Freitag, 30. Juni 2017

Genügend

Ich habe tatsächlich eine 4. Wie auch schon bei der letzten Prüfung, die ja auch bei dem Professor war, gerade noch. Ganz an der Grenze.
Aber das genügt. Genügend. Mein Wissen war genügend.

Aber ich genüge nicht. Ich bin nicht genügend.
Ich kann mich darüber auch gerade gar nicht freuen. Ich bin auch nicht traurig deswegen, es hat gerade wahnsinnige überwindeung gekostet nachzusehen, aber jetzt ist es mir völlig egal.

Was mich im Moment viel mehr beschäftigt ist der Kinoabend heute.
Ich war noch nie in diesem Kino. Was mir schon mal sehr zu schaffen macht. Ich hasse es in neuen Umgebungen zu sein. Ich hasse es nicht zu wissen, wie es dort aussieht, wo die Toiletten sind, was für Menü-Angebote es gibt, etc.
Ich fühle mich eigentlich nicht in der Lage da heute hinzugehen, aber ich trau mich auch nicht mehr abzusagen.
Das nächste größere Problem das ich damit habe sind die Kilokalorien.
Am liebsten würde ich einfach nur ne Coke-zero kaufen und fertig, aber normale Menschen essen doch Popcorn im Kino. Ich will nicht sofort wieder als gestört rausstechen. Aber ich weiß nicht wie viel Gramm in so ner Tüte sind, und wieviel kcal die haben. Ich würde mal von einem Duchschnittswert von 420kcal/100g ausgehen. Das sind UNMENGEN. Das darf ich doch nicht abends noch in mich reinstopfen. Oder?
Die Bekannte von mir ist auch noch Psychologin. Ich mein, klar weiß die, dass ich nicht ganz helle im Oberstübchen bin. Das ist ja unschwer zu erkennen. Aber ich muss ihr doch nicht gleich das ganze Ausmaß vorführen.
Ach shit. Warum hab ich bloß zugeasagt.
Jetzt hab ich den Salat.
Oder eher nicht.
Wäre schön wenn man im Kino mal Salat essen könnte während dem Film anstatt Popcorn. Würde einiges erleichtern.
Ich hab vorsichtshalber bisher mal etwas gespart und nur 400kcal in mir. In der Hoffnung ich lenke mich, bis sie mich um 17.30 holt genug ab, damit es dabei auch bleibt, dann könnten die Popcorn, falls ich welche kaufe nicht allzuviel schaden anrichten. Aber was wenn doch?
Vielleicht schlägt sie auch vor, sich welche zu teilen, dann könnte ich ev. alles ein bisschen überspielen und nur ganz wenig davon essen.
Ich war heute endlich bei einem neuen "Tiefstgewicht" der letzten 2 Jahre und das will ich nicht morgen schon wieder verlieren. Nun würden nur noch 600g bis zu meinem 1. Zwischenziel, bzw. 2,6kg bis zu meinem 1. größeren Ziel fehlen. Und 'nur' noch 5,6kg bis zu meinem Endziel. Es rückt GANZ   L A N G S A M   in greifbare Nähe.

Übrigens gibt es einen neuen Eintrag in meiner Bücherliste. Und diesmal handelt es sich um ein Buch das ich schon sehr oft gelesen habe. Was eine Besonderheit ist, da ich normalerweise jedes Buch nur einmal lese.
Es ist mein absolutes Lieblingsbuch, meiner absoluten Lieblingsautorin.
Ich kann es euch nur ans Herz legen eines ihrer Bücher zu lesen. Es gilt aber etwas Vorsicht, da die Bücher sehr stark triggern könnten.

Alles Liebe an euch

Donnerstag, 29. Juni 2017

Was für ein Tag

Heute ist viel passiert.
Wirklich viel.

Nein, erwartet nichts aufregendes. Für einen "normalen" Menschen wahrscheinlich ein ziemlich unspektakulärer Tag.
Für mich nicht.

Ich habe gerade eigentlich keine Lust es aufzuschreiben, bis vor ein paar Minuten war ich auch noch viel zu aufgeregt und gut gelaunt. Hat sich radikal geändert.
Um alles zu 'verdauen' schreib ich es jetzt doch auf. In der Hoffnung, dass ich mich danach einfach hinlegen und schlafen kann.

Also zuerst habe ich 'verschlafen', wenn man das so nennen kann. Bin gestern 'schon' gegen halb 2 eingeschlafen und dachte, dass ich dann heute auch früher aufstehe und lernen werde. Dem war nicht so, denn im Gegenteil, ich bin erst um 11 wach geworden. Aber gut. Bis 12 rumgetrödelt und um halb 1 wollte ich dann Einkaufen fahren. In die Stadt, da ich mich zur Zeit nicht mehr in den 'Dorfladen' traue, weil gestern ein Produkt von der, die hinter mir an der Kasse stand zu meinen Sachen gefallen ist, ich das aber nicht gesehen hab und die Kassiererin es eingescannt hatte. Als ich sagte, dass das nicht mehr zu mir gehört, war sie total genervt, was für mich wirklich schlimm ist. Es tat mir furchtbar leid, und nun trau ich mich da auch nicht mehr hin.
Ja, auf dem Weg zur Straßenbahn fuhr gerade mein Nachbar mit dem Auto los (der dem ich gestern Geld geborgt hatte) und meinte ich solle einsteigen und mitfahren, er fährt in die Stadt. Na gut, also ich eingestiegen und mitgefahren, etwas Smalltalk geführt und gut war. Bis er das erste Mal auf meinen Arm starrte. Oke, ja, kann ich verstehen. Aber, ab da war die Auofahrt Hölle. Denn ab da STARRTE er bei jeder Möglichkeit drauf. Nicht mal unauffällig oder so. Gesagt hat er aber nichts. Ich war wirklich froh als ich aussteigen konnte, und musste mich zusammenreißen um nicht loszusprinnten, sondern in halbwegs normalem Tempo schnellstmöglich zu verschwinden.

Da sich bis heute keiner von meinen Kursleuten für das heutige Training angemeldet hat, hab ich es abgesagt und bin dann alleine in den Verein um wenigstens paar Sachen noch für die Prüfung vorzubereiten.
Um 19.00 Uhr kamen dann mein Taekwondo-Trainer und mein Trainingspartner in den Hundeverein. Wir hatten für heute das Zusatztraining ausgemacht, das mir mein Trainer schenkte, weil ich ja so oft gefehlt hatte. Das lief echt super.
Danach setzten wir uns noch ins Vereinsheim, hatten noch etwas getrunken und gequatscht. Es war wirklich sehr lustig und nett.
Sie brachten mich noch nach Hause und ich war ..."auf Wolke 7", weil ich 'so sozial' war. Es tat einfach gut, mal wieder mit Leuten zu quatschen. Kann mich nicht daran erinnern, wann das das letzte Mal stattgefunden hat.
Soweit so gut.
Zuhause, las ich dann eine What'sApp von einer Bekannten, die mich fragte, ob ich morgen mit ihr ins Kino gehen würde.
Erste Reaktion PANIK.
Meine beste Freundin, mit der ich da gerade geskypt hatte überredete mich zuzusagen.
Immer noch ganz okay.

Tja und dann, guck ich meine Mails an und...
Die Prüfungsergebnisse vom Dienstag sind da.
Ich öffne die Mail und das erste was da steht: Die Prüfungen sind nicht gut ausgefallen.
Und schon hab ich die Mail wieder geschlossen.

PANIK!!!
Meine Hoffnung ist im Arsch, sorry für den Ausdruck.
Ich trau mich nicht nachzuschauen. Ich trau mich einfach nicht. Ich will es gar nicht wissen. Der Satz hat mir schon wieder gereicht.
Davon abgesehen, dass Prüfungen bei dem Professor noch nie gut ausgefallen sind.
Nun hock ich da, und weiß nicht was ich machen soll.
Wenn ich nun nachschaue und es ist negativ, dann war's das. Dann falle ich. Dann weiß ich nicht wie ich die nächsten 1,5 Wochen noch überstehen soll. Dann gibt es keinen Grund mehr (weiter zu leben) irgendetwas zu tun.
Wenn es aber positiv ist würde ich mich natürlich freuen, gleichzeitig wäre da aber ein riiiiesen Druck, weil ich dann keinen richtigen Grund mehr habe mein Studium zu schmeißen. Weil ich dann weitermachen MUSS. Weil ich keinen nennenswerten Grund habe um sterben zu wollen. Weil ich weiterkämpfen muss und mich nicht einfach fallen lassen kann.
Wenn ich aber nicht nachschaue werde ich nicht schlafen können. Wie soll ich schlafen, wenn ich weiß, dass nur einen Klick entfernt 'meine Zukunft' geschrieben steht.

Es wird niemand verstehen, das ist mir schon klar. Aber beides sind für mich im Moment keine Optionen. Ich weiß nicht was besser ist.
Ich werde nun versuchen mich mit einem Hörbuch oder einer Serie oder (mit der Klinge, Tabletten) keine Ahnung mit was zu betäuben und einzuschlafen.

Aber auch wenn ich es schaffe einzuschlafen, ich werde morgen wieder aufwachen (auch wenn ich das gar nicht will) und stehe vor dem selben Problem wie heute.
Ich bin restlos überfordert.
RESTLOS ÜBERFORDERT

Mittwoch, 28. Juni 2017

Hilfsbereit, ängstlich oder einfach nur dumm?

Es klingelt an meiner Wohnungstür. Meistens mach ich nicht auf, wenn ich keinen erwarte.
Heute schon. Ein Nachbar von oben steht vor der Tür. Er sieht ziemlich fertig aus Ich kenn ihn eigentlich kaum, nur vom sehen, man führt halt kurz Smalltalk an der Bahnhaltestelle oder an der Supermarktkasse. Aber auch nur alle paar Wochen mal. Ich weiß nichtmal seinen Namen.
Er fragt um Geld. Er hat nichts mehr. Sein Sohn ist diese Woche da, und er kann nichts zu essen kaufen.
Ich merke wie seine Stimmte kurz davor ist zu versagen, der Kloß im Hals schnürt ihm die Kehle zu.
Aber ist es auch echt? Oder ist es gespielt?
Er bittet mich um 10-20€
Ich stehe da und weiß nicht was ich sagen soll. Er tut mir so unendlich leid, aber ich hab doch selbst kein Geld. Dabei stehen nächste Woche auch noch so viele größere Ausgaben an.
Er sagte, er hatte letzte Woche ein Problem mit dem Abfluss und musste 400€ bar zahlen. Das glaub ich ihm. Denn auch ich habe seit Wochen Probleme mit dem Abfluss und ich sah auch den Wagen vom Notdienst stehen. Und ich weiß auch, dass der Preis ungefähr hinkommen wird, da ich ja slebst nachgesehen habe was das kostet.

Ich sagte dann ja, und suchte meine Geldtasche, ich hatte kein Geld da, ich sagte ihm, dass ich etwas vom Bankomat holen werde.
Da meinte er: "30€ wären perfekt."
Ich meinte, so viel geht nicht und holte ihm 20€

Ich hoffe wirklich, dass ich das Geld wiedersehen werde.
Wie ich nun meine Sachen bezahlen soll, weiß ich nicht. Aber ich habe noch genug Geld für Essen.
Und alles andere ist unwichtig.
Er kann seinem Sohn zumindest etwas zu essen kaufen (auch wenn beiden eine 2 wöchige Fastenkur absolut nicht schaden würde), denn Kinder sollten da nicht mit hineingezogen werden.
Ich glaube, der Junge hat es so schon schwer genug.

Ich kenne diesen Menschen nicht, ich vertraue diesem Menschen nicht und ich hätte das Geld wirklich selbst gebraucht.
War das Hilfsbereitschaft?
War es einfach Angst davor 'Nein' zu sagen?
Oder war es einfach nur Dummheit?
Ich weiß es nicht.

Ist auch egal, so wie alles andere.
Ich bin dabei stehen zu bleiben, und schon beginnt alles zu bröckeln.
Das Bett wird wieder meine Zuflucht. Training lass ich heute aus. Müll wegbringen werde ich noch versuchen, aber dann habe ich keine Kraft mehr.
Ich beginne zu fallen. Mal wieder.
Das darf ich aber noch nicht. Ich muss durchhalten. Bis 10. Juli.
Bitte, bitte, lass mich bis dahin durchhalten.

Dienstag, 27. Juni 2017

Absprung

Kennt ihr die Jump n' Run Spiele, wo es diese Steine gibt, die über einem Abgrund hängen. Man kann drauf springen, und von einem zum nächsten, aber sobald man stehen bleibt, beginnt der Stein zu fallen. Erst langsam, dann schneller. Man muss sehr schnell weiterspringen, da sonst der Höhenunterschied zum Nächsten zu groß ist und man ihn nicht mehr erreicht und so gemeinsam mit dem Stein in den Abgrund stürzt?

Auf so einem Stein befinde ich mich gerade, und er beginnt bereits zu fallen. Ich muss nun schnellstens weiterspringen und wieder anfangen zu laufen.
Ich hätte gar nicht erst stehen bleiben dürfen, denn ich weiß nicht ob ich den Höhenunterschied noch überwinden kann.

Ich habe gestern dann doch noch bis 3 Uhr morgens gelernt, bin dann um 6 auf, mit Keewah raus, duschen, hab mir meinen Laptop geschnappt und am Weg zur Uni weiter gelernt.
Um 8 Uhr begann die Klausur. Sie war sehr ähnlich zu der bei meinem ersten Atritt. Und ich denke, ich wusste sogar mehr als damals. Ob es reichen wird weiß ich nicht.
Aber es ist immer wieder erstaunlich wie viel ich fast ohne lernen weiß, und wenn ich wochenlang büffel und denke gut vorbereitet zu sein geht es garantiert schief.
Wie kann das sein?
Aber egal. Abwarten und weiterlaufen lautet meine Devise.
Danach bin ich nach Hause, hab meine Kleinen gefüttert und bin direkt ins Bett ich war einfach unendlich müde. Hab bis 16 Uhr geschlafen, ging dann Einkaufen, machte mir etwas zu Essen und liege nun wieder seit 1,5h im Bett und schaue meine Serie.
Ich bin stehen geblieben und das darf ich nicht. Oh man, ich muss weiterlaufen. Unbedingt.
Ich hoffe ich schaffe den Absprung noch und gehe nicht mit meinem Stein auf dem ich stehe unter.
Deshalb versuche ich es nun. Wäsche, Taekwondo üben, etc.
Ich werde wieder laufen. Noch bis mindestens 10. Juni
Dann darf ich wieder fallen.
Dann ist mir alles egal.
Aber bis dahin, darf ich wirklich nicht mehr stehen bleiben.

Montag, 26. Juni 2017

Und ich laufe

Wuhuuu
ich bin wieder bei 45,7 kg :D
Irgendwas stimmt da doch nicht, aber egal, die Waage sagt das auch nach mehrmaligem wiegen.
Aso freue ich mich nun, und hoffe, dass das nicht auch diesmal morgen schon wieder vorbei ist.

Ich hab heute sogar gekocht! Und man kann es essen. Kommt nicht oft vor bei mir. Meistens landet es im Müll.
Es gab Fischfilet mit Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Kohlrabi, Knoblauch, Chili und etwas Olivenöl aus dem Backrohr. Somit, bis auf das Öl sehr SEHR kalorienarm. Perfekt eben.
Dazu habe ich mir etwas Kakao gegönnt.

Falls jemand das Rezept möchte, dann schaut hier
Schmeckt, ist wirklich leicht, geht sehr einfach, und lässt sich gut variieren.

Für später habe ich mir noch ein Joghurt gekauft, dass ich vor dem Training noch essen werde. Damit sollte es für heute auch wirklich reichen. Wäre dann bei ca 600-700 kcal. Muss ich noch genau nachrechnen.

Es ist mir immer noch egal, dass ich morgen Klausur schreiben muss und nichts kann.
Was mir nicht ganz egal ist, ist dass ich heute für's Training auch noch nichts kann. Vielleicht schaffe ich es noch ein bisschen zu üben. Aber wenn nicht, eben Pech gehabt. Was solls.

Das Rennen funktioniert übrigens super. Ich laufe und laufe. Nun darf ich nur nicht mehr stehen bleiben, denn dann wird alles über mir einbrechen.
Deshalb war ich heute auch einkaufen und hab gekocht. Jetzt habe ich mehr als genug abzuspülen und aufzuräumen und dann muss ich eh schon fast los zum Training.
Uni hab ich ausfallen lassen, das machte einfach keinen Sinn in meinem Kopf.


So und nun komm ich mal zum Wochenende:
Freitags bin ich dann um 10 Uhr los, wir sind noch zum Tierarzt gefahren etwas abholen und dann zum Zug und zu meinen Eltern. Wegen Verspätung haben wir den Anschlusszug verpasst und sind dann schlussendlich eine Stunde später, also um 16.00 Uhr angekommen.

Meine Gedanken abends im Bett:
Ich bin nun bei meinen Eltern. Morgen ist ja die Hochzeit.
Ich fühle mich jetzt schon wahnsinnig fehl am Platz und überflüssig.
Es fühlt sich nicht an, als würde ich da dazu gehören.
Ich wünschte ich hätte jemanden an meiner SEite der mich morgen begleitet, der mir die Kraft gibt und die Sicherheit um den Tag zu überstehen. Aber da ist niemand. Wieder bin ich allein. Meine kleine Keewah darf ich auch nicht mitnehmen.
Ich werde wieder die gefühlt fetteste sein und die real häßlichste.
Hätte ich die Möglichkeit würde ich mich davor drücken, oder einfach weglaufen.

Hab heute auch gefressen ohne Ende. Mir ist auch richtig schlecht davon und morgen hab ich bestimmt 2kg mehr drauf. Schlafen ist auch nicht möglich weil es in meinem Zimmer bestimmt 28-29°C hat. Dachgeschosszimmer sind einfach scheiße.
Und ich hab Kopfschmerzen. 



(UND MAL WIEDER HABE ICH UNABSICHTLICH DEN RESTLICHEN POST GELÖSCHT  -.-
ICH HASSE ES, auf ein neues)

24.06.2017
Der Tag begann nach ganz wenig Schlaf mit "nur" 46,5kg auf der Waage meiner Eltern. Stimmt aber garantiert nicht.
Der ganze Tag war eigentlich gut.
Meine Oma hat nur einen Satz zu mir gesagt. Und natürlich einen abwertenden Kommentar über meine Figur.
Denn wie immer hatten mein ältester Bruder und ich am meisten gegessen.
Ich hatte mir eine Forelle bestellt mit Petersilienkartoffeln und grünem Salat. 2 der Kartoffeln hab ich meinem Papa gegeben, weil ich sie nicht mehr mochte. dafür hab ich dann noch das übrige Kinderschnitzel und paar Pommes meiner Nichte aufgegessen. Und mein Bruder eben das Kinderschnitzel von meinem Neffen :'D
Irgendjemand sagte dazu: "Die Zwei vertragen die zweite Portion eh locker." Und von meiner Oma kam sofort in abwertendem Tonfall: "Der (also mir) würde eine dritte Protion auch nicht scahden!"
Danke Oma für den wundervollen Trigger. Ich werde mich nun umso mehr bemühen, dass mir in Zukunft auch eine vierte Portion "nicht schaden" würde.

Anschließend hatte ich übrigens auch noch 2 Stückchen Hochzeitstorte, je ein kleines, weil es 2 verschiedene gab.
Ja, ich mein, meine Oma kommt halt einfach nicht damit klar, dass ich nicht ganz so fett bin wie ALLE ihre Kinder. Sorry, aber ist so. Fast meine gesamte Familie väterlicherseits ist übergewichtig, zum Teil auch wirklich sehr stark übergewichtig.  Aber motzen, wenns einer nicht ist.


Naja im großen und ganzen bin ich wirklich zufrieden. Ich war kein absoluter sozialer Fail und konnte mich auch normal verhalten. Okay, essenstechnisch hätte das Schnitzel nicht mehrsein müssen, und auch die 2 Stückchen Torte die ich abends dann noch gegessen habe hätten nicht sein müssen. Aber ich hatte tatsächich mit viel schlimmerem gerechnet.

Mein Vater war dieses Wochenende mal wieder der einzige der ehrlich zu mir war.
Gestern Abend sagte er schon, dass ich nciht so viel fressen soll (gestern Abend war aber auch wirklich richtig schlimm) und vorhin als er zu Bett gehen wollte und ich sagte, dass ich noch gar nicht zu Abend gegessen hätte meinte er: "Du hattest heute aber eh schon genug"
Stimmte ja auch. Ich kann mich bei meinen Eltern einfach nicht kontrollieren. Vor fremden Leuten normalerweise schon, aber heute war es mir egal. Wie eben alles zur Zeit.
Ich befürchte meine Waage wird am Montag wieder knapp unter 50 sein. Und das macht mir richtig Angst. Vielleicht kann ich morgen fasten. Vorsichtshalber sagte ich schon mal, dass ich zum Mittagessen nicht da sei.
Am besten wäre, wenn ich über Mittag im Verein bleibe (da esse ich nie etwas) und danach direkt zum Zug fahre, dann komm ich erst Abends zuhause an und könnte direkt ins Bett gehen. Die Frage ist bloß, ob ich das auch so durchziehe.

Ich habe gerade auch mega Schiss vor dem Treffen der ganze Leute die mich von früher kennen. Denn mein Bauch ist wirklich kugelrund und steht raus als hätte ich einen Basketball verschluckt. Ich bin viel zu fett um mich dort Blicken zu lassen =/


25.06.2017
Eins kann ich nun mit Sicherheit sagen: Ich fühle mich auch in meinem alten Verein nicht mehr zuhause.
Ich gehöre nirgends richtig dazu. Ich fühle mich nirgends mehr zuhause. Ich weiß nicht, wo ich hingehöre. Ich passe nirgends dazu.
Klar habe ich überall 1-2 Leute die nett zu mir sind, die mich willkimmen heißen, aber mehr auch nicht.
Es zerreißt mich, jetzt wieder in meine Unistadt zu fahren. Ein Teil von mir hängt in meiner "ursprünglichen" Heimat fest, der andere hält es dort aber nicht aus und muss weg.
Was ist der Kompromiss? Gibt es überhaupt einen?



So, nun muss ich wirklich wieder weiterlaufen. Schönen Tag euch noch

Sonntag, 25. Juni 2017

Wochenende erledigt =)

Hallo meine Lieben, ich melde mich zurück.
Ich war ja über's Wochenende bei meinen Eltern wegen der Hochzeit meines Bruders.
Ich bin nun wieder da, und hab auch gerade erst gesehen, dass ich den Post am Freitag gar nicht veröffentlicht habe :D
Daher gibts den eben jetzt nachträglich. Aber der ist eh sinnlos.
Naja, alles weitere gibt's frühestens morgen, denn ich bin hundemüde.
Es lief auf jeden Fall besser als gedacht, soviel kann ich schon mal verraten =)
Spannend wird allerdings auch, was die Waage morgen sagt :/
Kommentare werden natürlich auch noch beantwortet <3


 Post vom 23.06.17

Wie zur Hölle?!

Wie zur Hölle kann es sein, dass ich schon wieder zugenommen habe.

Ich verstehe es nicht.
Ich esse doch viel viel weniger als normal und trotzdem nehme ich zu?

Ich hatte gestern mittags 2 Teller Sonntagssuppe, ok, da waren paar Nudeln dabei und Grießnockerl, und ein Wienerwürstchen. Und Abends 1 Teller Tomatensuppe. Und heute wieder 600g mehr.
Waren es die 2 Limos die ich getrunken hab während dem Training oder woran liegt es verdammt.

Es ist doch so schon schwer genug, warum spielt auch nochmein Körper komplett verrückt.
Die Zahl hat mir heute wirklich den eh schon so wackeligen Boden unter den Füßen weggerissen.

Ich war mir 100% sicher, dass ich heute wieder unter 46 bin und nun das.
So kann ich mich doch nirgends blicken lassen. Vor allem, weil es über's Wochenende doch noch viel mehr werden wird. Bei meinen Eltern muss ich essen, und auf der Hochzeit sowieso.
Ach scheiße, was mach ich den jetzt.

Ich sollte schon längst am Weg sein, sitze aber immer noch unangezogen im Bett und hab noch nichtmal gepackt. Na toll.
Ich kann mich auch nicht schon wieder krank stellen, das glaubt mir doch keiner mehr. Hab ja auch schon bei der Taufe meines Neffen auf Krank gemacht.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Und ich liege im Bett

Gedanken von gestern Abend in der Straßenbahn, am Heimweg vom Taekwondo-Training:

Ich kann es kaum fassen, aber ich war tatsächlich im Training.
Die Welt ist nun etwas unscharf und verschwommen, mein Magen rebelliert und meine Beine und Arme fühlen sich an wie Pudding. Obwohl das Training an sich heute nicht annähernd anstrengend war.

Ich merke was ich meinem Körper antue. Anstatt mich deswegen schecht zu fühlen bin ich stolz darauf. Mir ist klar, dass das nicht "richtig" ist. Eine Art selbstverletzendes Verhalten? Selbstschädigend auf jeden Fall.
Wie ich die nächsten Tage übertstehen soll weiß ich noch nicht. Aber es wird irgendwie funktionieren.
Trotz allem tat das Lob beim Training heute gut.
Ich glaube es hat echt keiner gecheckt, dass ich mit "mir geht's zur Zeit nicht besonders gut" meinte, dass ich psychisch am Ende bin. Die glauben alle, dass ich einfach körperlich krank war. Und das ist gut so.
Somit kann ich den Schein weiterhin aufrechterhalten.



Und nun zu heute.
Langsam wird mir bewusst, was ich mir die letzten Tage zerstört habe und immer noch zerstöre.
Ich hab es noch nicht ganz realisiert und das ist gut. Weil ich nicht weiß, was ich mache, wenn es soweit ist.

Ausgerechnet in den wichtigsten 4 Wochen dieses Jahres bekomme ich nichts mehr hin.

Mal ein kurzer Überblick:
Heute 22.06. abends Hundetraining
23.06. erst Tierarzt, Einkaufen und dann zu meinen Eltern fahren
24.06. Hochzeit meines Bruders
25.06. in meinem früheren Hundeverein vorbei schauen, zurück in meine Wohnung fahren
26.06. letzte Vorlesung meiner gescheiterten Unikarriere, abends Taekwondotraining
27.06. letzter Versuch der Molekularbiologie-Klausur (für die ich noch nicht ansatzweise gelernt habe, aber bereits 2x negativ war, trotz wochenlangem lernen), Geburtstag meiner besten Freundin
28.06. Taekwondotraining
29.06. zusätzliches Taekwondotraining mit meinem Trainer (hat er mir geschenkt weil ich so lang nicht da war)
30.06. Taekwondotraining
01.07.-
02.07. letztes Hundetraining
03.07. letztes Taekwondotraining
04.07. -
05.07. Biochemie-Prüfung und (falls die andere bestanden, was unmöglich ist) letzte Uni-Prüfung
           abends Taekwondo-Gürtelprüfung
06.07. -
07.07. -
08.07. Arbeiten
09.07. Rally-Obedience Prüfung (also Hundeschule)

Seht ihr das Problem?
Ich liege seit Tagen im Bett und schaff es kaum aufzustehen. Wie soll ich denn die nächsten 2,5 Wochen überstehen?
Noch dazu absolut unvorbereitet?
Ich hab noch nicht mal angefangen für die Klausur am Dienstag zu lernen, dabei ist es doch meine letzte Chance. Mein letzter Antritt.
Mein Taekwondo-Trainer will unbedingt, dass ich eine Doppelprüfung mache, also eine Gürtelstufe überspringe, dabei kann ich doch noch nicht mal die die ich überspringen soll, geschweige denn die höhere. Aber er meint, ich schaff das locker. Ja danke, freut mich auch, aber wie denn?
Ich freue mich ja für meinen Bruder, aber echt jetzt? Ich, bei 30°C langärmelig zu einer Familienfeier? Danke auch, brauchte ich unbedingt. Ein Tag in der Hölle könnte nicht schlimmer sein.
Ich hab noch nichtmal ein Geburtstagsgeschenk für meine beste Freundin. Ja nicht mal eine verdammte Idee.
Am Sonntag sollte ich mich auch noch in meinem alten Verein blicken lassen. Die kennen mich alle mit 43kg verdammt, die letzten Male als ich dort war, hatte ich meistens über 50 und Kommentare dazu kamen genug. Ich wollte unbedingt wieder auf den 43 sein wenn ich wieder hin fahre, stattdessen hänge ich immer noch bei 46-47 und das wird vermutlich nicht besser werden bis Sonntag.

Ich muss auch noch so viele Dinge klären wegen der Hunde-Prüfung und noch mindestens 1 zusätzliches Training abhalten.

Aber das ist ja nicht alles. Meine Wohnung sieht mal wieder aus wie Sau, die Wäsche ist nicht gewaschen, das Geschirr nicht gespült, das Terrarium der Mäuse gehört heute gemacht.


Meine Welt zerbricht.

U N D    I C H    L I E G E    I M    B E T T  ! ! !

Ich weiß noch nicht mal was ich heute essen soll. Ob ich heute essen soll. Ob ich trinken soll.
Ich bin doch gar nicht richtig da. Ich liege im Bett und sehe emotionslos zu, wie alles um mich zerbricht. Wie alles für das ich die letzten Jahre so gekämpft habe in Scherben zerfällt. Und würde ich aufstehen, würde ich auf diesen Scherben stehen müssen. Das kann ich nicht. Dafür bin ich zu schwach. Obwohl ich die Schnitte in meinem Zustand wahrscheinlich gar nicht spüren würde. Tortzdem bleibe ich lieber liegen und hoffe, dass mir das Grundgerüst meines Lebens einfach auf den Kopf fällt und mich erschlägt. Die Luft abschnüren tut es ja bereits.

Meine einzige Hoffnung die ich gerade habe um aufzustehen ist die Idee, diese Scherben zu nutzen um mich daran zu schneiden. Um mich zu quälen. Und das werde ich nun versuchen. Ich werde versuchen aufzustehen und auf diesen Scherben herumzutrampeln. Vielleicht schaffe ich es, darauf loszurennen ohne nochmals stehen zu bleiben, bis die zweieinhalb Wochen vorbei sind.