Morgen. Scheißtag.
Sie ist zurück. Die Panik.
Alles dreht sich. Mir ist schlecht. Was auch daran liegen könnte, dass 80% meiner heutigen Nahrungszufuhr Zucker war, in Form von Schokolade, Monte, Banane, Weintrauben, Dörrobst.
Mein Herz schlägt stärker. Es fühlt sich an, als würde es bei jedem Schlag gegen meinen Brustkorb springen und daran rütteln wie ein Affe im Käfig. Alles um mich herum wirkt etwas surreal. Mit jeder Minute die vergeht wird es schlimmer. Ich versuche mich an der Zeit festzuhalten, aber sie rennt weiter. Zieht mich mit. Nein, schleift mich hinterher. Es kommt immer näher. Ich versuche mich loszureißen und in die andere Richtung davon zu laufen. Aber es geht nicht. Man kann nicht mehr zurück.
Ich versuche still zu sitzen. Denn wenn ich nichts mache vergeht auch die Zeit nicht so schnell. Oder etwa nicht?
Mein Hund sitzt vor der Wohnungstür und wartet auf den Spaziergang. Ich kann mich nicht dazu überwinden mit ihr rauszugehen.
Weil ich weiß, wenn wir zurück kommen, sind wieder 30-60 Minuten vergangen.
Es wäre doch besser die Zeit die noch bleibt, zu nutzen.
Das kann ich jedoch nicht. Ich kann mich kaum bewegen.
Ich sitze fest. In mir.
Bin gefangen. In mir.
Sie ist zurück. Die Panik.
Sie ist in mir.
Sie frisst mich auf.
Innerlich.
Der Tag bisher verlief so....semi-gut.
Morgens war ich wieder mit meiner Bekannten und ihrem Hund spazieren um mit ihm zu üben.
Ich habe nach langem mal wieder etwas Gitarre geübt. Bezweifle aber dass ich jemals mehr als 6 Töne spielen kann.
Ich habe eine Ladung Wäsche gewaschen und ein kleines bisschen gelernt.
Nicht gerade viel für 9h, aber mehr als an so manchen anderen Tagen.
Ich hab das Gefühl, mein Plan mit dem Süßkram essen funktioniert, ich kanns langsam nicht mehr sehen, werde es aber noch bis Montag durchziehen.
Ich würde gerne so viel machen heute und hab so viel vor und aaaah.
Aber wie ihr oben gelesen habt kann ich nicht. Bin wie gelähmt.
Es ist einfach jede Woche das gleiche. Nun schon seit ich dort angefangen habe zu arbeiten. Also seit November. Diese Woche habe ich ja noch Glück, dass es erst heute begonnen hat. Manchmal überfällt mich die Panik auch schon Donnerstags, oder gar Mittwochs. Dabei ist doch nie etwas schlimmes passiert. Alle sind nett. Und die Arbeitsbedingungen und Umstände sind um VIELES besser als an meiner vorherigen Arbeitsstelle. Trotzdem war es dort nie so. Da fand ich es gar nicht schlimm, oder hatte mal das: "Och nö, nicht Arbeiten, hab keinen Bock"-Gefühl. Aber nie diese furchtbare Panik.
Anfangs dachte ich das würde sich legen. Mit neuen Situationen komme ich nicht so gut klar, das weiß ich. Aber die Situation ist nach 5,5 Monaten ja wohl nicht mehr neu. Und trotzdem wird es nicht besser, sondern eher schlimmer.
Ich weiß nicht wie lange ich das noch durch halte.
Ich weiß es wirklich nicht.
Dabei würde ich den Job wirklich gerne behalten, da ich dort so vieles lernen kann. Ich möchte mir das Wissen unbedingt aneignen, aber es ist so unglaublich viel und kompliziert. Ich weiß auch, dass ich mich damit viel mehr in meiner Freizeit beschäftigen müsste. Und das würde ich auch sehr gerne tun, aber ich komm doch so schon nicht klar.
Ich wünsche euch alles Liebe, und dass ihr die Tage vor Ostern besser genießen und nützen könnt als ich.
<3
eure St.
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| Weil es jemanden gibt, für den ich kämpfen muss. |






