Die letzten Tage waren teilweise ganz gut, teilweise aber auch sehr hart. Immer öfter falle ich wieder.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mein Antidepressivum abgesetzt habe. Allerdings ohne ärztlichem Rat.
Es fühlte sich einfach nicht mehr richtig an. Ich will nicht von Medikamenten beeinflusst werden. Ich hatte das Gefühl, dass das dann nicht mehr ich bin.
Kennt ihr das?
Manche Tage war ich einfach so gut drauf ohne den Tabletten und hab so viel gelacht, aber am nächsten Tag war ich auch schon wieder sehr weit unten. Wahrscheinlich war es genau das, was das Medikament ausgeglichen hat. Diese Stimmungsschwankungen.
Ich weiß nur nicht, ob es mir lieber ist, ständig auf so einer Mittelschiene zu sein. Das heißt, nicht so tief gefallen, dass ich sterben möchte, aber im Gegenzug dazu auch kaum glücklich.
Oder Lieber mal 'zu Tode betrübt' und dafür auch mal 'himmelhoch Jauchzend'.
Auch ein paar Entzungserscheinungen haben sich bemerkbar gemacht, bzw. sind immer noch da.
Schwindel, Übelkeit, das Gefühl als würde alles nicht ganz real sein, als würde ein dicker Nebel über allem liegen. Leichte Koordinationsschwierigkeiten, große Konzentrationsschwierigkeiten, etc.
Kurz habe ich mir gedacht ich muss die Tabletten nehmen, ohne geht nicht, aber andererseits ermutigte mich dieser Zustand auch von dem Zeug weg zu kommen. Ich will nicht abhängig davon sein.
Ganz ohne gehts immer noch nicht, wegen den Entzugserscheinungen, gerade während der Arbeitswoche.
Ob diese Aktion gut oder schlecht ist, wird sich zeigen.
Am Sonntag findet endlich, das erste von mir organisierte Seminar statt. Ich bin jetzt schon so sehr aufgeregt, dass mir ganz schlecht wird, wenn ich daran denke.
Nun zum (für mich) wichtigsten Thema:
Ich hab mein erstes Zwischenziel erreicht.
Am 10.09. unter 50 kg
ich war schon lange davor darunter und hab mich mega gefreut, bis ich plötzlich wieder über 50 hatte und es richtig knapp wurde bis zum 10. ABER ES IST GESCHAFFT.
Mein Essverhalten und folglich auch das Gewicht schwanken immer noch sehr. Mit halten ist leider noch nicht viel. Aber INSGESAMT geht es doch immer mal weiter runter und immer weniger weiter rauf.
Wirklich freuen kann ich mich darüber leider noch nicht, weils halt immer noch viel zu viel ist. Aber ich bin guter Dinge.
Am 30.09. hab ich eine große Uni-Prüfung und bin auch schon RELATIV brav am Lernen. Ich hab einfach so Angst vor der Prüfung, und so einen Druck, dass ich sie bestehen muss, dass mir das doch etwas zu schaffen macht. Aber auch da bin ich noch relativ positiv eingestellt.
Wurde etwas lang, mit etwas anderen Themen als eigentlich geplant, aber egal.
Alles Liebe euch allen.
Eure St.
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