Samstag, 18. Februar 2017

Posttitel

Arbeitstag überstanden
war aber nicht gut.

Nichts ist gut.

Im Verein findet gerade eine Feier statt, aber ich hatte wirklich keinen Bock. Ich werde auch morgen nicht hin gehen, weiß nur noch keine gute Ausrede.



Meine "Schwester" sollte am Montag ja zu Besuch kommen, aber ich weiß nicht ob daraus noch was wird. Ich konnte sie davon überzeugen einen Brief an ihre Mama zu schreiben in dem sie um Hilfe bittet. Ihr geht es psychisch zur Zeit sehr schlecht. Ihre Mama will am Montag erstmal mit ihrer Psychologin reden ob es nicht besser wäre, wenn sie erstmal stationär aufgenommen wird.
Sie weiß auch nicht ob sie sie zu mir fahren lassen kann.
Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut. Aber ich denke, es wäre doch besser wenn sie nicht kommt.
Ihre Mama M. hat mir dann gestern Abend noch eine Nachricht gesendet: "Danke, dass du dich um S. kümmerst."

Tja was soll ich sagen? Klar versuche ich ihr zu helfen, sie ist immerhin sowas wie meine kleine Schwester.
Das letzte mal habe ich von ihr (M.) gehört an meinem Geburtstag vor 5 Monaten. Davor keine Ahnung.
Ich weiß nicht was ich davon halten soll.
M. war mal sowas ähnliches wie meine "Pflegemama". Deswegen eben auch meine "kleine Schwester". Ich hab damals echt gedacht ich gehöre irgendwie zu deren Familie. Aber nun, hat mich der einzige Satz ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich hatte damit abgeschlossen. Immerhin sind doch fast alle Menschen die gut zu mir waren eher früher als später abgehauen. Irgendwann akzeptiert man es einfach. Man gewöhnt sich nicht daran, aber man akzeptiert es.
Dachte ich. Aber ich wünschte, mich würde auch jemand fragen wie es mir geht. Ich wünschte ich hätte auch jemanden dem ich einen Brief schreiben könnte, um Hilfe zu bekommen.
Ich wünschte, sie hätte sich irgendwann mal gemeldet. Ich wünschte, es wäre nicht nur ein Satz gewesen.
Ich wünschte, ich würde sie nicht vermissen.


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