeutet zu mittelhochdeutsch 'allein'
Das Suffix "-sam" hat mehrere Bedeutungen, je nachdem ob man dieses Suffix an ein Verb hängt oder wie in diesem Fall an ein Substantiv.
"-sam" an einem Substantiv bedeutet, dass die beschriebene Person oder Sache von etwas erfüllt ist oder etwas bereitet. Die Herkunft von dem ürsprünglich eigenständigen Wort "sam" ist in diesem Fall nicht relevant, weshalb ich darauf auch nicht näher eingehen werde.
Ich bin einsam, weil ich für mich allein bin. Ich bin "erfüllt" vom "allein sein". Irgendwie bizarr hier das Wort 'erfüllt' zu nennen. Mit dem Wort 'erfüllt' assoziiert man doch eher etwas Positives. Trotzdem eine gute Wahl, denn nicht immer ist alles wie es scheint.
Oberflächlich besteht Kontakt zur Umwelt, aber dieser Kontakt dringt nicht bis in mich ein. Er erfüllt mich nicht, diesen Platz nimmt eben schon das 'allein sein' ein.
Ich bin nichts besonderes, aber ich sehe mich trotzdem als mehr oder weniger 'einziges' meiner Art. Denn ein zweites Mal gibt es mich nicht. Jeder ist mehr oder weniger einzigartig. Also 'einzig' in seiner 'Art'.
Ich lebe in einem Dorf, in einem Haus mit mehreren Wohnungen. Demnach habe ich unmittelbare Nachbarn, dennoch bin ich abgeschieden. Wände trennen mich von diesen Menschen deren Namen ich noch nicht einmal weiß.
Natürlich ist meine Wohnng nicht 'menschenleer', schließlich befinde ich mich darin.
Jedoch trifft auch nicht jede Bedeutung des Wortes 'Mensch' auf mich zu. Interessanterweise auch nicht die Herkunft des Wortes. Denn die ürsprungliche Bedeutung von 'Mensch' beziehungsweise dem Wort 'mennisco' oder dem älteren 'mannisco' ist "der Männliche".
Und auch wenn ich vielleicht nicht allzu weiblich erscheine bin ich auch bestimmt noch viel weniger männlich. Somit ist meine Wohnung irgendwie doch "menschenleer" und daraus folgend bin ich wiederum einsam.
Ich beende nun diesen "Exkurs" in die deutsche Sprache.
Vielleicht hat tatsächlich jemand bis hier her gelesen und denkt sich, dass die Flasche Wein wohl schon geleert sein muss.
Da muss ich dich lieber Leser/liebe Leserin leider enttäuschen. Die ist noch fast genauso voll wie zu Beginn meines Wort-Erbrechens und meiner Gedanken-Kotze.
Das einzige was während meinem chreib-Erguss vor sich hin sprudelt ist der sogenannte Lebenssaft. Und dieses Wort "Lebenssaft" hat tatsächlich nur eine einzige Beteutung laut Duden. Es ist ein anderes, dichterisch verwendetes Wort für Blut.
Vermutlich erscheint dieser Post ziemlich sinnbefreit. Aber wie gesagt: Es ist nicht alles wie es scheint.
Was ich damit meine?
Ganz einfach! ch trinke mein Glas (1/8 Glas) Wein mit Soda noch aus, während die restliche Flasche sich wieder im Kühlschrank befindet. Auch die Packung Zigaretten liegt bereits am Küchentisch und befinden sich somit ausser Reichweite.
Soll heißen, ich habe mich zumindest etwas mehr unter Kontrolle als noch vor einigen Minuten.
Soll aber nicht heißen, dass ich nicht immer noch darüber nachdenke auf dem Boden zu schlafen, weil ich es nicht verdiene in einem Bett zu nächtigen.
Auch bei den bisher gerade mal 12 'roten Linien' wird es nicht bleiben.
Mit jeder Minute, mit der der morgige Tag näher rückt werde ich angespannter. Mit jeder vergehenden Minute wird mir etwas mehr bewusst, dass es schwer bis unmöglich werden wird einzuschlafen bevor der Wecker klingelt (ja, auch im warmen, weichen Bett).
Immer stärker versuchen mich die Stimmen dazu zubewegen einfach nicht hinzugehen, wegzulaufen, zuverschwinden, mir etwas zuzufügen um nicht hingehen zukönnen. Immer öfter spüre ich Tränen in den Tränenkanälen aufsteigen die ich aber wie so oft runterschlucke, der Kloß im Hals der immer größer zuwerden scheint, erleichtert diesen Umstand nicht unbedingt.
Da mein Verstand aber immer noch im Hintergrund mit aller Kraft schreit, ich solle mich 'nicht so anstellen', mich 'mal zusammenreißen' und nicht auch noch den letzten Rest meiner Zukunft in den Sand setzen, werde ich nun diesen Post beenden. Ich werde in den nächsten paar Minuten die Klingen verstauen und in den nächsten Stunden versuchen (in meinem Bett!) einzuschlafen. Nach dem Klingeln des Weckers werde ich aufstehen, 40min mit dem Hund gehen, mich fertig machen, zur Arbeit fahren, den Tag irgendwie überstehen und morgen Abend weiter in meinem Selbstmitleid schwelgen.
Auch wenn das Schreien meines Verstandes sich für mich nur noch anhört wie ein leises, heiseres Flüstern versuche ich immer noch krampfhaft seiner Stimme zu folgen, anstatt der lauten Stimmen meiner selbst erschaffenen Monster die in mir Leben und versuchen die Herrschafft ansich zureißen, was sie vermutlich auch irgendwann schaffen werden.
Freitag, 11. August 2017
Filmempfehlung
Jetzt hätte ich euch beinahe einen wundervollen Film vorenthalten.
Ich bin zufällig darauf gestoßen und bin sehr begeistert von dem Film. Inhaltlich top, und die Umsetzung grandios. Dabei auch noch ohne zu stark zu triggern. Also das gilt für mich, aber passt trotzdem auf, denn im Bereich Vergewaltigung, sexueller Missbrauch könnte es für den ein oder anderen ev. schon stark triggernd sein.
Der Film basiert auch auf wahrer Begebenheit. Kann ich wirklich nur empfehlen.
So und nun wo ihr alle ganz gespannt seit, von welchem Film ich spreche:
"Girl On The Edge"
Hier noch der Trailer, hab leider keinen auf Deutsch gefunden
Ich bin zufällig darauf gestoßen und bin sehr begeistert von dem Film. Inhaltlich top, und die Umsetzung grandios. Dabei auch noch ohne zu stark zu triggern. Also das gilt für mich, aber passt trotzdem auf, denn im Bereich Vergewaltigung, sexueller Missbrauch könnte es für den ein oder anderen ev. schon stark triggernd sein.
Der Film basiert auch auf wahrer Begebenheit. Kann ich wirklich nur empfehlen.
So und nun wo ihr alle ganz gespannt seit, von welchem Film ich spreche:
"Girl On The Edge"
Hier noch der Trailer, hab leider keinen auf Deutsch gefunden
Je höher das Hoch...
... desto tiefer das Tief.
Oder auch:
Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall.
Je weiter du oben bist, desto härter der Aufschlag.
Was für eine Woche.
Montags war ich abends noch im Training, bevor dann auch meine beste Freundin kam. Wir haben an dem Abend nicht mehr viel gemacht.
Am Dienstag haben wir erstmal etwas länger geschlafen, danach fuhren wir zu meiner Arbeitsstelle um paar Sachen einzukaufen. Da sie mit dem Auto da war, und die großen, schweren Sachen blöd zu transportieren sind mit den Öffis hab ich das gleich ausgenutzt. Danach haben wir uns eine Fleischkäse-Semmel gegönnt und ein B&J's.
Anschließend sind wir nach Hause und auch gleich nochmal in einen Lebensmittelladen um für den nächsten Tag einzukaufen.
Abends sind wir noch mit der Seilbahn auf eine Alm hochgefahren, hatten aber leider nur ein paar Minuten bis die letzte Bahn wieder runter fuhr. Danach ging es noch in eines der besten Burger-Restaurants der Stadt. Wieder zuhause tranken wir etwas Wein, quatschten, spielten "Stadt,Land,Fluss" und hatten es einfach schön bis 2 Uhr morgens.
Mittwoch kam dann Mittagss meine andere Freundin mit ihrem Hund. Gemeinsam genossen wir noch ein großes Frühstücksbrunch bis meine beste Freundin dann auch aufbrach. Die andere Freundin und ich gingen am Nachmittag stundenlang mit unseren Hunden spazieren. Wir haben sooooo viel geredet, das erste Mal seit wir uns vor mittlerweile fast 5 Jahren kennenlernten auch über sehr persönliche Themen. Ich habe so vieles über sie erfahren. Leider nicht nur schönes. Aber es bedeutet mir unglaublich viel, dass sie mir immer mehr anvertraut.
Ich denke, es gibt nichts schöneres als zu spüren, dass ein anderer Mensch jemanden in einem gefunden hat, dem er sich öffnen kann.
Es gibt noch viele Dinge die ich nicht über sie weiß, aber das macht nichts. Sollte sie irgendwann so weit sein, wird sie sich noch mehr öffnen und ich werde da sein um ihr zuzuhören. Ganz egal wann das sein wird, ob es nochmal 5 Jahre dauert oder vielleicht auch 10 oder nie sein wird. Das ist völlig okay!
Auch ich habe ihr ein paar Probleme von mir anvertraut, die meisten davon haben sie doch sehr überrascht. Ich glaube sie hat nicht damit gerechnet, dass ich viele meiner Probleme nach aussen hin so gut überspielen kann.
Gestern sind wir dann um 5 Uhr aufgestanden und um 6 Uhr haben wir bereits unsere Wanderung gestartet. Eine etwas abenteuerliche Wanderung, die aber gleichzeitig auch wunderschön war. Die Aussicht war leider einfach nur grau, denn es war so starker Nebel, dass man kaum mehr als 10m gesehen hat. Um kurz vor 9Uhr haben wir die Alm auf 1800m erreicht und lecker gefrühstückt. Wir mussten auch bald wieder aufbrechen, damit meine Freundin ihren Zug um 13 Uhr erwischte.
Den restlichen Tag habe ich verschlafen.
Heute morgen habe ich mich mit einer weiteren Freundin getroffen, um wie beinahe jede Woche mit den Hunden zu trainieren. Auch das war schön.
Nach dem Training, hat sie mich noch auf einen Kaffee und ein Brötchen eingeladen.
Aufgrund einer unbedachten Aussage meinerseits, kam sie blöderweise auf den Gedanken ich könnte Probleme mit dem Essen haben.....
Tja, was soll ich sagen. Blöd gelaufen.
Sie meinte auch, ihr wäre sehr wohl aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen abgenommen habe wollte aber erstmal nichts sagen. Sie meinte auch, das wäre nicht mehr schön gewesen und zu dünn. Ich wäre ja eine Frau und bin auch sportlich. Es wäre schon gut, wenn ich etwas zunehmen würde.
sie hat tatsächlich auch von verzerrtem Wahrnehmungsbild gesprochen etc.
Das was mir an ihren Worten am meisten Angst macht, ist, dass sie wohl, aus welchen Gründen auch immer, zu wissen scheint wovon sie spricht. Was das ganze für mich etwas erschwert.
Ich kann's nicht gut erklären, aber wisst ihr was ich meine?
Natürlich weiß heutzutage fast jeder in einem gewissen Maß über Esstörungen, Magersucht etc. bescheid, aber nur ganz grob. Diese Leute kann man ganz gut abwimmeln, vom Gegenteil überzeugen, anlügen, etc.
Aber jemand der etwas mehr Wissen darüber hat, der durchschaut sowas halt ganz schnell.
Hmmm, schwierige Situation.
Entweder bin ich in letzter Zeit sehr unvorsichtig geworden, oder meine Masken beginnen langsam zu bröckeln. Denn in den letzten Wochen sind immer mehr Gespräche mit immer mehr Menschen in meinem Umkreis auf solche Themen hinausgelaufen.
Es wissen viel zu viele Menschen viel zu viel über mich.
Und es wird immer schwieriger den Schein zu wahren.
So viel dazu.
Nun zur Überschrift.
Sobald ich wieder alleine bin, wiegt die Einsamkeit so viel mehr als davor.
Es tut so weh plötzlich wieder alleine dazusitzen und zu wissen, dass es unwahrscheinlich ist innerhalb des nächsten Jahres wieder mal Besuch zu bekommen.
Es ist ganz schwierig für mich nun wieder alleine klar zu kommen. Jetzt wo dieses Gefühl von Freundschaft, sozialem Anschluss, Glücklichsein, Freude empfinden, das Gefühl von Leben noch so nah scheint, aber gleichzeitig auch wieder so ungreifbar fern ist.
Ich weiß nicht wie ich es schaffen soll das auszuhalten.
Dazu kommt, dass ich in der letzten Zeit wirklich sehr SEHR viel zugenommen habe.
Ich stehe wieder an der Grenze zur 50, dabei wollte ich doch bald an der Grenze zur 40 sein.
Es kommt mir vor als würde wirklich alles in die falsche Richtung laufen. Als würde ich mich immer noch mehr verlieren.
Die Angst vor Morgen ist auch sehr groß. Morgen werde ich das Gespräch mit meinem Chef haben wegen dem neuen Arbeitsvertrag.
Im Moment fühle ich mich aber, als würde ich vor einer meterhohen, unüberwindbaren Mauer stehen und je öfter ich Anlauf nehme und versuche sie zu überwinden, desto öfter knall ich mit dem Kopf dagegen und werde immer weiter zurückgeschleudert, während die Wand gleichzeitig immer höher wird.
Es scheint alles so aussichtslos.
Trotz allem, habe ich die letzten Tage wirklich sehr genossen.
Oder auch:
Je höher der Aufstieg, desto tiefer der Fall.
Je weiter du oben bist, desto härter der Aufschlag.
Was für eine Woche.
Montags war ich abends noch im Training, bevor dann auch meine beste Freundin kam. Wir haben an dem Abend nicht mehr viel gemacht.
Am Dienstag haben wir erstmal etwas länger geschlafen, danach fuhren wir zu meiner Arbeitsstelle um paar Sachen einzukaufen. Da sie mit dem Auto da war, und die großen, schweren Sachen blöd zu transportieren sind mit den Öffis hab ich das gleich ausgenutzt. Danach haben wir uns eine Fleischkäse-Semmel gegönnt und ein B&J's.
Anschließend sind wir nach Hause und auch gleich nochmal in einen Lebensmittelladen um für den nächsten Tag einzukaufen.
Abends sind wir noch mit der Seilbahn auf eine Alm hochgefahren, hatten aber leider nur ein paar Minuten bis die letzte Bahn wieder runter fuhr. Danach ging es noch in eines der besten Burger-Restaurants der Stadt. Wieder zuhause tranken wir etwas Wein, quatschten, spielten "Stadt,Land,Fluss" und hatten es einfach schön bis 2 Uhr morgens.
Mittwoch kam dann Mittagss meine andere Freundin mit ihrem Hund. Gemeinsam genossen wir noch ein großes Frühstücksbrunch bis meine beste Freundin dann auch aufbrach. Die andere Freundin und ich gingen am Nachmittag stundenlang mit unseren Hunden spazieren. Wir haben sooooo viel geredet, das erste Mal seit wir uns vor mittlerweile fast 5 Jahren kennenlernten auch über sehr persönliche Themen. Ich habe so vieles über sie erfahren. Leider nicht nur schönes. Aber es bedeutet mir unglaublich viel, dass sie mir immer mehr anvertraut.
Ich denke, es gibt nichts schöneres als zu spüren, dass ein anderer Mensch jemanden in einem gefunden hat, dem er sich öffnen kann.
Es gibt noch viele Dinge die ich nicht über sie weiß, aber das macht nichts. Sollte sie irgendwann so weit sein, wird sie sich noch mehr öffnen und ich werde da sein um ihr zuzuhören. Ganz egal wann das sein wird, ob es nochmal 5 Jahre dauert oder vielleicht auch 10 oder nie sein wird. Das ist völlig okay!
Auch ich habe ihr ein paar Probleme von mir anvertraut, die meisten davon haben sie doch sehr überrascht. Ich glaube sie hat nicht damit gerechnet, dass ich viele meiner Probleme nach aussen hin so gut überspielen kann.
Gestern sind wir dann um 5 Uhr aufgestanden und um 6 Uhr haben wir bereits unsere Wanderung gestartet. Eine etwas abenteuerliche Wanderung, die aber gleichzeitig auch wunderschön war. Die Aussicht war leider einfach nur grau, denn es war so starker Nebel, dass man kaum mehr als 10m gesehen hat. Um kurz vor 9Uhr haben wir die Alm auf 1800m erreicht und lecker gefrühstückt. Wir mussten auch bald wieder aufbrechen, damit meine Freundin ihren Zug um 13 Uhr erwischte.
Den restlichen Tag habe ich verschlafen.
Heute morgen habe ich mich mit einer weiteren Freundin getroffen, um wie beinahe jede Woche mit den Hunden zu trainieren. Auch das war schön.
Nach dem Training, hat sie mich noch auf einen Kaffee und ein Brötchen eingeladen.
Aufgrund einer unbedachten Aussage meinerseits, kam sie blöderweise auf den Gedanken ich könnte Probleme mit dem Essen haben.....
Tja, was soll ich sagen. Blöd gelaufen.
Sie meinte auch, ihr wäre sehr wohl aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen abgenommen habe wollte aber erstmal nichts sagen. Sie meinte auch, das wäre nicht mehr schön gewesen und zu dünn. Ich wäre ja eine Frau und bin auch sportlich. Es wäre schon gut, wenn ich etwas zunehmen würde.
sie hat tatsächlich auch von verzerrtem Wahrnehmungsbild gesprochen etc.
Das was mir an ihren Worten am meisten Angst macht, ist, dass sie wohl, aus welchen Gründen auch immer, zu wissen scheint wovon sie spricht. Was das ganze für mich etwas erschwert.
Ich kann's nicht gut erklären, aber wisst ihr was ich meine?
Natürlich weiß heutzutage fast jeder in einem gewissen Maß über Esstörungen, Magersucht etc. bescheid, aber nur ganz grob. Diese Leute kann man ganz gut abwimmeln, vom Gegenteil überzeugen, anlügen, etc.
Aber jemand der etwas mehr Wissen darüber hat, der durchschaut sowas halt ganz schnell.
Hmmm, schwierige Situation.
Entweder bin ich in letzter Zeit sehr unvorsichtig geworden, oder meine Masken beginnen langsam zu bröckeln. Denn in den letzten Wochen sind immer mehr Gespräche mit immer mehr Menschen in meinem Umkreis auf solche Themen hinausgelaufen.
Es wissen viel zu viele Menschen viel zu viel über mich.
Und es wird immer schwieriger den Schein zu wahren.
So viel dazu.
Nun zur Überschrift.
Sobald ich wieder alleine bin, wiegt die Einsamkeit so viel mehr als davor.
Es tut so weh plötzlich wieder alleine dazusitzen und zu wissen, dass es unwahrscheinlich ist innerhalb des nächsten Jahres wieder mal Besuch zu bekommen.
Es ist ganz schwierig für mich nun wieder alleine klar zu kommen. Jetzt wo dieses Gefühl von Freundschaft, sozialem Anschluss, Glücklichsein, Freude empfinden, das Gefühl von Leben noch so nah scheint, aber gleichzeitig auch wieder so ungreifbar fern ist.
Ich weiß nicht wie ich es schaffen soll das auszuhalten.
Dazu kommt, dass ich in der letzten Zeit wirklich sehr SEHR viel zugenommen habe.
Ich stehe wieder an der Grenze zur 50, dabei wollte ich doch bald an der Grenze zur 40 sein.
Es kommt mir vor als würde wirklich alles in die falsche Richtung laufen. Als würde ich mich immer noch mehr verlieren.
Die Angst vor Morgen ist auch sehr groß. Morgen werde ich das Gespräch mit meinem Chef haben wegen dem neuen Arbeitsvertrag.
Im Moment fühle ich mich aber, als würde ich vor einer meterhohen, unüberwindbaren Mauer stehen und je öfter ich Anlauf nehme und versuche sie zu überwinden, desto öfter knall ich mit dem Kopf dagegen und werde immer weiter zurückgeschleudert, während die Wand gleichzeitig immer höher wird.
Es scheint alles so aussichtslos.
Trotz allem, habe ich die letzten Tage wirklich sehr genossen.
Sonntag, 6. August 2017
Aus der Bahn geworfen
Ein kurzer Anruf meiner besten Freundin, eine Banalität und schon gerät meine Welt wieder etwas aus den Fugen.
Sie weiß noch nicht, ob sie morgen tatsächlich kommt, und wenn sie kommt wann.
Das hängt alles davon ab, ob ihr Bruder dienstags arbeiten muss oder noch frei hat, und der erfährt das erst morgen.
Nach mehr als einem Jahr, ewigem gerede sie würde mich besuchen kommen, scheint es nun wieder ins Wasser zu fallen. Mein Verstand weiß, dass das nichts mit mir persönlich zu tun hat. Aber mein Ich nimmt es sehr persönlich.
Ich bin nicht gut genug.
Ich bin es nicht wert besucht zu werden.
Mit mir ist es lagweilig.
Sie will mich nicht sehen.
Niemand hat bock etwas mit mir zu unternehmen.
Keiner ist gerne in meiner Gesellschaft.
usw.
Diese Gedanken spuken nun wieder ohne Pause in mir herum.
Es verunsichert mich wahnsinnig.
Was, wenn auch die andere Freundin, die ja von Mittwoch auf Donnerstag kommt und heute auch paar Stunden da war, gar nicht kommen will? Wenn sie es nach den 3h schon bereut sich nochmal angekündigt zu haben? Was wenn sie sich nun gezwungen fühlt und gar nicht bei mir sein will?
Was, wenn mich meine Arbeitskollegen nicht für mehr Stunden haben wollen? Wenn sie schon an dem einen Tag von mir genervt sind und mich nicht 3 Tage lang ertragen wollen?
Was, wenn mich die Leute in den Vereinen gar nicht mögen? Wenn ich die nur nerve und störe? Wenn ich denen unsymphatisch bin?
Was, wenn mich keiner mag? Wenn die alle über mich lästern wenn ich nicht da bin? Wenn schlecht über mich geredet wird?
Dazu kommt, dass ich ihr gesagt habe, dass ich morgen Abend ins Training gehen muss/will/werde. Ich dachte ja sie kommt bereits Mittags und es wär nicht so schlimm wenn ich abends mal kurz weg bin. Aber wenn sie nun morgen überhaupt kommt, dann wahrscheinlich erst gegen Abend. Wär ja ziemlich blöd, wenn ich dann nicht da bin und sie stundenlang vor der verschlossenen Tür steht.
Ausserdem ist es in dem Fall auch absolut unhöflich, wenn ich dann auch noch ins Training gehe wenn sie kommt.
Aber ich kann Mittwoch auch schon nicht hin, und einmal die Woche MUSS ich einfach.
Wenn sie morgen nicht kommt, kommt sie am Donnerstag meinte sie.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Wär gut, weil ich dann morgen beruhigt training gehen könnte, aber blöd, weil sie da wohl auch erst später kommen würde, und wir dann nur Freitag hätten, weil ich Samstags ja arbeiten muss.
Eine kleine Sache die nicht nach Plan verläuft und ich bin schon wieder völlig überfordert. Wie kann das sein? Das sollte doch kein großes Ding sein. Ist es aber. Für mich.
Dazu hatte ich letzte Nacht auch wieder Albträume und generell kaum geschlafen.
Meine Trainer wollten ja unbedingt, dass ich an einem Wettkampf teilnehme was mich ziemlich gestresst hat. Hab das ja mit einem auch schon besprochen, dass das psychisch für mich zu viel ist.
Und trotzdem träume ich natürlich ausgerechnet davon: Als ich noch nicht mal bei einem Wettkampf, sondern bei einer kleinen Vorführung auftreten sollte, gemeinsam mit anderen, habe ich so Panik gekriegt, dass ich als ich an der Reihe gewesen wäre, meinen Kram gepackt hatte und weinend weggelaufen bin. Mein leitender Trainer war sowas von stinksauer.
Ich werde nun versuchen mich noch mit der Klinge etwas zu betäuben und zu beruhigen, damit ich diese Nacht überstehe und den morgigen Tag auf mich zukommen lassen. Ich muss mich nun damit abfinden, dass ich da erstmal nichts genaues planen kann, sonder abwarten und dann spontan entscheiden.
Das macht mir echt zu schaffen.
Weil es immer noch so verdammt weh tut.
Ach ja, ernährungstechnisch lief gestern und heute, nicht optimal aber für's erste okay.
Ab morgen wird es hoffentlich wieder deutlich besser.
Gute Nacht ihr Lieben,
und danke, dass ihr da seid.
Sie weiß noch nicht, ob sie morgen tatsächlich kommt, und wenn sie kommt wann.
Das hängt alles davon ab, ob ihr Bruder dienstags arbeiten muss oder noch frei hat, und der erfährt das erst morgen.
Nach mehr als einem Jahr, ewigem gerede sie würde mich besuchen kommen, scheint es nun wieder ins Wasser zu fallen. Mein Verstand weiß, dass das nichts mit mir persönlich zu tun hat. Aber mein Ich nimmt es sehr persönlich.
Ich bin nicht gut genug.
Ich bin es nicht wert besucht zu werden.
Mit mir ist es lagweilig.
Sie will mich nicht sehen.
Niemand hat bock etwas mit mir zu unternehmen.
Keiner ist gerne in meiner Gesellschaft.
usw.
Diese Gedanken spuken nun wieder ohne Pause in mir herum.
Es verunsichert mich wahnsinnig.
Was, wenn auch die andere Freundin, die ja von Mittwoch auf Donnerstag kommt und heute auch paar Stunden da war, gar nicht kommen will? Wenn sie es nach den 3h schon bereut sich nochmal angekündigt zu haben? Was wenn sie sich nun gezwungen fühlt und gar nicht bei mir sein will?
Was, wenn mich meine Arbeitskollegen nicht für mehr Stunden haben wollen? Wenn sie schon an dem einen Tag von mir genervt sind und mich nicht 3 Tage lang ertragen wollen?
Was, wenn mich die Leute in den Vereinen gar nicht mögen? Wenn ich die nur nerve und störe? Wenn ich denen unsymphatisch bin?
Was, wenn mich keiner mag? Wenn die alle über mich lästern wenn ich nicht da bin? Wenn schlecht über mich geredet wird?
Dazu kommt, dass ich ihr gesagt habe, dass ich morgen Abend ins Training gehen muss/will/werde. Ich dachte ja sie kommt bereits Mittags und es wär nicht so schlimm wenn ich abends mal kurz weg bin. Aber wenn sie nun morgen überhaupt kommt, dann wahrscheinlich erst gegen Abend. Wär ja ziemlich blöd, wenn ich dann nicht da bin und sie stundenlang vor der verschlossenen Tür steht.
Ausserdem ist es in dem Fall auch absolut unhöflich, wenn ich dann auch noch ins Training gehe wenn sie kommt.
Aber ich kann Mittwoch auch schon nicht hin, und einmal die Woche MUSS ich einfach.
Wenn sie morgen nicht kommt, kommt sie am Donnerstag meinte sie.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Wär gut, weil ich dann morgen beruhigt training gehen könnte, aber blöd, weil sie da wohl auch erst später kommen würde, und wir dann nur Freitag hätten, weil ich Samstags ja arbeiten muss.
Eine kleine Sache die nicht nach Plan verläuft und ich bin schon wieder völlig überfordert. Wie kann das sein? Das sollte doch kein großes Ding sein. Ist es aber. Für mich.
Dazu hatte ich letzte Nacht auch wieder Albträume und generell kaum geschlafen.
Meine Trainer wollten ja unbedingt, dass ich an einem Wettkampf teilnehme was mich ziemlich gestresst hat. Hab das ja mit einem auch schon besprochen, dass das psychisch für mich zu viel ist.
Und trotzdem träume ich natürlich ausgerechnet davon: Als ich noch nicht mal bei einem Wettkampf, sondern bei einer kleinen Vorführung auftreten sollte, gemeinsam mit anderen, habe ich so Panik gekriegt, dass ich als ich an der Reihe gewesen wäre, meinen Kram gepackt hatte und weinend weggelaufen bin. Mein leitender Trainer war sowas von stinksauer.
Ich werde nun versuchen mich noch mit der Klinge etwas zu betäuben und zu beruhigen, damit ich diese Nacht überstehe und den morgigen Tag auf mich zukommen lassen. Ich muss mich nun damit abfinden, dass ich da erstmal nichts genaues planen kann, sonder abwarten und dann spontan entscheiden.
Das macht mir echt zu schaffen.
Weil es immer noch so verdammt weh tut.
Ach ja, ernährungstechnisch lief gestern und heute, nicht optimal aber für's erste okay.
Ab morgen wird es hoffentlich wieder deutlich besser.
Gute Nacht ihr Lieben,
und danke, dass ihr da seid.
Samstag, 5. August 2017
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt
Manche Leute lernen auch nicht aus Fehlern und fressen einfach weiter.
Aber gut, es hätte schlimmer kommen können.
Gewogen habe ich mich heute nicht. Ab morgen mache ich das aber wieder täglich.
Ich habe heute eine Chance genutzt, all meinen Mut zusammen genommen und bin über meinen Schatten gesprungen. Ob das gut war?
Ganz ehrlich?
Ich habe KEINE Ahnung.
Aber es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder es war gut, und wird mir helfen etwas besser klar zu kommen, oder es wird mich noch mehr zerstören.
Ich habe meinen Chef heute um mehr Stunden gebeten. Das heißt, ich werde vorraussichtlich ab September nicht mehr 8h arbeiten, sondern 25h pro Woche.
Die Bedingung meinerseits war, lieber 20h, aber höchstens 25. Wenn 25, dann aber nur wenn ich meinen Hund mitbringen kann.
Die Bedingung seinerseits war, 25h und, dass ich trotzdem weiterhin jeden Samstag arbeiten muss, Meine Kleine darf ich mitbringen, wenn es in unserem Hundekindergarten funktioniert.
Davon gehe ich aus, da zur Zeit meistens nur noch ein anderer Hund im Hundekindergarten ist, und ich davon überzeugt bin, dass meine Keewah mit dem gut klarkommen wird.
Er überlegt sich genaueres aber bis nächste Woche und gibt mir dann bescheid.
Hört sich für die meisten von euch, wahrscheinlich ziemlich.....naja unwichtig, banal, keine Ahnung, nach keiner großen Sache an.
Für mich bedeutet das aber ganz, ganz viel. Sowohl positiv, als auch negativ.
Was gut ist:
- ich habe eine Autoritätsperson angesprochen und sogar um etwas GEBETEN
- ab Oktober wäre meine Miete + Strom + Versicherung GEDECKT!
- mein Hund darf mit, was mir den Weg zur Arbeit und zurück sehr erleichtert
- ich bin grundsätzlich 3 Tage die Woche den ganzen Tag beschäftigt (keine Zeit um mich in der Depression zu verlieren und in negativen Gedanken und Einsamkeit zu verheddern)
- ich würde mehr einbezogen werden, neue Aufgaben bekommen, Erfahrung und Wissen sammeln
Was mir Angst macht:
- der letzte Punkt von oben: ich hätte mehr Aufgaben, das heißt auch viel mehr Verantwortung
- ich muss weiterhin jeden Samstag arbeiten, hatte gehofft, dass sich das dadurch ändern würde
- ich kann nicht mehr so regelmäßig zum Taekwondotraining gehen
- ich weiß nicht ob ich dem Druck standhalten kann; der eine Tag hat mich schon so gestresst, dass ich oft die Nacht davor gar nicht schlafen konnte; Ich weiß sehrwohl, dass 25h nichts sind, und ich in meinem Alter Vollzeit arbeiten müsste und nicht wegen der paar Stunden herumjammern, aber es ist eine so unglaublich riesige Herausforderung für mich, dass mir während ich das hier tippe Tränen in die Augen steigen.
Ich versuche es wirklich positiv zu sehen und als Chance die ich nutzen möchte.
Schon allein der Gedanke, monatlich die Miete bezahlen zu können tut gut. Damit würde schon eine große Last von mir fallen.
Aber wie gesagt, es wehrt sich trotzdem alles in mir.
Es tut gut zu wissen, dass ich im Notfall immer noch aufgeben kann und mein Leben beenden.
Hört sich vielleicht blöd an. Aber zu wissen, dass es diesen Ausweg gibt erleichtert mir das alles etwas.
Nun werde ich versuchen mich wieder etwas zu beruhigen und in den nächsten Stunden versuchen zu schlafen. Morgen muss ich früh aufstehen und meine Wohnung in Ordnung bringen, da meine Freundin (die dann acuh von Mittwoch bis Donnerstag hier sein wird) kurz vorbei kommt um einen Brief abzuholen.
Gut, dass ich absolut nichts zu essen hier habe und ihr auch außer Wasser und Tee nichts zu trinken anbieten kann.
Was bin ich für eine grandiose Gastgeberin.
Alles Liebe an euch
eure St.
Aber gut, es hätte schlimmer kommen können.
Gewogen habe ich mich heute nicht. Ab morgen mache ich das aber wieder täglich.
Ich habe heute eine Chance genutzt, all meinen Mut zusammen genommen und bin über meinen Schatten gesprungen. Ob das gut war?
Ganz ehrlich?
Ich habe KEINE Ahnung.
Aber es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder es war gut, und wird mir helfen etwas besser klar zu kommen, oder es wird mich noch mehr zerstören.
Ich habe meinen Chef heute um mehr Stunden gebeten. Das heißt, ich werde vorraussichtlich ab September nicht mehr 8h arbeiten, sondern 25h pro Woche.
Die Bedingung meinerseits war, lieber 20h, aber höchstens 25. Wenn 25, dann aber nur wenn ich meinen Hund mitbringen kann.
Die Bedingung seinerseits war, 25h und, dass ich trotzdem weiterhin jeden Samstag arbeiten muss, Meine Kleine darf ich mitbringen, wenn es in unserem Hundekindergarten funktioniert.
Davon gehe ich aus, da zur Zeit meistens nur noch ein anderer Hund im Hundekindergarten ist, und ich davon überzeugt bin, dass meine Keewah mit dem gut klarkommen wird.
Er überlegt sich genaueres aber bis nächste Woche und gibt mir dann bescheid.
Hört sich für die meisten von euch, wahrscheinlich ziemlich.....naja unwichtig, banal, keine Ahnung, nach keiner großen Sache an.
Für mich bedeutet das aber ganz, ganz viel. Sowohl positiv, als auch negativ.
Was gut ist:
- ich habe eine Autoritätsperson angesprochen und sogar um etwas GEBETEN
- ab Oktober wäre meine Miete + Strom + Versicherung GEDECKT!
- mein Hund darf mit, was mir den Weg zur Arbeit und zurück sehr erleichtert
- ich bin grundsätzlich 3 Tage die Woche den ganzen Tag beschäftigt (keine Zeit um mich in der Depression zu verlieren und in negativen Gedanken und Einsamkeit zu verheddern)
- ich würde mehr einbezogen werden, neue Aufgaben bekommen, Erfahrung und Wissen sammeln
Was mir Angst macht:
- der letzte Punkt von oben: ich hätte mehr Aufgaben, das heißt auch viel mehr Verantwortung
- ich muss weiterhin jeden Samstag arbeiten, hatte gehofft, dass sich das dadurch ändern würde
- ich kann nicht mehr so regelmäßig zum Taekwondotraining gehen
- ich weiß nicht ob ich dem Druck standhalten kann; der eine Tag hat mich schon so gestresst, dass ich oft die Nacht davor gar nicht schlafen konnte; Ich weiß sehrwohl, dass 25h nichts sind, und ich in meinem Alter Vollzeit arbeiten müsste und nicht wegen der paar Stunden herumjammern, aber es ist eine so unglaublich riesige Herausforderung für mich, dass mir während ich das hier tippe Tränen in die Augen steigen.
Ich versuche es wirklich positiv zu sehen und als Chance die ich nutzen möchte.
Schon allein der Gedanke, monatlich die Miete bezahlen zu können tut gut. Damit würde schon eine große Last von mir fallen.
Aber wie gesagt, es wehrt sich trotzdem alles in mir.
Es tut gut zu wissen, dass ich im Notfall immer noch aufgeben kann und mein Leben beenden.
Hört sich vielleicht blöd an. Aber zu wissen, dass es diesen Ausweg gibt erleichtert mir das alles etwas.
Nun werde ich versuchen mich wieder etwas zu beruhigen und in den nächsten Stunden versuchen zu schlafen. Morgen muss ich früh aufstehen und meine Wohnung in Ordnung bringen, da meine Freundin (die dann acuh von Mittwoch bis Donnerstag hier sein wird) kurz vorbei kommt um einen Brief abzuholen.
Gut, dass ich absolut nichts zu essen hier habe und ihr auch außer Wasser und Tee nichts zu trinken anbieten kann.
Was bin ich für eine grandiose Gastgeberin.
Alles Liebe an euch
eure St.
Freitag, 4. August 2017
dumm, dümmer,...
Ich bin das dümmste Lebewesen dieser Erde.
Und ich habe Angst.
Aber mal ehrlich, keiner ist so blöd wie ich.
Da versuche ich monatelang abzunehmen und schaffe es auf 44,x kg und dann fresse ich mich innerhalb von wenigen Tagen auf fast 48kg rauf.
so blöd kann kein zweiter sein.
Ich habe keine Ahnung wie ich die fast 4 kg wieder loswerden soll. Dabei muss ich die jetzt echt schnell loswerden. Ich darf beim nächsten Wiegen im Taekwondo auf keinen Fall über 45 kg sein.
Das wär mir so unendlich peinlich, dass ich nie wieder hingehen würde.
Ich schäme mich so.
Die letzten Tage klappt irgendwie gar nichts mehr.
Ach ich habe auch gerade keine Lust hier schon wieder rumzuheulen. Wird sogar mir selbst schon zu langweilig.
Sorry
für alles
vor allem für mich.
Und ich habe Angst.
Aber mal ehrlich, keiner ist so blöd wie ich.
Da versuche ich monatelang abzunehmen und schaffe es auf 44,x kg und dann fresse ich mich innerhalb von wenigen Tagen auf fast 48kg rauf.
so blöd kann kein zweiter sein.
Ich habe keine Ahnung wie ich die fast 4 kg wieder loswerden soll. Dabei muss ich die jetzt echt schnell loswerden. Ich darf beim nächsten Wiegen im Taekwondo auf keinen Fall über 45 kg sein.
Das wär mir so unendlich peinlich, dass ich nie wieder hingehen würde.
Ich schäme mich so.
Die letzten Tage klappt irgendwie gar nichts mehr.
Ach ich habe auch gerade keine Lust hier schon wieder rumzuheulen. Wird sogar mir selbst schon zu langweilig.
Sorry
für alles
vor allem für mich.
Donnerstag, 3. August 2017
joa...
Joa, ich hab nicht viel zu sagen.
Ich hab die letzten Tage, jeden Tag MEHRERE 1000kcal zu mir genommen, und dementsprechend sehe ich auch aus. Auf die Waage trau ich mich nicht mehr.
Es liegt einfach daran, dass ich mit allem komplett überfordert bin.
Und gleichzeitig nichts zu tun habe und mich sehr einsam fühle, gleichzeitig aber auch keinen Kontakt zu anderen haben will.
Morgen habe ich ein paar Dinge zu erledigen, Samstag arbeiten, Sonntag Wohnung aufräumen und putzen. Von Montag bis Mittwoch kommt meine beste Freundin, von Mittwoch auf Donnerstag eine andere Freundin.
Ich freue mich sehr. Denn seit ich hier in dieser Wohnung wohne, also seit mehr als einem Jahr, hatte ich nur genau 2 mal Besuch, einmal die Freundin die auch am Mittwoch kommt, für einen Tag, und einmal meine kleine Schwester für 3 Tage.
Und jetzt gleich 2 Übernachtungsgäste in einer Woche. Wie gesagt ich freu mich.
Aber ich habe auch panische Angst davor.
Eigentlich ist mir das alles viel zu viel, aber andererseits denke ich, dass es mir auch gut tun könnte.
Wird sich zeigen.
Alles Liebe an euch
Ich hab die letzten Tage, jeden Tag MEHRERE 1000kcal zu mir genommen, und dementsprechend sehe ich auch aus. Auf die Waage trau ich mich nicht mehr.
Es liegt einfach daran, dass ich mit allem komplett überfordert bin.
Und gleichzeitig nichts zu tun habe und mich sehr einsam fühle, gleichzeitig aber auch keinen Kontakt zu anderen haben will.
Morgen habe ich ein paar Dinge zu erledigen, Samstag arbeiten, Sonntag Wohnung aufräumen und putzen. Von Montag bis Mittwoch kommt meine beste Freundin, von Mittwoch auf Donnerstag eine andere Freundin.
Ich freue mich sehr. Denn seit ich hier in dieser Wohnung wohne, also seit mehr als einem Jahr, hatte ich nur genau 2 mal Besuch, einmal die Freundin die auch am Mittwoch kommt, für einen Tag, und einmal meine kleine Schwester für 3 Tage.
Und jetzt gleich 2 Übernachtungsgäste in einer Woche. Wie gesagt ich freu mich.
Aber ich habe auch panische Angst davor.
Eigentlich ist mir das alles viel zu viel, aber andererseits denke ich, dass es mir auch gut tun könnte.
Wird sich zeigen.
Alles Liebe an euch
Abonnieren
Posts (Atom)